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Thema: Bundestagswahl 2013

  1. #1
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    Bundestagswahl 2013

    Noch gut drei Wochen, dann ist die Wahl. Es kommt einem allerdings so vor, als wäre sie noch vier Jahre entfernt. So mau war der Wahlkampf noch selten.

    Ich tippe seit vier Jahren auf eine große Koalition, aber die erstaunliche Schwäche von SPD und Grünen scheint nun sogar eine Neuauflage der jetzigen Koalition möglich machen zu können. Jedenfalls steht es in den Umfragen seit einiger Zeit genau auf der Kippe. Dabei hat die Regierung im Grunde vier Jahre lang wenig gemacht und gerade die FDP hat sich von den ersten Monaten der Legislaturperiode nie wieder erholen können.

    Die Piraten sind unterdessen irgendwie von der Bildfläche verschwinden. Die AfD wird wohl die meisten Protestwählerstimmen bekommen. Die Umfragen sehen sie zwar deutlich unter 5 %, aber ich könnte mir am Wahlabend eine Überraschung vorstellen. Das macht die Große Koalition dann allerdings unausweichlich.

    Wie sind Eure Prognosen? Ich hab mich noch nicht entschieden, was ich wählen werde. Mal gucken. Vielleicht auch nichts.

    Einige kennen's sicher schon. Es gibt einen neuen Wahl-O-Maten. Und den Spiegel-Kandidatencheck.

  2. #2
    Hear me roar! Avatar von Louis
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    Es gibt auch von der Süddeutschen den "Wahl-Thesentest", wo die SZ gezielt die Politiker selbst um Stellungnahmen gebeten hat, also versucht, ein Stimmungsbild der Parteien abseits der Wahlprogramme zu erstellen, mit denen man sich dann vergleichen kann.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/w...welt-1.1755119

  3. #3
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    Hast Du Wahlunterlagen bekommen?

  4. #4
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    Interessanter Test mit z.T. auch anderen Fragen. Im Ergebnis ist bei mir die Reihenfolge der Parteien bei diesem Test deutlich anders als bei den anderen beiden Tests. Es ist allerdings schade, dass eine ganze Menge von Parteien fehlen, u.a. die AfD, NPD und viele andere Kleinparteien. Finde ich dann immer etwas tendenziös...

  5. #5
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    Aktuelle Wahlprogramme zu vergleichen halte ich fuer brotlose Kunst. MMn erhaelt man ein repraesentativeres Ergebnis, wenn man sich Wahlprogramme von der letzten Legislaturperiode her nimmt und sie mit den tatsaechlichen Leistungen vergleicht. Freilich kann man dies nur fuer die etablierten Parteien tun.

    Ich habe seit der Agenda 2010 nicht mehr gewaehlt, weil es einfach keine Partei im Spektrum gab, der ich mit gutem Gewissen meine Stimme geben konnte. Dies hat sich jedoch nun geaendert. Ich werde mit grosser Ueberzeugung die AfD waehlen, da diese Partei meine politischen Ansichten zu nahezu 100% vertritt. Hinzu kommt, dass sich die Partei, insbesondere die Fuehrung, nicht aus Politikern zusammensetzt, sondern aus Oekonomen. Wenn man sich anschaut, wer diese Partei unterstuetzt und ihr beigetreten ist, dann liesst sich das wie das Who's Who der deutschen Oekonomieelite. Zudem bin ich seit Merkel's unsaeglichem Statement der Alternativlosigkeit umso mehr der Meinung, dass es eine Alternative geben muss. Wie Bernd Lucke richtig sagte: "Nichts ist wirklich alternativlos."
    Geändert von MΞSSIΛS (29.08.2013 um 16:36 Uhr)
    Es gibt Leute, die haben einen Horizont in Form eines Kreises mit dem Radius Null,
    und diesen nennen sie dann ihren Standpunkt.

