Den Schuldenschnitt für die Griechen haben schon ein paar Schlaue am Anfang vorgeschlagen.
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Den Schuldenschnitt für die Griechen haben schon ein paar Schlaue am Anfang vorgeschlagen.
Die italienischen Zinsen haben heute ein Hoch in der Euro-Ära erreicht. Die leichte Beruhigung an dieser Front, die nach dem Beginn des Anleihenkaufs durch die EZB vor einigen Wochen einsetzte, ist damit schon wieder Vergangenheit.
Der Knaller des Tages ist aber was anderes: Die Griechen werden über das letzte EU-Rettungspaket eine Volksabstimmung abhalten: http://www.faz.net/aktuell/griechenl...-11513564.html
Was wohl passieren wird, wenn die Griechen das Paket ablehnen? :snicker
Adolf ist auch wieder da. :hahm
http://www.politaia.org/wp-content/u.../merkel_ss.jpghttp://www.politaia.org/wp-content/u.../merkel_ss.jpg
Demosios
Kindynos
?
EZB senkt Leitzins auf 1,25 %. Inflation im Euroraum liegt 3 Prozent, währen die Bank daran gebunden ist, ein Inflationsziel von <=2 % anzusteuern. Extrem überraschend, dass das nicht mehr interessiert, sobald der Italiener das Ruder übernommen hat. :D
Jetzt wird's langsam bitterer Ernst. Es wird berichtet, dass Merkula unsere Goldreserven über die EZB an eine Zweckgesellschaft verpfänden will: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaf...-11518707.html
Wie kann man so unglaublich dumm sein? Das grenzt jetzt schon an Landesverrat. Bundestag hat nichts zu melden dazu...:donk:donk:donk
Heute ist die Kacke RICHTIG am dampfen. Italiens Anleihen sind kollabiert. Die Zinsen auf die Anleihen sind auf 7,5 % in der Spitze gestiegen, gestern waren es noch 6,7 %. Nur weil Berlusconi vielleicht irgendwann weg ist, ist noch gar kein Problem gelöst.
Es wird jetzt womöglich sehr schnell sehr eklig werden. In der internationalen Presse werden langsam auch die Kanonen aufgefahren. Im Daily Telegraph steht heute: "America and China must crush Germany into submission". Und in der Tat, man wird uns nun auf die ein oder andere Art und Weise ficken.
http://blogs.telegraph.co.uk/finance...to-submission/
:sz
Wenn es kracht dann eben richtig und auch America und China müssten eigentlich viel mehr bluten als Sie es aktuell schon machen.
Aber Shit happens, dann geht eben alles wieder von vorne los........
Meinem Ersparten weine ich ein bisschen hinterher, aber vielleicht gebe ich auch einfach in den nächsten Jahren also für Glückspiel, Alkohol und Nutten aus.
Wie momentan auch.
Ambrose Evans-Pritchard :roll
Die Zeile "XY must crush Germany into submission" hatte er wahrscheinlich seit Jahren über seinem Rechner kleben, in der Hoffnung auf Verwendung. Der gleiche Typ meint auch, dass die Amis sich in einer Aufwärtsbewegung befinden...
Das stimmt. Der hat schon immer einen anti-deutschen Einschlag. Das ist aber nicht das Problem. Das Problem ist, dass ich seine Position für repräsentativ für die amerikanische und englische Sicht auf die Situation halte. Das kann man auch überall verfolgen. Beim Economist, bei der Financial Times, die Geschichte ist eigentlich überall gleich, nämlich Deutschland möge doch endlich die Schecks unterschreiben und der EZB freie Handlung zugestehen, so wie es nämlich die Amis und Engländer tatsächlich selbst machen. Schuld an der Misere haben dann auch nicht etwa die Staaten, die in der Misere stecken, sondern D war eben einfach zu gut. Dafür muss nun bezahlt werden. Frei dem Motto, man hat Euch (Deutschen) zwar ne harte Währung versprochen, aber, ätschbätsch, war alles nur gelogen. Jetzt fresst mal ordentlich die Scheiße auf. :snicker
Naja, unsere Öffentlichkeit kapiert ja auch nicht, dass Exportweltmeister (bis auf Beschäftigung) nicht gerade positiv für uns ist.
