Nun gut, geht mich ja auch nix an, sollten die Beiden differenzen haben.
Hier hab ich noch ein gutes, alternatives Info-Portal parat. Es ist um einiges "sanfter" als z.b. KenFM.
www.netzfrauen.org
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Nun gut, geht mich ja auch nix an, sollten die Beiden differenzen haben.
Hier hab ich noch ein gutes, alternatives Info-Portal parat. Es ist um einiges "sanfter" als z.b. KenFM.
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tja das weiss man nicht :)
@orchid ich halt mich da auch raus. Erstens weil ich mich mit der Materie als solches nicht so eingehend beschäftigt habe wie manch andere hier und zum zweiten, weil McMessi eh nicht mit mir diskutiert, weil ihm die Meinungen, die man hier postet, zumindest meine :) völlig egal sind. Das fröhnt einer Diskussion und lässt sie in meinen Augen eher zu einem Monolog werden, indem sich der Ersteller dieses Threads einfach gerne reden hört. Da muss ich nicht sinnfrei Zeit investieren.
Ich glaube, du missverstehst da was. :D Gerade weil bei mir die Welt in höchster Unordnung ist, gehe an gewisse Probleme in Deutschland deutlich gelassener heran. ;)
Was selbstverständlich nicht heißen soll, dass ich eine "Was regst du dich über die Bettler auf, in Afrika sterben die Leute an Hunger"-Meinung vertrete. Man darf und soll sich gerne bitte über Missstände ärgern und versuchen, sie zu beheben.
Ich kann nur einfach diese großen Weltentwürfe, die alles mit mehr oder weniger einer einzigen Antwort erklären ("Die USA sind Schuld an unseren schlechten Medien") nicht ab. Das ist mir wahlweise zu plump oder zu demagogisch.
Was ist denn der Sinn des Threads? Messi hatte eine sachliche Debatte versprochen, weil ihm das Thema so wichtig ist. Er wollte konkrete Beispiele bringen und sich Gegenbeispiele anhören. Stattdessen geht es jetzt doch wieder überwiegend um die großen Fliegenklatschen ("Alle Medien sind...!" / "Unsere Gesellschaft ist..." / "Ihr seid alle Schafe...!") oder um Gespensterdebatten wie irgendwelche Behauptungen, dass die BBC schon vorher von 9/11. Ganz ehrlich? Für mich diskussionswürdige Probleme sind ganz andere: Warum sparen so viele Zeitungen an guter Auslandsberichterstattung und was kann man daran ändern? Wie durchbricht man den Teufelskreis von parteiergreifender Berichterstattung, egal ob für die eine oder die andere Seite, hin zu einer Berichterstattung, die Konflikte, Konfliktursachen und Interessen thematisiert, anstatt immer nur auf die Verlautbarungen der Konfliktparteien oder vorgeschobene "tiefergründige Ursachen" hereinzufallen? Wie bricht man das so häufige Monopol von einzelnen Zeitungen auf lokaler Ebene? Was bedeutet der Leserschwund für das Überleben eines unabhängigen Journalismus? Wie erreicht man ein Modell, in dem freie Journalisten sich wieder anständig finanzieren können? Was wäre eine angemessene Symbiose von Online- und Print? Wie sollte man das öffentlich-rechtliche Fernsehen reformieren, damit wieder Informationen kommen, und nicht stundenlang Wohlfühl-Trash? Wo stecken in unserer Berichterstattung überall unerkannte Vorurteile, die wiederum Vorurteile verstärken (z.B. in sozialpolitischen oder gesellschaftlichen Debatten wie Integration, Rollenbilder, Familie etc.). Oder allgemeiner: Wie interessiert man denn die Leute überhaupt wieder für Politik?
Das ist jetzt nur das, was mir spontan einfällt, und es gibt bestimmt noch haufenweise mehr, und ich wäre gerne bereit, das zu diskutieren, aber nicht unter einer blödsinnigen Prämisse, die besagt, dass das Hauptproblem darin liegt, dass unsere Massenmedien aus den USA gleichgeschaltet werden, und dass es ein Verschwörungskartell der Medien in Deutschland gibt, bestimmte Probleme zu verschweigen.
Dann ist nämlich, ironischerweise, auch die Antwort ganz einfach: Sprengt die Ketten der USA, jagt die Chefredakteure aus ihren Stuben, startet die Revolution und gründet einfach neue Volksmedien, und schon ist alles in Butter.
Ehrlich? Glaub ich nicht. Ist mir zu banal.
Korrekt, aber ich und Messias unterscheiden uns grundlegend in der Analyse des "Warum"? Ich glaube an die Dummheit und die Fehlbarkeit der Menschen und interessiere mich für fehlgeleitete Wahrnehmungen, festgefahrene Situationen und falsch angegangene Konflikte.
Er glaubt an die Unfehlbarkeit allmächtiger Verschwörungskartelle, die alles im Griff haben, und gezielt und hartnäckig ihre Pläne schmieden, die dann auch exakt so eintreten, wie erhofft, und damit die Gesellschaft und die blinden Schafe in der Bevölkerung im Würgegriff haben.
Das sind halt zwei so unterschiedliche Denkmuster, dass eine gemeinsame Diskussion über mögliche Lösungen überhaupt nicht möglich ist.
Nein, umgekehrt wird ein Schuh draus: Menschen wie Messias sind einer der Gründe für den Wahnsinn. Weil Konflikte sich nur lösen lassen, wenn man bereit ist, sich in den Gegner hinein zu versetzen, seine Motive zu erkennen und dann gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, die am Ende kein Nullsummenspiel ist. Aber jemand, der in Kategorien von Gut und Böse denkt, kann das nicht erreichen. Das ist es dann auch am Ende völlig egal, ob Russland "böse" ist oder die USA.
Das muss man sowieso. Du wirst nie irgend etwas erreichen, wenn du erwartest, dass du alle Informationen mit dem Löffelchen gefüttert bekommst.