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  6. #6
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    Ohne jetzt fatalistisch sein zu wollen, aber jede Stimme für den AfD dürfte eine Stimme für die große Koalition sein. Derzeit ist sicher nicht alles gut, aber besser dürfte es bei einer großen Koalition nicht werden.
    Damit haben allerdings alle Minderheitenanliegen zunächst einen schweren Stand - für Akteure, die sich bei der Mehrheitsgewinnung schwer tun, traditionell ein Riesenärgernis. (Fleischhauer)

    Und auf leisen Pfoten ziehen die Wölfe in der Nacht
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  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von MΞSSIΛS
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    Zitat Zitat von BrainDamage Beitrag anzeigen
    Ohne jetzt fatalistisch sein zu wollen, aber jede Stimme für den AfD dürfte eine Stimme für die große Koalition sein. Derzeit ist sicher nicht alles gut, aber besser dürfte es bei einer großen Koalition nicht werden.
    Das ist sicher von der Aussage her richtig und ich bin wahrlich kein Freund von grossen Koalitionen, da es nie eine gab, die wirklich etwas in D gerissen hat. Aber ich denke auch ueber diese Legislaturperiode hinaus. Mir ist nun mal sehr daran gelegen, dass die AfD die 5% Huerde nimmt, um von innen heraus etwas bewirken zu koennen. Wenn Du ehrlich bist, musst Du doch zugeben, dass es keine Rolle gespielt hat, welche Partei Du in der Vergangenheit gewaelt hast. Jede hat sich korrumpieren lassen und ihre Ideale (sofern die ueberhaupt vorhanden waren) verraten. Insofern koennen wir damit eigentlich nur gewinnen.
    Es gibt Leute, die haben einen Horizont in Form eines Kreises mit dem Radius Null,
    und diesen nennen sie dann ihren Standpunkt.

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  8. #8
    s̓̍̒͋̌l̎ow̐̔̉̉c̊͋̉ar̄͑ ͪͫ͛ ̓ Avatar von slowcar
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    Zitat Zitat von MΞSSIΛS Beitrag anzeigen
    Ich habe seit der Agenda 2010 nicht mehr gewaehlt, weil es einfach keine Partei im Spektrum gab, der ich mit gutem Gewissen meine Stimme geben konnte.
    Also hast Du der Regierung Deine Stimme gegeben... Jeder Nichtwähler stärkt den Status Quo.
    Oh what a day! What a lovely day!

  9. #9
    Statler & Waldorf Avatar von BrainDamage
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    Die Unterschiede zwischen den Etablierten sind sicher nur graduell, also zwischen Grünen, FDP, SPD und CDU. Zumindest wenn sie tatsächlich an der Regierung sind, treffen sich alle in der Mitte. Die graduellen Unterschiede reichen mir dennoch, das Kreuz lieber auf der einen als auf der anderen Seite zu machen.

    Eine große Koalition würde bei der nächsten Wahl ohnehin wieder die kleineren Parteien stärken, s. 1969, s. 2009, wovon auch der AfD profitieren sollte, wenn er in den Bundestag käme und bis dahin überleben würde.

    Ich stehe dem Hype jedoch sehr skeptisch gegenüber. Nicht speziell beim AfD, sondern generell. War bei den Piraten nicht anders. Oder Schill oder Statt Partei etc. pp. Eine Ein-Thema-Partei zu etablieren, wenn das Thema gerade heiß ist, ist sehr viel einfacher, als die Partei dauerhaft zu etablieren. Zuletzt geschafft haben das die Linken, die aber mit der PDS schon einen Vorläufer hatten und im Westen die sozialistisch-kommunistischen Sprengsel einsammeln konnten.
    Damit haben allerdings alle Minderheitenanliegen zunächst einen schweren Stand - für Akteure, die sich bei der Mehrheitsgewinnung schwer tun, traditionell ein Riesenärgernis. (Fleischhauer)

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  10. #10
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    Zitat Zitat von MΞSSIΛS Beitrag anzeigen
    Ich habe seit der Agenda 2010 nicht mehr gewaehlt
    [...]
    dann liesst sich das wie das Who's Who der deutschen Oekonomieelite.
    Du bist dir aber schon darüber im klaren, dass die Agenda im Prinzip nur von dieser neoklassischen Ökonomenelite oder genauer vom Sachverständigenrat abgeschrieben wurde?

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