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Thema: Meine Leseliste 2015

  1. #21
    Hear me roar! Avatar von Louis
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    Bin durch mit "Way of Kings".

    Finale hat sehr viel Spaß gemacht, der Spannungsbogen ist in jedem Fall gelungen. Insgesamt ein sehr solides bis sehr gutes Buch, und ich werde mir wohl auch zeitnah Band 2 holen, allerdings hab ich jetzt erstmal zwischendrin Lust, was anderes zu lesen, als 1000-Seiten-Wälzer. Was mich etwas stört sind bei genauerem Hinsehen die Charaktere, die alle eigentlich ziemlich Positiv gezeichnet sind. Alle tragen so ihre Konflikte mit sich herum, aber keiner von denen wäre wirklich ein grauer, schattiger Charakter. Da ist man natürlich im Zeitalter von GRRM etwas anderes gewöhnt.

    Aber allein für das Worldbuilding lohnt sich das Buch, und man muss ja auch mal ganz nüchtern festhalten, dass es eine Glanzleistung ist, einen Leser über so eine lange Strecke bei der Stange zu halten. Da bin ich wohlgemerkt bei anderen Autoren auch schon ausgestiegen. Tad Williams' "Shadowmarch" habe ich aufgegeben und nie weitergelesen, weil es mir "zu episch" sprich zu langweilig war.

    Als nächstes auf dem Nachttisch:

    Robert Jackson Bennett: City of Stairs

  2. #22
    s̓̍̒͋̌l̎ow̐̔̉̉c̊͋̉ar̄͑ ͪͫ͛ ̓ Avatar von slowcar
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    Da teile ich Deine Einschätzung. Gibt ja zum Glück andere Autoren die mehr grau schattieren.
    Das zweite Buch ist auch ok, aber leider kann es das Niveau des ersten nicht halten.
    Oh what a day! What a lovely day!

  3. #23
    s̓̍̒͋̌l̎ow̐̔̉̉c̊͋̉ar̄͑ ͪͫ͛ ̓ Avatar von slowcar
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    Ich habe die Rogues Kurzgeschichtensammlung von GRRM durch, leider konnte mich keiner der mir bislang unbekannten Autoren/Autorinnen sonderlich überzeugen.
    Dafür waren die Geschichten der "Großen" sehr gut - bis auf die von GRRM selbst:

    Tough Times All Over - Joe Abercrombie
    In the city of Sipani, a package goes through multiple owners, each being a different viewpoint, starting with a courier who gets robbed.
    In seinem klassischen Stil geschrieben, tolle Figuren die mit wenigen Pinselstrichen mehr Charakter haben als andere nach einem halben Buch.
    Wobei die Geschichte selbst mich nicht soo fesseln konnte, war aber trotzdem gut 8/10

    How the Marquis Got His Coat Back - Neil Gaiman
    Follows the Marquis de Carabas at London Below shortly after the events of Neverwhere
    Neil Gaiman hat es einfach drauf, stringente Geschichte mit abgefahrensten Charakteren und dem phantastischen Setting von Neverwhere. 9/10

    The Lightning Tree - Patrick Rothfuss
    A day in Bast’s life before The Name of the Wind
    Bei der Geschichte fiel mir auf wie ähnlich sich Rothfuss und Gaiman im Schreibstil sind. Liest sich bestimmt ganz anders wenn man sein Hauptwerk nicht kennt, so beantwortet es ein paar Fragen und wirft noch mehr auf. Allein für die Geschichte lohnt sich schon die ganze Anthologie. 10/10

    The Rogue Prince, or, a King’s Brother - George R. R. Martin
    A prequel to The Princess and the Queen (2013) and focuses on the actions of King Viserys I Targaryen's brother, Prince Daemon Targaryen.
    Null Charakterentwicklung, liest sich wie ein staubtrockenes Geschichtsbuch. Dann gabs den, der hat das gemacht, dann den, der hat jenes, und in dem Jahr passierte dann dieses...
    Wenn man nicht der Obernerd-Fan ist und die Genealogie der Targaryens studieren will kommt da viel zu wenig rum. An ein paar Stellen blitzt mal sein Erzählkönnen auf, aber da ist man schon quasi verdurstet. 3/10