Im Übrigen wäre auch das wieder eine Form von Totalitarismus. Jeder Mensch soll und darf auch die Freiheit haben, sich nicht informieren zu wollen.
Nein. Siehe oben. Jeder hat das Recht, faul zu sein. Faulheit alleine macht noch keine Steuerung.
"Das Geld" ist aber kein Akteur. Das ist wieder so eine angenehme Abkürzung, um sich das Leben und die Argumentation einfach zu machen. "Das Geld regiert". Ja? Wer ist denn das, dieses "Geld"? Alle Leute, die Geld haben, haben dieselbe Meinung und herrschen über das Heer der Mittellosen?
Windkraftkonzerne haben heutzutage nicht selten genauso viel Geld wie Atomkonzerne. Greenpeace hat Geld und kann mit diesem Geld Firmenbilanzen ins Wanken bringen. Die katholische Kirche hat Geld und Bill Gates hat Geld und übrigens, die Bundesregierung hat auch Geld. Ich hab auch Geld. Also wer regiert da jetzt genau wen?
"Lobbyisten" sind auch kein Teufelszeug an sich. Es ist im Grundgedanken völlig vertretbar und logisch, dass bestimmte Gruppen sich in eine Debatte einmischen und dafür Menschen vorschicken, um ihre Argumente zu erklären. Das machen Eltern und Lehrer und Schüler, wenn sie über irgend ein Schulthema streiten, und das machen halt auch Private Krankenkassen, Gesetzliche Krankenkassen, Apotheker, Ärzte und Krankenhäuser, wenn sie über Gesundheitspolitik streiten. Wie soll der Politiker denn sonst an Informationen kommen?
Ich gebe dir recht, dass es ein Problem ist, wenn bestimmte Gruppen mehr Geld für die Lobby-Arbeit zur Verfügung haben, als andere. Oder wenn Lobby-Arbeit nicht deutlich genug als solche ersichtlich ist, und korrupte oder ahnungslose Politiker sind von Lobbyisten ganze Gesetzespassagen zitieren lassen.
Aber auf der Basis solcher konkreten Probleme möchte ich dann auch bitte diskutieren.
Weil nur mit "Lobbyismus abschaffen" kommen wir halt nicht weiter. Wie wird denn dann Politik gemacht, wenn niemand mehr seine Interessen artikulieren darf? Dann entscheiden die Politiker einfach so in den luftleeren Raum hinein, aus dem Bauch raus, was sie halt gerade glauben? Bitte nicht.
Nachtrag: Übrigens, der Staat, der regelmäßig in allen Analysen unabhängiger Anti-Korruptions-Organisationen am besten abschneidet, ist Singapur. Da verdient der Premierminister umgerechnet 1,3 Millionen Euro im Jahr und sämtliche Minister verdienen 700.000 Euro im Jahr. Damit sind sie dann in der Tat von sämtlichen Korruptionsversuchungen unabhängig, was wundersamerweise zu funktionieren scheint.
Frau Merkel verdient 200.000 Euro im Jahr. Vielleicht sollten wir einfach mal das Gehalt des Bundeskanzlers versechsfachen?
Komischerweise wird da sicherlich niemand zustimmen.
Alter, da seziert der mir nen Text, wenn ich ne halbe Flasche Gin intus habe :donk
Ich arbeite das morgen ab, ok? :lach
@ Orchid
Ich gebe Dir diesen letzten Rat: Mach das nicht! Du kannst diese Leute aus ihrem kollektiven Wachschlaf nicht wecken. Wer bis hierhin nichts begriffen hat, der will die Matrix. Das muss man respektieren. Fuer einige Menschen waere die Realitaet einfach zu erschuetternd, als das sie ihr bequemes Weltbild dafuer opfern wuerden. Lass sie glauben, woran sie glauben wollen und ziehe Deine Konsequenzen daraus. Meine Konsequenz ist mir schon seit laengerem klar. ;)
@ Admins
Danke fuer Eure Freizeit, die Ihr hier ins Forum gesteckt habt. Selbst bei aller Meinungsverschiedenheit habe ich das immer respektiert.
Bitte loescht meinen Zugangsaccount. :wink
Anhang 13766
Bei den Nebenverdiensten bin ich voll bei dir aber die Vorträge sind meiner Meinung nach in Ordnung, sofern es sich um deren Fachgebiet handelt und sich im politischen Handlungsfeld jener befindet. Allerdings sollte die Entlohnung dafür dann dem Staat gezahlt werden und nicht dem Referenten der diesen Vortrag hält, da es dann eine Leistung ist die vom Staat verlangt wurde :) wahrscheinlich würden dies dann weniger Personen machen^^
http://maehrholz.net/rede-von-lars-m...in-09-06-2014/Zitat:
Rede von Lars Mährholz Berlin 09.06.2014
Hallo ihr Lieben,
was ist los auf unserer Welt? Das kann doch alles nicht wahr sein! Seit Monaten treffen sich ganz normale Menschen in über 80 Städten in ganz Deutschland und in einigen anderen europäischen Ländern. Es werden wohl so ca. 25.000 Menschen sein, die jeden Montag auf der Straße stehen – und das allein nur im Rahmen unserer Mahnwachen! Millionen Menschen auf der ganzen Welt stehen auf der Straße! Sie demonstrieren für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit! In Spanien, in Brasilien selbst in den USA gehen die Menschen auf die Straße, und in vielen weiteren Ländern, so z.B. auch im Rahmen des Arabischen Frühlings!
Um so erschreckender finde ich es, dass wir noch immer von einigen so beschossen werden, so dass ich den Menschen, die sich, ich muss leider sagen „trauen“, auf diese Bühne zu kommen, neben meinem Dank und dem Dank der Teilnehmer unserer Mahnwachen, zu denen sie sprechen oder für die sie singen, auch unseren Respekt für ihre Courage aussprechen muss!
