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Thema: Meine Leseliste 2015

  1. #31
    Hear me roar! Avatar von Louis
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    Zitat Zitat von Louis Beitrag anzeigen
    Ich lese übrigens gerade "City of Stairs" von Robert Jackson Bennett. Das war mal Empfehlung in einer der "Writing Excuses" Episoden.
    Bin durch.

    Jetzt ist schon wieder September und so richtig dick sieht meine Leseliste 2015 nicht aus. Für City of Stairs habe ich jetzt tatsächlich etwa 6 Wochen gebraucht. Schon krass.

    War jedenfalls unterhaltsam. Schwankt tatsächlich irgendwo zwischen Fantasy, Mystik, Krimi, politischem Thriller und einem gehörigen Schuss Religionsphilosophie. Die Charaktere sind ziemlich spannend beschrieben, wobei jemand mal sagte, es gehe um eine Art "osteuropäisches" versus "indisches" Volk, und bis auf die Namen sehe ich da eigentlich kaum Parallelen. In der Tat wäre eventuell mein Kritikpunkt, dass man über die Völker selbst ziemlich wenig erfährt, bzw. sie als Gesellschaften ziemlich blass bleiben. Möglicherweise ist das aber auch Absicht, weil die handelnden Personen dadurch leichter in einen ganz allgemeinen Kontext gesetzt werden können.

  2. #32
    s̓̍̒͋̌l̎ow̐̔̉̉c̊͋̉ar̄͑ ͪͫ͛ ̓ Avatar von slowcar
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    Nach dem Urlaub mal Zeit für ein Update.

    Jim Butcher - Storm Front (The Dresden Files, Book 1)
    Wurde an einigen Stellen empfohlen. Quasi ein Magier in der modernen Welt als Detektiv unterwegs. Kommt relativ klassisch als Noir-Detektiv-Roman rüber, beschworene Dämonen usw sind halt mehr ein Extra.
    War ganz ok aber nicht so richtig meins, einfach nicht so mein Genre.
    5/10

    Harry Connolly - The Way into Chaos/Magic/Darkness
    Triologie über eine recht generische Fantasy-Nation die ihre Magie von einer Art Aliens erhält die alle x Jahre durch ein Portal kommen. Nur dieses Mal kommen Monster durch.
    Einige interessante Ideen, aber stilistisch nicht unbedingt ganz vorne dabei. Irgendwie wollte ich dann aber doch wissen wie es weitergeht und habe die Folgebände auch noch gekauft, geht ja schnell mitm Kindle.
    Das Worldbuilding war recht stark und es gibt einiges an Action, die großen Zusammenhänge wirken allerdings manchmal etwas grob gehauen.
    6/10


    Cixin Liu - The Three-Body Problem
    Der vieldiskutierte Hugo-Gewinner.
    Wirklich sehr gut übersetzt, es liest sich gleichzeitig fremdartig und vertraut, bietet viele Einblicke in die Geschichte Chinas zur Kulturrevolution und ist eine wohlüberlegte Reflektion was passieren könnte wenn wir mit Aliens Kontakt aufnehmen. Gegen Ende wurde es mir allerdings etwas zu abgehoben und ich habe bislang noch nicht den zweiten Band angefangen. Kommt vllt noch, mal sehen.
    7/10

    Mark Lawrence - Prince of Fools (Red Queen's War, Book 1)
    Spielt in der gleichen Welt wie die "Prince of Thorns" Triologie. Gefiel mir auch ganz gut, bleibt aber hinter der anderen Triologie zurück und wirkt manchmal etwas von sich selbst kopiert.
    Allerdings war ein bis zum extrem feiger und fauler "Held" auch mal eine gute Abwechslung.
    Bislang nur Band 1 gelesen.
    7/10

    Andy Weir - The Martian
    Wurde ja an allen Ecken und Enden gelobt, und der Film soll auch noch gut sein. Als der Kindle am Urlaubsende also etwas leer wurde mal zugegriffen.
    Gefiel mir auch tatsächlich sehr gut, hard SciFi, aber mit einigem an Humor, ohne Längen. Donnerstag gehen wir uns den Film angucken.
    8/10