Es geht nicht um die Exporte an sich, sondern darum, dass der Außenhandelsüberschuss immer mehr steigt, wir also viel weniger im- als exportieren. Nicht die Exporte sind die Quelle unseres Wachstums, sondern der stetig wachsende Überschuss. Im Umkehrschluss müssen andere Länder dann entsprechend hohe Außenhandelsdefizite fahren, unter'm Strich also auf Pump kaufen. Nach einer Weile kommt man dann eben genau in die Situation, in der wir jetzt sind, nämlich das Kapital aus Deutschland in diese Länder fließen muss, damit diese munter weiter unsere Waren kaufen können. Wenn Du so willst, bezahlen wir einen Teil unserer Exporte selbst. Das ganze ist einfach nur ein Nullsummenspiel, das wir aber in der Zwischenzeit auch schon mit Lohnzurückhaltung an breiter Front bezahlt haben.
Überleg mal, was wir im Tausch dafür bekommen. Meist sind es Fremdwährungs-Devisen. Durch unsere starke Exportkraft wertet unsere Währung dann langsam auf und andere Währungen ab. Damit verlieren diese Devisen an Wert (Im Euroraum sieht dies etwas anders aus). Vor allem zu DM-Zeiten haben wir dadurch viele Güter letztendlich ans Ausland verschenkt. Das war natürlich gut für die Beschäftigung, aber zeitweise so "gut", dass wir Gastarbeiter holen mussten.
War jetzt sehr kurz, hoffe es ist verständlich.
Wenn, dann wird's wohl darum gehen, die Exporte anzukurbeln. Bist Du sicher, dass die Preise niedriger sind als üblich?
Andere Preise sind ja zuletzt deutlich gestiegen. Selbst die Aldi-Nudeln sind 25 % teurer geworden. :hahm
Eine andere Grafik, über die ich eben gestolpert bin und ganz gut zeigt, wo der Schuh drückt:
Anhang 2907
Fast -12 %...autsch
Denke mal compensation im Sinne von "Entlohnung/Entgelt".
Das passt für deutschland. Aber in Spanien müsste sich das doch tendenziell in mehr Arbeitsplätzen auswirken. Dabei gibt es dort gerade bei den Jugendlichen eine hohe Arbeitslosigkeit. :gruebel
Keine Ahnung, ohne Quelle und genauere Beschreibung versuche ich erst gar nicht, da etwas reinzuinterpretieren.
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.:roll
Das nennt man eine erfolgreiche Rettung. 2 Tage Ruhe, und jetzt sind Frankreich, Spanien und Belgien dran. Auf ein neues.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...797960,00.html
Hab auch gerade auf die Zinsen geschaut. Italien über 7 %, Spanien 6,3 %, Belgien fast 5 %, Frankreich und Österreich zahlen mittlerweile fast 2 % mehr als wir. Man kann das nur so deuten, dass die internationalen Banken und sonstige Investoren gerade massiv aus diesen Anleihen aussteigen. Tja, wie gesagt, entweder die EZB fängt jetzt an, alles zu jedem Preis zu kaufen oder der ganze Laden geht in die Luft.
Für's Archiv, die denkwürdigen Aufschläge von heute:
Anhang 2924
Blow out sale! :wink
Es gab in den letzten paar Wochen noch eine weitere unerfreuliche Entwicklung: Deutschland ist nicht mehr so ganz der sichere Hafen. Amerikanische, britische, schwedische Anleihen haben die deutschen deutlich "outperformt", will heißen: für einen längeren Zeitraum hatten die genannten Länder höhere Zinsen zahlen müssen als wir, jedenfalls bei den 10-jährigen Anleihen. Das ist jetzt vorbei. Amerikaner und Schweden stehen bereits besser da als wir, und selbst die Briten, die Blasenwirtschaft schlecht hin, müssen nur noch minimal mehr zahlen als wir. Langsam wird also wohl auch für Deutschland das Risiko, dass wir irgendwann für alles haften müssen, eingepreist. Heute morgen ist ja schon einmal eine deutsche Anleihenauktion gescheitert. Zinsen sind gleich einmal massiv nach oben gegangen.
