tut mir leid für dich :p
Druckbare Version
In Waisenheime? Ich denke, da ist sogar die katholische Kirche in D schon etwas weiter. Die Kinder werden heutzutage nicht von den Eltern getrennt.
In weisenheimen schon, da geht das nicht anders :p
Blödbär :D
Witziger Link über Psychoanalyse und warum sie für Priester/Mönche/Nonnen verboten ist:
http://mindhacks.com/2009/05/01/tell...ther-superior/
(via nerdcore)
Wo ich es gerade hier lese und es so schön dazu passt:
Interview mit Friedrich W. Graf
http://www.faz.net/artikel/C31399/ge...-30331750.html
Zitat:
Zu Frau Käßmann immerhin strömen die Leute. Bei Ihnen kommt sie unter dem Rubrum Moralismus vor. „Moral ist keine Religion“, schreiben Sie. Das sehen, glaube ich, komplette Kirchentage anders.
Leuchtet mir schon ein, dass die das ganz anders sehen. Aber jetzt nenn' ich ihn wirklich mal, den Schleiermacher: Er erklärt 1799 in einem wunderschönen Büchlein „Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern“, dass man Religion von Metaphysik und Moral unterscheiden muss. Was wir in der Geschichte vor allem der Bundesrepublik erlebt haben, ist im Grunde die permanente Moralisierung der religiösen Kommunikation. Wenn einem nichts mehr einfällt, wirklich überhaupt nichts mehr, dann fällt einem noch Moral ein. Moralisieren ist nämlich eine intellektuell relativ anspruchslose Veranstaltung. Und wenn Sie sich das anschauen, was Bischöfe oder Ratsvorsitzende so verlautbaren, dann sind das fast immer moralische Pathosbotschaften, zum Beispiel im Bereich der Biopolitik, und da wird immer versucht, moralische Eindeutigkeit zu erzeugen.
Könnte es sein, dass diese Menschen denken, dass es genau das ist, was von ihnen in der Öffentlichkeit erwartet wird?
Da gibt es sicherlich ein interessantes Zusammenspiel zwischen politischem Betrieb und kirchlicher Kultur, weil im politischen Betrieb den Kirchen diese Rolle immer zugeschoben wird. Die sollen dann zur Präimplantationsdiagnostik was sagen und so weiter. Was dabei problematisch ist, ist vor allem der Habitus. Man suggeriert immer, dass man über Problemlösungskompetenz verfügt. Ich würde gern, ein einziges Mal, einen Bischof Huber erleben, der sagt: Wir wissen es auch nicht so genau.
Kirchliche Würdenträger sollen die Hosen runterlassen und sagen: Wir wissen es auch nicht besser als ihr? Wofür zahlen die Leute dann Kirchensteuer?
Ich sage vor allem: Weniger Interventionen, aber prägnantere und durchdachtere. Gerade bei den Kirchentagen: Da können Sie immer das Gute bestellen. Den Ausstieg aus der Atomenergie. Wunderbar. Aber dann fragen Sie sich doch mal, woher dann der Strom kommen soll. Also insofern findet dort immer eine moralistische Reduktion von Komplexität statt. Das ist langfristig ruinös.
Prima Idee für die Kids:
http://www.crackajack.de/2011/09/21/arte7-jesus-camp-2/
Da hatte ich kurz reingezappt. Schon krass, was es so alles gibt.
650.000 Mal verkauft, eine Anleitung wie man seine Kinder richtig verprügelt im Namen Gottes:
http://www.scienceblogs.de/geograffi...berzeugung.php
Richtig so! Wenn man den Kindern frühzeitig immer mal wieder eine aufs Maul haut, dann lernen sie zum einem die gebückte Haltung und gleichzeitig die Unterwerfung, die Sie in Ihrem späteren Leben auch brauchen! Die Kirche weis eben was gut ist!
ganz interessant zum thema kirche und homosexualität: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=27896
ab minute 19:07
(Freiwilliger) Kultur-Beitrag für "Kirchensteuerflüchtlinge":
http://ooe.orf.at/news/stories/2515811/
:lach
:D
was fürn kult-beitrag? :D
Vielleicht sollten sie dazuschreiben wie viel Prozent der Kirchensteuer in die Erhaltung touristisch wertvoller Gebäude fliessen...
Kann bei uns Protestanten nicht hoch sein. :(
schätzungsweise sollten das etwa 0,1% sein *G*
Ach, wenn Käßmanns Minibar unter Kulturgut fällt, dürfte da schon was zusammenkommen.
Aber ich habe keine Ahnung, wie es da im Ösiland ausschaut. Wo ist denn Conspi der Kirchensteuerflüchtling?
Was ich so auf die Schnelle gefunden habe, leider ohne Quelle (http://www.kirchenaustritt.de/steuer/)
Die Kirchen verwenden die Kirchensteuereinnahmen nach eigenen Angaben folgendermaßen (gerundet):
Katholische Kirche:
Personalkosten: ca. 60%
Sachkosten, Verwaltung: ca. 10%
Kirchenbauten: ca. 10%
Schule und Bildung: ca. 10%
Soziales und Caritatives: ca. 10%
Evangelische Kirche:
Personalkosten: ca. 70%
Sachkosten, Verwaltung: ca. 10%
Kirchenbauten: ca. 10%
Schule, Bildung, Soziales und Caritatives: ca. 10%
Prozesskosten fallen unter Caritatives?
Nö, unter Schule und Bildung.