Wir werden weiterhin von Teilen der Parteien und Medien aufs Schlimmste verleumdet und diffamiert. Durch boshafte Lügen und ganz miese Berichterstattung wird versucht, das im Grundgesetz verankerte Recht auf freie Meinungsäußerung im Keim zu ersticken! Aber nicht mit uns!
Wir werden hier so lange stehen, bis ihr euch ändert! Bis sich die Welt ändert!
Nun aber zum eigentlichen Thema meiner heutigen Rede, ein Thema welches mich bis vor 3-4 Monaten nicht wirklich Interessiert hat, weil ich der festen Überzeugung war, dass es ihn überhaupt nicht mehr gibt! Aber seit Wochen geht es um nichts anderes mehr! Ich wollte darüber so nie reden, aber nun gut, reden wir mal über
FASCHISMUS!
Fangen wir da beim Kleinen an und gehen ins ganz Große…
Liebe Jutta, wir die wir hier auf der Straße für Frieden stehen, sind eine Minderheit! Leider! Aber schauen wir doch mal auf diese Minderheit – und auf den Umgang mit ihr! Was wird hier gerade mit uns gemacht? Liebe Jutta, du und deine Anhänger sind es, die seit Monaten JAGD AUF EINE MINDERHEIT MACHEN! Die im Internet dazu aufrufen, diese Minderheit auszuspionieren, Informationen über sie zusammenzutragen, um dann daraus die wirkungsvollsten Lügen, Verleumdungen und Anschuldigung zu erfinden!
Weder ich noch jemand anderes auf der Bühne in Berlin, oder jemand in den anderen Städten hat meines Wissens nach gegen eine Gruppe Menschen gehetzt! Ganz anders als du und deine Gefolgsleute gegen uns, gegen uns alle! Dieses Verhalten macht mir Angst! Unglaublich! Merkt ihr eigentlich, was ihr da gerade tut? Wie definiert man so etwas?
Du behauptest von dir, dass Sprache „dein Werkzeug“ sei. Wenn dem so ist solltest du das wissen, was ich selbst seit ein paar Wochen erst mühsam lerne, nämlich dass dieses Werkzeug einen sehr präzisen Umgang erfordert. Einen verantwortungsvollen Umgang, den du in deinem Bemühen um eine – wie hast du es doch gleich genannt – „Mischung aus Provokation und Aufklärung“ nicht einmal ansatzweise an den Tag legst. Du missbrauchst das Werkzeug „Sprache“ als Waffe gegen all jene, deren Meinungen von deiner eigenen abweichen. Und zwar auf eine Weise, die demnächst sogar ein Gericht beschäftigen wird. Das ist bestenfalls unseriös. Und ganz ehrlich? Es kommt mir auf fatale Weise bekannt vor, denn davon hab ich in der Geschichte schon gelesen! Du auch?
Aber gut, liebe Jutta, ganz ehrlich, du hast dich durch dein eigenes unreflektiertes Verhalten den Menschen auf den Mahnwachen gegenüber selbst als ernstzunehmende Diskussionspartnerin disqualifiziert! Nur die armen Menschen, die du für deine Zwecke so billig missbrauchst und ausnutzt, tun mir wirklich leid! Aber schauen wir doch mal weiter.
Liebe FIFA und ihr Vertreter der Länder, die den Knebelvertrag mit diesem miesen Verein unterschreiben, schämt ihr euch nicht!? Staat und Unternehmen (auch wenn die FIFA ein Verein ist, denn das macht das alles eigentlich noch schlimmer) gehen Hand in Hand für ihren Profit! Ich hab echt nichts gegen Sport, und auch Fußball ist voll O.K. Das was die FIFA macht, hat nichts mehr mit Fußball zu tun! Es geht nur um Macht, um das Erhalten von Macht und den Ausbau von Macht und Reichtum!
Den Preis dafür entrichten in Brasilien Hunderttausende Menschen, die ZWANGSUMGESIEDELT wurden, es gibt bereits einige tote Demonstranten und sogar einige Opfer, die beim Bau der Stadien ums Leben kamen! Da muss man gar nicht erst über die Lebensbedingungen der Menschen in den Slums und der Hunderte wenn nicht Tausende von Armuts- und Gewaltopfern jedes Jahr In Brasilien reden! Jeder der Fragen zu FIFA und ihren kriminellen Strukturen hat, sollte sich ganz dringend mal die letzte Folge der Anstalt anschauen! Aber Achtung! Das ist trotz der Art der Darbietung keine Satire, obwohl es hier im Land offenbar tatsächlich einer Satiresendung vorbehalten bleibt, die Bürger mit den unbequemen Wahrheiten zu konfrontieren, welche die offiziell dafür zuständigen Massenmedien lieber unter den Tisch fallen lassen!
In diesem Zusammenhang: Kann sich noch jemand an die Berichterstattung aus Sotschi erinnern, in der unsere Mainstreammedien sich über Zustände in der Ukraine ausließen? Denkt doch bitte mal ein paar Monate zurück, stellt Vergleiche an, denkt daran, was dort kurz darauf geschah – und in der Ostukraine noch immer geschieht – und stellt euch selbst ein paar Fragen!
Aber zurück zur FIFA: In Bezug auf die FIFA bedeutet das, dass dort Personen in diesem Verein arbeiten, die eher ins Gefängnis gehören, als in einen Vorstand!
Ich rufe jeden Nationalspieler mit Gewissen auf, dieser Weltmeisterschaft fern zu bleiben! Ihr könntet ein Zeichen an die ganze Welt senden! Ein Zeichen, das jeder sehen und verstehen würde! Ich verspreche euch, ihr würdet von Hunderttausenden wenn nicht Millionen Menschen auf der ganzen Welt gefeiert werden wie Helden! Millionen Euro genug habt ihr doch, um auf die nächsten Millionen verzichten zu können! Trefft eine Entscheidung mit dem Gewissen, dem Herzen – nicht mit dem Portemonnaie!