Und noch was: Spanische Zinsen sind jetzt fast so hoch wie italienische. Eine enorme Aufholjagd hat zudem ein anderes Land gestartet: Belgien, jetzt bei 5,5 % auf die 10-jährigen Zinsen. Die haben ja nun seit 1 1/2 Jahren keine gewählte Regierung mehr. Der letzte Versuch einer Regierungsbildung ist vor ein paar Tagen gescheitert. Ordentlich Schulden schleppen die ja auch mit sich rum. Es wird jeden Tag besser...
Neues aus der Gerüchteküche: Die sechs AAA-Staaten der Eurozone (Deutschland, Frankreich, Niederlande, Finnland, Österreich, Luxemburg) wollen zusammen Bonds auf den Markt bringen. Mal sehen, ob sich das materialisiert.
Jop habe ich auch gelesen.
Der Bund bekommt jetzt Geld dafür, wenn er einjährige Anleihen aufgibt. Die Rendite liegt bei -0,03 %. Ein Irrsinn.
Für was brauchen wir das ganze Geld eigentlich? Wäre es nicht viel klüger, komplett zu entschulden und dann nach und nach insolvente Nachbarländer aufzukaufen?
Das haben die Schweizer bereits seit Mitte August. Irgendwie wird es einem sehr unwohl, so etwas zu lesen.
Ganz interessante Lektüre zur Finanzkrise:
http://boingboing.net/2011/12/01/cha...d-naive-b.html
Subprime-Kredite wurden mit 7 Mal höheren Prämien belohnt.
Was genau meinst Du? Wir haben doch selbst Haushaltsdefizite und unsere alten Anleihen müssen auch ersetzt werden. Clever wäre es, jetzt besonders viele Anleihen über 10 und 30 Jahre aufzugeben. So niedrige Zinsen bekommen wir so schnell nicht wieder. Wir könnten uns jetzt für Jahrzehnte niedrige Zinslasten sichern, wenn wir clever wären...
Abgesehen davon, werden wir noch verdammt viel Kredite aufnehmen, um Europa zu retten. Die Stimmung ist schon überall ziemlich anti-deutsch.
S&P wird aller Voraussicht nach noch heute Abend den Ausblick für die sechs verbliebenen AAA-Staaten der Eurozone, und damit auch für Deutschland, auf negativ setzen. Das impliziert, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % ein Downgrade innerhalb der nächsten drei Monate stattfindet.
Das ging ja schneller als gedacht. :un
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:staatsschuldenkrise-s-p-warnt-deutschland-und-andere-euro-staaten-vor-aaa-verlust/60138682.html
Merkel scheint unterdessen, immer noch Kurs halten zu können mit Ihrem Nein zu Eurobonds und regulären EZB-Anleihenkäufen. Das sind jedenfalls die Ergebnisse des heutigen Treffens mit Sarkozy. Erstaunlich.
Das wird evtl. eher dazu führen, dass Europa die Gründung einer eigenen "unabhängigen" (:hmlol) Ratingagentur vorantreibt.
Eurobonds würden auch nur kurzfristig ruhe in die Märkte bringen. Längerfristig führt kein Weg daran vorbei, dass Griechenland und ein paar andere massiv Löhne und Renten kürzen. Das allerdings ist verständlicherweise politisch utopisch. Ich bin jedenfalls gespannt. Als Student habe ich zumindest kein Kapital, das ich verlieren könnte.
Die Berechnungen von S&P sind Blödsinn. Bei einem Zinssatz unter Inflationsrate sieht es doch blendend aus.