Ich will nicht die Kirchen verteidigen, aber die Aufstellung ist ganz klar parteiisch. Die Hauptkostenpunkte bei in Kindergärten, Krankenhäusern, Bildungseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen sind die Personalkosten. Das man die rausgenommen soll die Sache offensichtlich so aussehen lassen, als ob sich die Bischöfe und Pfarrer die Taschen voll schlagen würden, während für Caritas etc. nichts ausgegeben wird.
Eine Aufteilung mit vergleichbaren Items wie Verwaltung, Seelsorge/Klerus, Pflege/Gesundheit, Bildung/Kinderbetreuung wäre IMO sinnvoller.
Auch die 10% für Bauwerke halte ich zumindest nicht für repräsentativ für alles Bistümer und Kirchen (Ev.). Das Bistum Mainz - zugegeben allein mit drei Mittelalterlichen Domen, gibt sicher mehr für den Erhalt der Kirchenbauten aus.
Das Bistum hier hat einen öffentlichen Finanzausschuss. Ich muss mal schauen, ob ich noch einen alten Jahresbericht finde. Vielleicht kann ich Euch dann ein paar Werte aus Mainz als Vergleich liefern.
Gehaltskosten sind vermutlich überall verteilt, also in allen anderen bereichen, so ein küstzer wird ja auch bezahlt ebenso wie die sekreterin, pädagogen, buchhalter etc....
Die EKBO hat solche Zahlen auf ihrer Internetpräsenz: http://www.ekbo.de/969076/
Ansonsten da mal noch ein bisschen rumklicken, da finden sich noch weitere Zahlen zu dem Thema.Zitat:
Wohin gehen 100 Euro Ihrer Kirchensteuer?
52,90 Euro Allgemeine kirchliche Dienste: Kirchengemeinden und Diakonie
16,75 Euro Bildung, Ausbildung, Religionsunterricht
1,56 Euro Besondere kirchliche Dienste: z.B. Gefängnis- und Krankenhausseelsorge
9,35 Euro Renovierung und Sanierung von Kirchen
0,94 Euro Weltweites Engagement und Publizistik
6,55 Euro Verwaltung
11,95 Euro Sonstige Ausgaben
Für die laufende Instandhaltung der Bistums- und Pfarreibauten
wurden 11,6 Mio. € bzw. 3,6 % der Gesamtausgaben aufgewendet
Quelle:
http://downloads.bistummainz.de/1/4/...6076041187.pdf
"Sicher mehr" scheint das eher nicht zu sein
Ich habe im Moment nicht die Zeit, deren Bleiwüste durchzukämmen.
Aber - das ist jetzt zugegeben nur eine Einschätzung - die "laufende Instandhaltung" ist ja nur ein Punkt. Wenn du da die Punkte Betriebskosten, Erweiterungs-/Ersatzbauten, Renovierungen/Sanierungen dazu nimmst, kommst du sicher auf 15% oder mehr. Das Vinzenz-Krankenhaus allein wurde 2009/2010 für ca. 45 Millionen erweitert, davon hat das Land AFAIK 22 Millionen gezahlt, bleiben 23 Millionen für das Bistum.
Im Moment wird das Hildegardis-Krankenhaus komplett umgebaut...
Was die Sakralbauten angeht, bin ich nicht so sicher. Der Dom wird derzeit Renoviert und das Bistum trägt davon über 15 Jahre 25 Millionen Euro. Der Rest wird über den Dombauverein gesammelt.
Was Bildung und Soziales angeht, würde ich von grob 40% ausgehen (Bezogen auf das Bistum) da käme dann noch die Cartias dazu, die ja im Haushalt nicht auftauchen dürfte...
Zusätzlich muss man berücksichtigen, dass die Mainzer 2007 oder 2008 ihre Ausgaben gedrosselt haben. Der Plan ist, Rücklagen aufzubauen und mit den Kapitalerträgen die Ausfälle bei der Kirchensteuer auszugleichen.
Bis auf die Krankenhauskapelle ist das Krankenhaus ja auch keine Kirche oder sollen Kirchenbauten auch alle anderen Gebäude sein, also Kitas und dergleichen? Ich denke für große Projkte werden rücklagen geschaffen und nicht aus den laufenden Konten bezahlt.
Das ist halt das Problem mit Slows Aufstellung (@slow: sorry, ich weiß, die ist nicht von dir, aber irgendwie muss ich ja darauf verweisen ;)). Da sind meiner Meinung nach nicht miteinander vergleichbare Punkte drin und obendrein ist es Interpretationssache, was überhaupt mit den Punkten gemeint ist. Wenn ich Kirche und Bauten höre, dann denke ich an alles zusammen. Oder anders gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, dass das Bistum es sich leistet 15% seines Haushalts in Sakralbauten zu stecken. Die verkaufen Kirchen eher oder reißen sie gleich ab, wenn sie nicht unter Denkmalschutz stehen.
Kitas werden grösstenteils eh vom Staat bezahlt, was die Kirche da stellt ist die Indoktrination.
Kostendeckend weiß ich nicht, kann aber schon sein. Aber solche Einnahmen gehen dann an die Caritas und nicht ans Bistum, oder?
Es gibt ja auch private Anbieter im Gesundheitswesen und die überleben auch, da werden das die Kirchen auch hinbekommen - insbesondere, weil die ja auch viele Frewillige (Nachbarschaftshilfe) haben.
Nicht falsch verstehen: Früher habe ich dir Kirchen noch als gemeinnützig verteidigt. Heute bin ich der Meinung, dass man die Kommunen in ihrer Bedeutung durchaus stärken könnte, wenn diese Finanzmittel direkt ihnen zukommen würden und sie dann über die Verteilung an die Träger bestimmen könnten.
Ich fand nur die erste Statistik parteiisch, das ist alles. :sz