Kommen wir zurück zum eigentlichen Thema. Ich frage euch, wie nennen wir jetzt diesen Zustand? Wenn Staat und Konzerne auf Kosten der Bevölkerung eines Landes agieren? Aber auch das ist nur eine Stufe im System! Schauen wir doch noch weiter!
Liebe Deutsche Bundesregierung, ich glaube echt mein Schwein pfeift! Ich habe so die Schnauze voll! Die momentane Politik ist eine SCHANDE FÜR DEUTSCHLAND, FÜR EUROPA UND DIE WELT! Die USA macht WIEDER Geschäfte mit Faschisten in Europa! GEHT ES NOCH?! Auch das kennen wir aus der Geschichte! Hat denn hier keiner etwas gelernt? Und unsere deutsche Bundesregierung hofiert die Faschisten und deren Kollaborateure in Übersee! Wieso?
Wie kann das sein? Wie kann es sein, dass Millionen Deutsche und die Kanzlerin abgehört werden und nichts passiert? Ich glaube, ich habe Angst vor der Antwort! Ich bekomme Angst vor Euch! Angst vor der Regierung, die dieses Volk vertreten sollte!
Hat der Schreihals hier hinter uns auf dem Pariser Platz etwa Recht? Ich meine, seit Wochen schreit er mehr meinen Namen als alles andere. Aber was ist los mit euch? In wessen Auftrag trefft ihr all diese Entscheidungen? TTIP, TISA, FATCA, UKRAINE, AUSLANDSEINSÄTZE, WAFFENEXPORTE und euren ganzen weiteren verlogenen Scheiß! Entschuldigung! Aber das passiert nicht im Namen der Bürger dieses Landes! In der Ukraine sterben Hunderte wenn nicht Tausende Menschen, ich lese was von Streubomben, lese Berichte über Odessa und noch viel mehr! Ich vertraue euch nicht mehr! Ich möchte nicht einen Cent meiner Steuern mehr in EURE Kriege investieren! Wovor habt ihr solche Angst? Zu enden wie J.F.K., Herrhausen, Barschel, Rohwedder und viele weitere! Tut endlich etwas für „eure“ Wähler, euren Souverän, und ihr hab 80 Millionen Bodyguards!
So, nun kommen wir doch so langsam auf eine Ebene, wo das ganze spannend wird – eine Stufe haben wir aber noch vor uns!
Liebe Banken und liebe Regierungen dieser Welt, geht es euch noch gut? Ihr müsstet doch spätestens in den letzten hundert Jahren mitbekommen haben, dass das System, welches ihr euch hier für diesen Planeten und uns Menschen ausgedacht habt, nicht funktioniert! Zumindest nicht für eine Mehrheit auf unserer Erde! 95% der Menschheit geht es schlechter als uns hier! Alleine das sollte schon Grund genug sein, dieses System in Frage zu stellen! Aber dieser Zustand ist noch nicht mal das Schlimmste. Es kommt noch viel dicker.
Alle Banker und alle Regierungen wissen, dass die Staatsschulden NIEMALS, ich wiederhole gerne NIEMALS zurückgezahlt werden können! Fragt ehrliche Mathematiker, ehrliche Ökonomen und alle werden euch dieselbe Antwort geben! Durch exponentielles Wachstum sind die Schulden so groß, dass Länder Grund und Boden, eigene Betriebe und anderen Staatsbesitz an Banken verlieren, weil sie ihre Raten nicht mehr bedienen können! Raten aus Fiat-Money Krediten! Banken leihen Staaten Einsen und Nullen und bekommen am Ende die ganzen Staaten! Das konnte man lange Zeit als Normalbürger nicht durchschauen, das ist erst jetzt möglich aufgrund des Informationszeitalters! Nun aber sind das Wissen und das daraus resultierende Bewusstsein sowie deren Auswirkungen nicht mehr so leicht zu kontrollieren wie über Hunderte von Jahren! Und was glaubt ihr, schauen die Bürger der Länder dieser Welt weiterhin tatenlos zu, wenn ihr ihnen ihre Länder klaut und ihre Existenzgrundlagen immer weiter beschneidet? Dieses System ist der größte Betrug in der Geschichte der Menschheit! Und die Menschen werden sich erheben, denn die Wahrheit wird immer siegen!
Ich möchte gar nicht wissen, wie ein System heißt, welches von Banken kontrolliert wird. Leben wir mittlerweile in einer Banken-Diktatur oder vielleicht sogar in einem Banken-Faschismus?
So, das sollte heute zum Thema Faschismus genug sein, und jeder der angesprochenen Punkte sollte Millionen Menschen in jedem Land dieser Erde auf die Straße treiben! Das ist kein lokales Problem, sondern ein Globales! Ich möchte hier noch einmal klar und deutlich betonen, dass es nicht um Personen oder Religionen geht! Es geht auch nicht um Bestrafung! Es geht um eine Änderung des Systems zum Nutzen aller Menschen auf diesem Planeten! Ich wünsche allen aktuellen Politikern und Bankern und auch Jutta einen wundervollen Ruhestand und viel Spaß – an welchem Strand auch immer!
Ihr lieben Menschen, das sind alles keine Neuigkeiten, und ich könnte die Liste beliebig verlängern. Gründe, um auf die Straße zu gehen, gibt es Dutzende wenn nicht Hunderte! Traut euch, bitte! Traut euch für eure Kinder für eure Enkel! Wer die Wahrheit kennt und nichts tut ist ein Verbrecher (der Spruch ist nicht von mir) aber er stimmt so was von! Und ihr Lieben, ihr wisst viel über viele Lügen in der jüngeren und älteren Geschichte! LÜGEN über Kriege wie Irak, Afghanistan, Syrien aktuell die Ukraine, Lügen über Terroranschläge, Lügen von Politikern, Lügen von Medien, Lügen von Konzernen, Lügen ach von so vielen Menschen, die Macht haben und sie so schändlich missbrauchen!