    Paul Hoffmann - The Last Four Things & The Beating of his Wings
    Das erste Buch der Triologie (The Left Hand Of God) war ganz hervorragend, eines der besten überhaupt. Das zweite Buch (The Last Four Things) war dann überraschend schlecht, ohne Fokus, ohne großen Handlungsstrang.
    Und das letzte (The Beating of his Wings) einfach nur schlecht, musste ich mich durchquälen (war vor dem Urlaub). Wer auch immer da als Editor tätig war sollte sich was schämen. Man sollte den ersten Band lesen und die Serie dann weglegen.
    3/10 bzw 1/10

    Jeff Somers - The Digital Plague
    Lese ich gerade dran, ist aus der Avery Cates Reihe. Eine Mischung aus Cyberpunk und Noir, alles extremst abgefuckt und meistens nur mit einem Strohhalm am Leben.
    Nicht ganz so gut wie der erste Band, aber eine solide 7/10
    Oh what a day! What a lovely day!

  3. #33
    Hear me roar! Avatar von Louis
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    Zitat Zitat von slowcar Beitrag anzeigen
    Nach dem Urlaub mal Zeit für ein Update.

    Jim Butcher - Storm Front (The Dresden Files, Book 1)
    Wurde an einigen Stellen empfohlen. Quasi ein Magier in der modernen Welt als Detektiv unterwegs. Kommt relativ klassisch als Noir-Detektiv-Roman rüber, beschworene Dämonen usw sind halt mehr ein Extra.
    War ganz ok aber nicht so richtig meins, einfach nicht so mein Genre.
    5/10
    Da wurde ne TV-Serie draus gemacht ("Dresden Files"), hat allerdings nur eine Staffel gehalten, wobei ich sie eigentlich ganz unterhaltsam fand.

    Allerdings auch nicht unterhaltsam genug, um mit den Büchern anzufangen.

    Ich hab mittlerweile mit "Lies of Locke Lamora" angefangen.

  4. #34
    Hear me roar! Avatar von Louis
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    Bin mit "The Lies of Locke Lamora" durch.

    Klare Leseempfehlung.

    Am Anfang hab ich mich sehr an Brent Weeks' "Nightangel"-Bücher erinnert gefühlt, die mir ja nicht sehr gefallen haben. Das liegt zunächst mal schlicht am Setting: Junges Kind, Waise, mörderische Großstadt, Kind schlägt sich als Straßendieb herum, wird von einem Mentor aufgenommen und fortgebildet... Das wirkte alles wenig inspirativ, und die Parallelen zu Nightangel waren anfangs ziemlich deutlich. Das verflüchtigt sich aber dann (zum Glück).

    Die Story bleibt bis zum Schluss eine Diebesstory von einem Meisterdieb und seiner Gruppe, die mit sehr viel Kreativität wahre Verkleidungs-Rollenspiele abziehen um in sehr lang angelegten, ausführlichen Plänen, die reiche Aristokratie um ihr Geld zu erleichtern. Die politische Brisanz liegt darin, dass es in dieser Megacity, in der das ganze spielt, einen Pakt zwischen Unterwelt und Adel gibt: Die Unterwelt beraubt nur normale Bürger, Händler, Ausländer uns sich gegenseitig, aber nicht den Adel. Das klingt erstmal recht merkwürdig, wird aber tatsächlich bis zum Ende des Buches sogar noch einmal erklärt und aufgegriffen. Überhaupt hat mir am Buch sehr gut gefallen, dass Scott Lynch auf sehr spaßige Weise scheinbare Nebensächlichkeiten vom Beginn am Ende nochmal aufgreift. Sehr viele sogar. Man wundert sich anfangs ein wenig über die detailversessenen Worldbuilding-Elemente, aber fast alles ergibt früher oder später Sinn.

    Der Aufbau ist zunächst ziemlich gewöhnungsbedürftig, springt nämlich ständig zwischen Lockes Jugend & Ausbildung und der Gegenwart als Meisterdieb hin und her. Dass Lynch es dabei schafft, mich als Leser nicht zu verlieren, sagt schon einiges aus. Wobei immer wieder die Damals-Heute-Kapitel zum Teil direkte Bezüge zueinander haben. Interessanterweise zeigt er dabei auch einiges an Mut zur Lücke: Es wird relativ früh klar, dass der frühere Meister und Mentor in der Gegenwart nicht mehr lebt, aber nie erklärt, wieso und warum. (Gut möglich, dass das in Teil 2 und/oder Teil 3 nochmal aufgegriffen wird). Es ist aber auch für die Story zu diesem Zeitpunkt völlig egal, insofern eine kluge Entscheidung.

