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Thema: Unter falscher Flagge - unsere deutschen Massenmedien

  1. #361
    Erfahrener Benutzer
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    Ein interessantes Interview mit einem niederländischen Soziologen: http://www.sueddeutsche.de/kultur/so...-auf-1.2842705

    Es gab kritische Stimmen, niemand hat gesagt, dies wird eine einfache Aufgabe.

    Ich komme seit 40 Jahren nach Deutschland, ein Teil meiner Familie stammt von hier. Aber ich habe noch nie eine derart erstickte Debatte beobachtet wie im vergangenen Sommer. Man öffnete die Grenzen und schloss die Augen. Ich hatte das Gefühl, man hat sechs Monate nur mit sich selbst gesprochen. Es war fast unmöglich, in liberalen Medien Bedenken zu äußern, Kanzlerin Angela Merkel zu kritisieren, Fragen zu stellen.


    Da müssen Sie uns ein Beispiel nennen.

    Nach einem Interview mit einer großen liberalen Wochenzeitung gab es Interventionen, die ich so noch nie erlebt habe. Fragen wurden nachgeschoben, die Merkel verteidigten, die Journalisten sollten sich mehr von meinen Aussagen distanzieren. Am Ende lehnte ich die Veröffentlichung ab, das erste Mal in 30 Jahren. Und das war nicht die einzige solche Erfahrung.
    Aber auch jenseits der Medienschelte lesenswert.

  2. #362
    Schaermt von Jim
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    Zitat Zitat von Ford Beitrag anzeigen
    Aber auch jenseits der Medienschelte lesenswert.
    Absolut, danke!

  3. #363
    Benutzer Avatar von Milchjieper
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    Wenngleich er m.M.n. mit allem richtig liegt,ist das dennoch an einigen Punkten zu zaghaft diskutiert. Nach meiner Einschätzung haben wir uns dies bereits zu lange geleistet. Nun müssen endlich Tatsachen geschaffen werden.

  4. #364
    s̓̍̒͋̌l̎ow̐̔̉̉c̊͋̉ar̄͑ ͪͫ͛ ̓ Avatar von slowcar
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    FAZ von Vorgestern
    Oh what a day! What a lovely day!

  5. #365
    Schaermt von Jim
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    Zitat Zitat von slowcar Beitrag anzeigen
    FAZ von Vorgestern
    Bei der FAZ müsste es eher lauten: Dann sperren wir unser Forum für solche Themen.

    FAZ-Online war zu Beginn der Ukrainegeschichte aber auch in einem peinlichen Zustand. Viele Kommentare waren weitaus informativer und neutraler als die kommentierten Artikel.

  6. #366
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    Mal abgesehen davon, dass die Karikatur am Kern vorbeigeht. Als würde es darum gehen, dass eine Aussage Widerspruch ernten kann.

    Aber stimmt, ist schon frappierend, dass man bei der FAZ in den Artikeln zu den großen Themen nur noch selten kommentieren kann. Angeblich liegt das daran, dass die Artikelschreiber selbst die Kommentare moderieren müssen. Ist aber immer noch besser als bei der Süddeutschen, wo es nur noch über Facebook/Rivva läuft. Bei Spiegel ist es ebenso unerwünscht. Immerhin geht's bei Zeit, Welt, Tagesspiegel und taz noch. Ich hab aber keine Vorstellung davon, was man da sagen darf, ohne wegmoderiert zu werden.

  7. #367
    what is my purpose? Avatar von Spaceman
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    Zitat Zitat von Ford Beitrag anzeigen
    Ich hab aber keine Vorstellung davon, was man da sagen darf, ohne wegmoderiert zu werden.
    Beleidigungen, Drohungen usw ist ja klar. Das Hauptproblem ist, dass die Verlage wie bei Leserbriefen redaktionell verantwortlich für ihre Kommentarsektionen, aber auch z.B. für Ihre Facebookseiten sind. Das heißt, dass ein Kommentar auch wegen einer nicht überprüften sachlichen Aussage gelöscht werden kann.

    Beispiel: Du hast einen Artikel über den bekannten Politiker Conan der Barbar. Ein Kommentator schriebt dazu: "Aber vor einem Jahr hat Herr der Barbar noch XY über YZ gesagt". Keine "ich meine"/"ich kann mich auch irren"/"soviel ich weiß". Wenn der Kommentar jetzt stehen bleibt, kann es streng genommen sein, dass er als redaktioneller/redaktionell freigegebener Inhalt und die Aussage "...hat Herr Barbar noch XY gesagt" als von der Redaktion für wahr befunden verstanden wird. Jetzt gibt es wieder mehrere Szenarien: Der Redakteur, der den Beitrag liest, weiß, dass die Aussage korrekt ist und gibt den Kommentar frei. Der Redakteur hat keine Ahnung, ob die Aussage korrekt ist aber googelt kurz und wird schnell fündig und der Kommentar bleibt ebenfalls stehen. Wahrscheinlicher ist aber, dass der Redakteur nicht schnell fündig wird oder keine Zeit zum googeln hat, und dann wird der Kommentar aufgrund einer nicht überprüften Sachaussage gelöscht...
    I'm victim to my own purity of character.
    "Is that a threat?"
    "Well, yes! I thought that was obvious..."

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