Ihr Lieben, die ihr das jetzt auf YouTube seht oder die Rede im Internet nachlest, was braucht ihr noch? Reichen all die Gründe nicht? Hunderttausende von Menschen sterben jedes Jahr auf Grundlage von diesen Lügen und der Tatsache, dass die „normalen Menschen“ und die Natur den großen Konzernen und Politikern dieser Welt scheiß egal sind! Nur weil ihr es meistens nicht direkt mitbekommt, außer ein Pharmakonzern wirft mal wieder so etwas wie Contergan auf den Markt, ein Atomkraftwerk fliegt in die Luft, eine Ölplattform versinkt im Meer oder ihr seht Kriege im TV! Was wollt ihr diesem System noch alles durchgehen lassen, bis ihr ihm nicht mehr traut? Wo ist eure Grenze des Vertretbaren?
Eins sage ich euch, meine ist überschritten! Wir sind alle Menschen und deshalb wollen wir alle Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit. Und deshalb müssen alle Menschen zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit gemeinsam auf die Straße gehen! Lasst uns dem Rest der Welt zeigen, dass er uns nicht egal ist! Lasst uns aus Deutschland eine Weller der globalen Veränderungen bewirken! Wir können für viele Menschen auf der Welt ein Vorbild sein! Lasst es eine Bewegung sein, die den ganzen Planeten überrollen wird!
Eine Bewegung für die Rechte aller Menschen dieser Erde!
Lars Mährholz
Manchen Leuten sitzt das "Faschismus" ziemlich locker. Die Banken sind sicher einiges, aber sicher nicht faschistisch...
Immerhin erfrischend dass mal nicht gegen das Weltjudentum gegeifert wird.
Banken und Kapitalismus hat Lars Mährholz nicht begriffen. Der real existierende Kapitalismus 1950-1980 hat die höchsten realen Wohlstandgewinne der Geschichte und eine Veränderung der Reichstumsverteilung zugunsten der unteren 95% der Bevölkerung bewirkt. Das geschah in einem Umfeld mit privatwirtschaftlicher Geldschöpfung und teils erheblichen Staatsschulden, aber das war alles kein Problem. Das nominale Wachstum war hoch genug um näherungsweise Vollbeschäftigung zu ermöglichen und die Banken waren stark reguliert, sodass sie kaum eine andere Wahl hatten, als Kredite für produktive Zwecke zu schöpfen.
Nimmt mich wunder wie ihr tönt, wenn ihr eines tages nichts mehr zu essen habt. Aber die hippies spinnen ja nur rum.
Nehmt weiter eure blauen pillen, und bleibt zufrieden. Ist ja nur die welt um uns herum, die in trümmern liegt.
Ehrlich, ich wünsch mir beinahe, dass das ganze chaos so bald wie möglich über uns herein bricht. Nur damit ihr noch miterlebt, was ihr hier die ganze zeit verteidigt.
Ich weiß immer noch nicht genau, wo du deine Überzeugung hernimmst, dass ich oder andere "zufrieden" sind. Mir sind nach wie vor Leute, die sich über konkrete Probleme aufregen, und konkret versuchen, Kleinigkeiten zu ändern, deutlich lieber als Leute, die die ganze Welt am Abgrund sehen, und deswegen den großen Wurf ankündigen, aber letztlich genau gar nichts machen. Der Große Wurf klingt halt nur immer besser, als sich mit Detailfragen abzutun. Hände in die Hüften stemmen, Finger in die Höhe und große Reden halten sieht einfach viel stilvoller aus, als Ärmel hochzukrempeln und im Dreck zu wühlen.
Ich finde, wir haben aktuell schon genug Chaos, das man angehen könnte.
Ich mag das Chaos.
Du magst auch riskante Aktienkäufe, die gnadenlos schiefgehen. :D :p
Der real existierende Kapitalismus :love
Eigentlich hat wisthler doch ein ganz gutes Händchen mit seinen Zockwerten :gruebel
Das Chaos hat vermutlich bereits begonnen. Deutschlands Lohnpolitik zwingt die Eurozone in die Deflation. Es herrscht Massenarbeitslosigkeit und wegen der Deflation hat die EZB kaum Möglichkeiten etwas dagegen zu tun. Wenn die Masseneinkommen nicht steigen investieren Unternehmen auch nicht bei Nullzinsen. Wenn man die Instabilität des System reduzieren will muss man die Ungleichheit minimieren. Für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung müssen die nominalen Stundenlöhne mit nicht deutlich weniger als 5% jährlich wachsen, in Deutschland sogar mit mehr als 5%. Gelingt es nicht dies zu Erreichen hat man es bald mit echten Faschisten zu tun. Griechenland und die Ukraine sind da nur die Spitze des Eisbergs. :ohnein
Die frage ist halt, was wir ausser dem kapitalismus für alternativen haben? Das wertesystem muss sich einfach grundlegend ändern. Am einfachste wärs wohl, das geld würde von einem tag auf den anderen wertlos.
Nur dieses system, wo jeder mit viel geld bestimmen kann, wie er grad lustig ist (nein louis, du bist ganz sicher nicht gemeint ;) ), darf nicht weiter existieren.
Aber wie heisst es so schön: "satt geht nicht auf die strasse."
Und deshalb brauchen wir den zusammenbruch, damit endlich mal was passiert. Letztendlich wird auch der letzte snob merken, dass er sein geld nicht fressen kann. Unser problem ist, und das mein ich jetzt wirklich ernst, dass es uns in dem ganzen chaos um uns herum noch zu gut geht.