    Von den anderen Geschichten hatte "Now Showing" (Connie Willis) eine sehr gute Idee, litt aber an der nervigen Hauptfigur. "A Year and a Day in Old Theradane" (Scott Lynch) ist irgendwie nicht so meins, zu weit ausholend.

    Und die anderen Stories habe ich zwar gelesen, könnte man aber auch gut weglassen, die waren eher unter Durchschnitt.

    Für die drei guten Kurzgeschichten lohnen sich die 6.57 für die Kindle-Edition, die 19€ für das Hardcover würde ich aber eher nicht raushauen.
    Oh what a day! What a lovely day!

  4. #24
    Hear me roar! Avatar von Louis
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    Danke für die Einschätzung.

    Nachdem ich die Warriors- und die Women-Anthologien fast komplett durchgelesen hatte, wollte ich eigentlich noch an "Rogues" gehen, aber dann hab ich gemerkt, dass ich Kurzgeschichten eigentlich ganz schön satt habe.

    Aber so wie du es beschreibst, sollte ich mir zumindest die drei Geschichten nochmal reinziehen. Von GRRMs Story hatte ich denselben Eindruck. Das ist ja die Vorgeschichte zum "Dance of Dragons", aber bei letzterem passiert wenigstens was und es hat so ein gewisses Silmarillion-Gefühl, wie alle nacheinander drauf gehen. Mittlerweile kann man sich den Inhalt der Geschichte ja auch verkürzt im History-Buch erlesen.

    Ich kenne von der Liste allerdings noch ein paar andere Autoren, und nehme betrübt zur Kenntnis, dass deren Geschichten nichts taugen?

    (edit: Ich sehe gerade, dass du Scott Lynch ja sogar erwähnt hattest. Hab ich beim ersten Lesen überlesen.)

    Carrie Vaughn - War bei den jüngsten Wildcards-Büchern regelmäßige Autorin und auch bei den anderen Anthologien schon dabei, ich erinnere mich, dass ich ihre Beiträge eigentlich immer ganz gut fand. So sehr, dass mittlerweile auch ihre "Kitty"-Bücher zumindest auf der Liste zum Ausprobieren gelandet sind. Allein die Idee eines Werwolfs mit Nachtradioshow finde ich zumindest ganz vielversprechend.

    Scott Lynch - "Lies of Locke Lamora" steht bei mir im Schrank der Neuanschaffungen und die Serie wurde eigentlich überall ziemlich hochgelobt. Er war auch mal bei Writing Excuses zu Gast und kam da ziemlich humorvoll und schlagfertig rüber.

    Cherie Priest - Hatte beim jüngsten Wildcards-Buch "Fort Freak" mitgemacht, die Story hatte mir ebenfalls gut gefallen. Ihre Clockwork Century Reihe gilt ja außerdem als eine der durchschlagenden Steampunk-Ideen-Welten. Vom Lesen abgehalten hatte mich eigentlich bislang nur, dass Band 1 von Zombies handelt und Zombies interessieren mich in Büchern eigentlich nicht.

  5. #25
    s̓̍̒͋̌l̎ow̐̔̉̉c̊͋̉ar̄͑ ͪͫ͛ ̓ Avatar von slowcar
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    Dann krame ich mal in meinen Erinnerungen:

    The Roaring Twenties by Carrie Vaughn
    A tense confrontation in a speakeasy frequented by the magical crowd.

    Vom Stil her gefiel mir die Geschichte gut, es passierte nur so quasi gar nichts. Ist vielleicht besser wenn man mit den spezifischen Charakteren vertraut ist?