    Die Story kreist dabei um zwei zentrale Handlungsstränge: Einen sehr lange geplanten großen Coup, der dazu führt, dass die Diebesgruppe immer stärker ins Visier des Adels gelangen, und einen Machtkampf in der Unterwelt, in den sie unversehens mit reingezogen werden. Das ist beides sehr geschickt verwoben und gipfelt, ohne zu viel zu verraten, am Ende in einem sehr gekonnten Finale, in dem dann verschiedene Stränge nochmal stärker miteinander verwoben werden. Viele Charaktere sind recht schillernd, aber überzeugend. Teilweise verliert sich der Autor etwas sehr stark in seinen Beschreibungen von Gebäuden und Schauplätzen, wobei ein Großteil dieser Schauplätze auch wirklich atemberaubend kreativ erdacht sind. Da ist schon ganz viel Worldbuilding-Kunst im Spiel. Vergleichen wird der Schauplatz häufig mit Venedig, weil er an der Küste liegt und ein eigenständiger Stadtstaat ist. Vom Gefühl her ist es aber ein sehr aufgepimptes Venedig

    Die Atmosphäre ist insgesamt recht düster, es wird recht brutal gefoltert und gemordet, aber die Hauptcharaktere erledigen ihre Raubzüge komplett ohne Blutvergießen und sind auch (bis auf einen) keine Kämpfernaturen, was eine gewisse Balance reinbringt. Magie taucht auf, allerdings als eher mystische Kraft, deren Regeln nicht genauer erklärt werden, und die nur sehr wenigen Personen vergönnt zu sein scheint. Dafür spielt "Alchemie" eine sehr große Rolle und verschiedene Glaubensorden (bei denen aber auch nicht ganz klar ist, ob sie über irgend eine Form von göttlicher Kraft verfügen oder nicht).

    Gerade das Finale im letzten Viertel ist eigentlich ein Teil, den man wirklich in einem Rutsch durchlesen möchte. Folgeband wird auf jeden Fall gekauft, vermutlich sogar recht bald. Mal schauen, was die Büchervorräte im Schrank aktuell noch so hergeben...

  5. #35
    Neuer Benutzer Avatar von Hadrian
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    "Wie entsteht Religion?" Alfred North Whitehead

    Whitehead ist heute zwar zu Unrecht ein wenig in Vergessenheit geraten, aber er war einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Werk ist die "Principia Mathematica", die er zusammen mit Bertrand Russell verfaßt hat.

    Der Originaltitel des Buches lautet "Religion in Making". Making ist in dem Kontext mit Schöpfung zu übersetzen, keine Ahnung was die Leute bei Suhrkamp sich dabei gedacht haben. Es geht nicht darum, wie Religionen im Allgemeinen entstehen. Sondern, wie Glaube rational begründet werden kann. Und ich finde, es gelingt Whitehead beeindruckend gut, dies zu beschreiben. Der schmale Band mit etwas über 100 Seiten hat es in sich, ich werde ihn bei Gelegenheit ein zweites Mal im Original lesen. Kann das Buch nur empfehlen, falls man sich für das Thema interessiert.
    Im Flugzeug gibt es während starker Turbulenzen keine Atheisten.

    Robert Lembke

  6. #36
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    Jay Posey - Legends of the Duskwalker Triologie (Three, Morningside Falls, Dawnbreaker) amazon

    Bin mit der Triologie durch, hat mir sehr gut gefallen. Innovatives Worldbuilding mit einer Wild-West Postapokalypse in der alle Menschen ständig Online sind. Antagonisten sind die "Weir", eine Art Cyberzombies.
    Der Autor ist sonst für Ubisoft tätig und zumindest an der Häufigkeit und Ausarbeitung der Actionszenen fühlt man sich manchmal an ein Actionspiel erinnert - was ich aber durchaus positiv fand.
    Die Geschichte folgt einer Drogenabhängigen Berufskriminellen Cass, ihrem rätselhaft begabten Sohn Wren und Three, einer Art Wild-West-Samurai-Held.
    Etwas problematisch war der zweite Band der sehr am "Middle-Book-Syndrome" gelitten hat, der dritte macht es dann aber wieder wett.
    Oh what a day! What a lovely day!

  7. #37
    Kaffeemaschinenbesitzer Avatar von lowcut
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    Gregory Benford ist echt anstrengend zu lesen.
    natura non facit saltus


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