Es braucht keine Alternative zum Kapitalismus im weiteren Sinne, es braucht lediglich eine bessere Ausgestaltung des Kapitalismus. Nur weil eine demokratisch gewählt Regierung Mist baut ist Demokratie nicht automatisch Mist. :nana
Grundlegend vielleicht nicht. Aber als nach dem zweiten Weltkrieg die alten Eliten in England und den USA ihre wirtschaftliche Macht verloren ging das auch Hand in Hand mit dem Verständnis, dass große Einkommensungleichheit unanständig sei. Seit Ende der 1970er gibt es jedoch wieder eine Entwicklung in die umgekehrte Richtung. Da fallen gerade in der jüngeren Vergangenheit so manche Hemmungen:
http://www.flassbeck-economics.de/au...nirgends-halt/Zitat:
Zur Beantwortung der Frage, wieso sich die Präsidenten von der allgemeinen Einkommensentwicklung und von der Entwicklung der Einkommen der Professoren abkoppeln konnte, konzentriert sich die Studie von Erwin und Wood auf die Entwicklung an den Universitäten, bei denen die Präsidentengehälter am stärksten gewachsen sind: Was ist an den 25 Universitäten passiert, die bei der Inflation der Präsidentengehälter Spitze waren? Die Forscher stellen fest, dass genau an diesen Universitäten, die also bei der Entlohnung ihrer Präsidenten im Vergleich zum Durchschnitt besonders großzügig waren, auch der Anteil der Lehrkräfte mit nur befristeten Verträgen besonders schnell gestiegen ist, sich dagegen die Mittel für Stipendien besonders schwach entwickelt haben.
Dieser Befund ist auch betriebswirtschaftlich absurd. Die Universität erlebt eine Verlangsamung des Wachstums ihrer Einnahmen. Gespart wird aber beim eigentlichen Produkt, der Bildung, indem man die Professoren zu Teilzeit-MacDonalds-Professoren degradiert, womit eine Verbesserung der Qualität der Studentenausbildung wohl kaum zu erwarten ist.
Das trifft die Falschen. Inbesondere gilt, dass in der Regel die vermögendsten Menschen auch die höchsten Schulden haben. Wer bereits große Vermögen besitzt ist kreditwürdig und kann Kreditaufnahme als Hebel nutzen um noch reicher zu werden. Eine Währungsreform, wie du sie skizzierst, trifft vor allem den Mittelstand. Die Unterschicht hat nichts zu verlieren und die Oberschicht weiß ihren Besitz zu retten.
:japan
Das ist nicht gerade demokratiekonform und behindert auch den markwirtschaftlichen Wettbewerb. Man sollte nicht versuchen ins andere Extrem abzudriften, aber eine Reduktion der Einkommensungleichheit ist schon essentiel.
Ein Zusammenbruch ist nicht notwendig. In China wachsen die Löhne schneller als das BIP und eine aggressive Mindestlohnpolitik leistet dazu seinen Beitrag. In der EU könnte man mit einer ähnlichen Politik die Masseneinkommen stärken. Das mindert allerdings die relative wirtschaftliche Macht der bisherigen Eliten. Insofern ist es nicht ganz einfach demokratische Mehrheiten dafür zu organisieren.
Ein größeres Problem könnte entstehen, wenn es uns mal nicht mehr "zu gut" geht und es zu chaotischen Zuständen wie heute in Griechenland und der Ukraine oder im Deutschland der 1930er kommt. Veränderung ist kein Garant für Verbesserung, oft bedeutet es Verschlechterung. :hahm
Nenn mir doch mal ein land, in dem es noch eine gesunde mittelschicht gibt. Sicher gibt es ein paar verstreute, aber ist es nicht vielmehr so, dass man nur noch arbeiten geht, um gerade mal noch seinen unterhalt finanzieren zu können? Gibt es noch jungfamilien, die gut mit ihrem einkommen auskommen? Gibt es noch die leute die sagen können, dass sie auch mal nen monat nicht arbeiten müssten? Das problem ist, dass ausser den reichen sehr, sehr vielen menschen das einkommen gerade mal so zum leben reicht. Was ist denn das für ein system, in dem du nur existierst, damit du für irgendwelche grossfirmen arbeitest? Oder einen gründungskredit bei einer bank zurück zahlen musst, weil du dich selbständig gemacht hast? Du lebst nur noch um zu arbeiten, damit du nicht verhungerst. Und der witz ist ja, es gibt immer mehr geld. Aber die armut immer grösser, während die reichen immer reicher werden. Und das IST das problem des kapitalismus.
Aus dem staatsbankrott griechenlands haben nur wieder die banken profitiert, während das land selber trotz milliardenhilfe nicht aus dem pott kommt. Ein pures spekulationsgeschäft auf kosten der griechischen bevölkerung. Was hat island gemacht, als es zahlungsunfähig wurde? Es liess die banken fallen. Mittlerweile steht das land EIGENSTÄNDIG konsolidiert da, und gilt als musterbeispiel der kriesenlösung. Aber hier bei uns ist man wieder nur daran interessiert, dass man diese ach so guten finanzinstitute ja nicht in die kriese kommen lässt - auf kosten der bürger.
Sag was du willst, aber das ist diebstal.
Und nein, es gibt keinen guten kapitalismus.
Was du sagst, von wegen wenn es uns mal schlecht geht, dann wirds wirklich schlimm... Mach die augen auf, die welt ist ein trümmerhaufen. Grosse teile in der Eu haben ne riesen arbeitslosigkeit, in der ukraine ist der krieg zum greifen nah. In afrika und südamerika verhungern die mensch zu tausenden. In asien werden menschenrechte mit füssen getreten. Überall auf der welt wird flora, fauna und boden wegen der unstillbaren gier nach rohstoffen vernichtet. Wir produzieren nahrung um damit zu spekulieren, und sie danach zu vernichten. Wir respektieren nicht mehr das leben der anderen. Worauf will man da noch warten? Bis man selber in der klemme steckt? Was ist daran falsch sich zu empören, wenn es ANDEREN schlecht geht?
Darum gehts doch den träumenden hippies, dass man endlich aufhört so zu tun, als wäre nichts, den unangenehmen tatsachen ins gesicht schaut. Die ignoranz vieler leute frustriert mich echt, aber immerhin kannst so gut den spreu vom weizen trennen.
Btw, geht es nicht immer nur um kapital, vermögen und dividenden... Zuerst geht es immer um respekt und leben. Und auf der basis kommst du mit einem finanzheini nie auf einen nenner, weil anstand und gerechtigkeit in seinem business nicht existieren.
Alle aus meiner Familie und Verwandschaft. Wenn ich meinen Benzler Kumpel, den Kronimusmitarbeiter und Zöllner mitzähle auch die. (alle keine Führungskräfte) Mag sein dass dies in anderen Gebieten anders ist, aber in Süddeutschland kann man schon ganz gut leben ohne gleich am Hungertuch zu nagen. Trotzdem kam man natürlich noch vieles verbessern, das steht außer Frage.
Nach meinem Eindruck sind aber auch hier im Süden die Reallöhne nicht besonders gut gelaufen die letzten Jahrzehnte. Und ich prophezeie, dass wir in den nächsten 5-10 Jahren durch die anlaufende Immobilienblase + Mietpreisexplosion (Danke, Euro) deutliche Lebensstandardverluste spüren werden, auch oder gerade im Süden, wo die Lage ja am stärksten aus dem Ruder läuft. Bleibt halt nicht mehr so viel über für anderes, wenn man nach einem Umzug plötzlich paar hundert Kröten mehr auf den Tisch legen muss pro Monat. Oder wenn der vermeintliche Niedrigzinskredit einen variablen Zinssatz hat und irgendwann die Zinsen steigen. Oder der Kredit mit festen Zins irgendwann ausläuft.
Ich rede ja nun seit paar Jahren davon, dass wir hier eine Blasenbildung haben. Das wurde lange verleugnet, aber ab und an wird nun auch in den großen Zeitungen vor einer Blase "gewarnt". Wie auch immer.
Andererseits, orchid, ich habe keine Ahnung, in welchem Land es besser gehen sollte als in der Schweiz. Wenn Deutschland so ein Wohlstandsniveau hätte wie ihr...das wäre ein Traum.
Ich beklage mich nicht, dass es uns in der schweiz schlecht geht. Ich beklage das elend um uns herum. Und ich beklage die unfähigkeit der leute, der wahrheit mal ins auge zu blicken.
Noch gibt es sie in vielen Ländern der westlichen Welt, aber der Druck auf sie nimmt zu. In China wiederum wächst eine neue Mittelschicht heran.
Du siehst das zu pessimistisch. Der Lebensstandard der meisten Menschen hat heute einen historischen Höchststand erreicht, oder ist von diesem nur vergleichsweise wenig gefallen. Das Problem ist im Wesentlichen nicht, dass der Lebensstandard groß gesunken ist, sondern dass existierender Spielraum zur Verbesserung der Lebenverhältnisse nicht genutzt wurde.
Wird sie das? Ich habe eher den Eindruck, dass die (absolute) Armut konstant bleibt, obwohl die Zahl der Menschen immer noch ansteigt. Das ist im historischen Vergleich nicht so schlimm, lediglich unsere Sensibilität hat zugenommen. Trotzdem gibt es Stagnation und Absinken der Realeinkommen in der Unterschicht in Deutschland(Der kommende Mindestlohn könnte hier Milderung bewirken) und seit Ausbruch der Eurokrise und der folgenden Austerität gibt es in weiten Teilen Europas erhebliche Problem.
Es ist objektiv so, dass die oben ~5% der Einkommensverteilung ihren Anteil am gemeinsam erwirtschaften Wohlstand in den letzen Jahrzehnten erheblich erhöht haben. Aber das war nicht immer so, es lassen sich im 20. Jahrhundert Gegenbeispiele in einem Maße finden, das es zu berücksichtigt werden muss.
Bitte definiere mir mal Kapitalismus. War das Wirtschaftsystem der westlichen Staaten im Währungsystem von Bretton Woods Kapitalismus? War das Wirtschaftsystem Japans der 1980er Kapitalismus? Ist das Wirtschaftsystem des heutigen Chinas Kapitalismus? War das Wirtschaftsystem der skandinavischen Staaten Kapitalismus? Es lassen sich diversere Fälle finden, in denen sich die materielle Situation der unteren 95% der Bevölkerung stärker verbessert hat als die der oberen 5%.
Das ist ein idiotisch konstruiertes Finanzsystem. Wobei Milliardenhilfe ein Euphemismus ist. Geholfen hat es Griechenland offenbar nicht.
Das ist das Ergebnis von Deutschlands neoklassisch motivierter Lohnpolitik, die große Teile Europas zwingt seine Arbeitskosten massiv zu senken. Zusammen mit restriktive Fiskalpoltik ist das wirtschaftpolitischer Selbstmord. Das ist ein Resultat des deutschen Sparwahns, nicht des Kapitalismus.
Dort liegen die Ursachen ähnlich. Die Währung der Ukraine war durch Währungspekulationen überbewertet. Deswegen mangelte es an Wettbewerbsfähigkeit. Die Arbeitslosigkeit steigt und so ein ökomisches Chaos destabilisiert ein Land.
Auch in Afrika gibt es in letzer Zeit nicht wenige Beispiele einer ökomischen Gesundung.
In Europa hingegen scheint der Raubbau an der Natur stark abgenommen zu haben. Luftqualität und Wasserqualität haben in den letzen Jahrzehnten zu genommen.
Gab es denn einen Zeitpunkt, zu dem wir das Leben anderer mehr respektiert haben als heute? Der Einsatz tödlicher Gewalt gegen Menschen nimmt doch seit Jahrzehnten ab. :gruebel
Es mag im Finanzkasino einige folgenschwere Entkopplungen von der Realitität geben, aber allen "Finanzheinis" den Anstand abzusprechen geht doch etwas weit. Es soll sogar Investmentbanker geben, die für eine intakte Umwelt, ein menschliches Miteinander und Vieles weitere eintreten.
Es heißt die Wahrheit sei die Erfindung eines Lügners. Die Realität, in der wir leben, ist komplex. Sie in angemessener Näherung zu verstehen ist eine schwierige und aufwändige Aufgabe. Daran kann man scheitern. Auch scheitern kann daran, dass der Einzelne in der Regel zu wenig Einfluss hat, um effektive Verbesserungen durchzusetzen. Das ist schon in der kleinen Schweiz schwierig. In einer Welt von 7 Milliarden Menschen in etwa 200 Staaten ist es nicht einfacher. :hahm
Dann mach was dagegen. Ich halte es da mit Louis, anderen immer den Zeigefinger ins Gesicht drücken und dann sich wieder bequem auf den Arsch zu setzen ist die jämmerlichste Variante.
Und natürlich wird in den nächsten Jahren wieder gewaltig knallen, Blasen (egal ob Immobilien, Börse usw.) bilden sich doch in schöner Regelmäßigkeit.
In fast sämtlichen Schwellenländern weltweit hast du aktuell eine Mittelschicht, der es durch den wirtschaftlichen Aufschwung hervorragend geht. Die verdienen mit ihrer Arbeit weitaus mehr, als "gerade mal ihren Unterhalt finanzieren zu können".
Die vietnamesische Mittelschicht zum Beispiel lebt in Saus und Braus, leidet aber unter den erbärmlichen Umweltbedingungen, den fehlenden staatlichen Regeln und damit verbundenen Sicherheiten und einem miesen Gesundheitssystem. Die würden alles dafür tun, dass sie in Deutschland leben könnten, mit seinen sauberen Flüssen und Behörden, die alles zehn Mal überprüfen, bevor sie es legalisieren, und Polizisten, Ärzten und Beamten, die kein Schmiergeld verlangen. Genau genommen tun genau das sogar sehr viele: Die Zahl der Auswanderer aus China und vielen anderen asiatischen Schwellenländern hat massiv zugenommen. Irgendwas scheinen diese "westlichen Länder" also richtig zu machen.
Aber was Jobs angeht... du kannst einen vietnamesischen Abteilungsleiter, Büro-Angestellten oder Taxi-Fahrer nicht damit schockieren, dass du ihn entlässt. Sucht er sich halt was neues - gibt's genug Jobs. Das ist, ganz offen gesagt, eine Sichtweise, die mich auch nach Jahren hier immer noch verblüfft. Die eigene Arbeitsbiographie wird in diesen Ländern völlig anders geplant, nämlich im Bewusstsein: Es wird dich immer irgend jemand nehmen, und von Zeit zu Zeit muss man einfach mal den Arbeitgeber wechseln.
Das wiederum finde ich jämmerlich. Was will man denn machen, wenn einem die Leute schon nicht einmal mal zuhören und glauben, alles sei sei fantastisch?
@Louis
Mir fehlt da aber ein wesentlicher Aspekt: Die Größe der Mittelschicht. Ich vermute mal, dass die in Saus und Braus lebende vietnamesische Mittelschicht weit kleiner ist als die 2/3 der Bevölkerung, die zu Zeiten der "nivellierten Mittelstandsgesellschaft" mal als Mittelschicht in Deutschland gezählt wurden.
Wer was ändern will (gerade in dem Ausmaß) muss kämpfen und den Arsch hoch kriegen, einfach war das nie sonst würde es jeder machen. Und ich bin mir ziemlich sicher dass die meisten nicht denken alles ist fantastisch, nur sind die funktionierenden Alternativen eben begrenzt und die Gewohnheit setzt ein.
So wie ich das verstanden habe hat Orchid in seinem Leben und seinen Möglichkeiten Veränderungen geschaffen.
Allerdings denke ich auch das ewige kritisierten (ist ja nichts neues was kritisiert wird das haben wir auch schon in meiner Jugend und bestimmt auch in tanks) bringt nur dan etwas wenn man alternativen hat und natürlich anpackt. Frei oder ziemlich genau nach dem motto "wer die welt verändern will muss bei sich selber anfangen"
Genau die versuchte banalisierung der offensichtlichen Probleme ist eine riesen Schweinerei. An der Stelle wäre es für mich unendlich weniger frustrierend, die Probleme der Welt einem Sack Reis zu erzählen.
Nur weil du behauptest, das das hier :sofa eine Palme ist, bleibt es trotzdem ein Sofa.
Das berühmte Sprichwort "wenn man eine Lüge lange genug wiederholt, wird sie zur Wahrheit" ist falsch, denn vor der absoluten Wahrheit kann sich niemand verstecken. Nue gewisse Leute sind einfach zu bequem, sie zu akzeptieren, da es ihr gesamtes Weltbild zerstören würde, z.B. 9/11.
Aber bitte, fresst weiter die blauen Pillen, verteidigt die Verbrecher und träumt den Traum des guten Lebens. Früher oder später holt die realität jeden ein. Ich für meinen Teil will dann nicht sagen müssen, dass ich nicht zumindest versucht habe, etwas dagegen zu tun.
Fizz, was ich dagegen tu? Ich stell mich auch im realen Leben hin, und steh zu meiner Meinung. Ich sympathisiere mit der Minderheit, genannt "Friedensbewegung", mit dem Wissen, dass ich von Leuten in meinem Direkten Umfeld belächelt werde. Wie von dir oder Louis. Oder meinen Eltern. Nur ist das für mich kein Grund, die Wahrheit zu ignorieren.
Natürlich ist es ausserhalb meiner Möglichkeiten, jemanden für die Sauerei am 11. September anzuklagen. Aber ich kann andere Leute zum nachdenken anregen. Ich kann nichts dagegen tun, dass die Artenvielfalt auf der Welt stirbt, aber ich kann aufhören, das Saatgut und Produkte dieser Gesellschaften zu kaufen. Ich kann nichts dagegen tun, dass Afrikaner verdursten, aber ich kann Hahnenwasser trinken, anstatt das Wasser von Nestlé zu kaufen. Und ja, ich kann mich auf meinen arsch setzten und mit meinem Finger auf Dich zeigen weil du zu faul oder ignorant bist, etwas gegen die Probleme zu tun.
:hadrian
Einen :hadrian von Gubbel, obwohl man den Kapitalismus abschaffen will... hart :lach