    A Year and a Day in Old Theradane by Scott Lynch
    A retired thief is blackmailed into stealing an entire street within a year and a day.

    Die Serie von ihm steht auch auf meiner To-Read Liste
    Seine Kurzgeschichte war jetzt auch nicht wirklich schlecht, aber es reichte halt auch nicht für wirklich gut. Die Weltbeschreibung ist sehr gut, die Handlung halt meh.
    Letztendlich besteht die Geschichte zu 3/4 aus Beschreibungen der Stadt, grundsätzlich stehe ich auf sowas, aber halt nur wenn dann irgendwann auch was passiert - stattdessen ist die Story dann zu Ende.

    Heavy Metal by Cherie Priest
    Da geht es um so eine Art Exorzismus von einem Monster das ein Forschungsteam in einer alten Kupfermine gekilled hat. Vom Stil her gefiel es mir gut, war so etwas abgefucked noir, aber mit der Geschichte selbst konnte ich halt mal wieder nix anfangen.


    Die drei empfohlenen Geschichten solltest Du Dir allerdings tatsächlich gönnen, kann man ja auch mal gut zwischendurch lesen. Grundsätzlich mag ich es auch lieber episch, wenn das Buch gut ist soll es ruhig auf immer weitergehen...
    Oh what a day! What a lovely day!

  6. #26
    Hear me roar! Avatar von Louis
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    Ich denke halt auch, nicht jeder Autor kann gut Kurzgeschichten schreiben. Das ist ja schon auch so eine Stilart für sich.

    Ich lese übrigens gerade "City of Stairs" von Robert Jackson Bennett. Das war mal Empfehlung in einer der "Writing Excuses" Episoden.

    Ziemlich lässiges Setting: Es geht um eine Welt, in der ein Kontinent lange Zeit die umliegenden Regionen beherrscht und kolonisiert hat, bis ein General aus einer der Kolonien einen Weg gefunden hat, die Götter des Kontinents zu töten. Seitdem ist diese Ex-Kolonie, eine kleine Insel die Großmacht, die den Kontinent wiederum besetzt und kolonisiert hat. Story spielt in der ehemaligen Hauptstadt des Kontinents, die völlig runtergekommen ist, sich aber noch immer an ihre ehemalige Macht erinnert und die neuen Kolonialherren zum Teufel wünscht. Protagonisten sind bislang Gouverneurin dieser Stadt, eine Geheimdienstlerin und ein Einheimischer.

    Die Epoche ist irgendwo zwischen dem irdischen 17. und 19. Jahrhundert. Es gibt noch keine Schusswaffen, aber scheinbar Autos. Insofern auch recht spannendes Worldbuilding.

    Vom Gefühl her irgendwas zwischen Krimi, Politthriller, Agentengeschichte und mystischer Göttergeschichte, denn diese "Götter" sind offenbar sehr real (und sehr real tot... oder auch nicht). Insofern auch nicht eindeutig irgend einem Genre zuzuordnen. Aus der Fantasy stammen die mystischen Elemente samt den verschiedenen Völkern.

  7. #27
    Hear me roar! Avatar von Louis
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    Die Hugos 2015 sind vergeben worden, und ich habe erst jetzt mitbekommen, dass sie zum Schauplatz eines erbitterten Kampfes zwischen "Konservativen" und "Liberalen" Lesern und Autoren geworden sind, bei dem zunächst eine Gruppe versuchte, die Wahllisten zu kapern um gezielt Werke mit "weißen, männlichen" Helden zu platzieren im Protest gegen eine angebliche political correctness in Fantasy/Sci-Fi, die nicht das abbilde, was die Leser tatsächlich wollen. Daraufhin formierte sich eine Gegenbewegung für Gender-, Rassen- und Multikulti-Themen.

    Ziemlich bizarrer Streit. Wired hat eine sehr gute (allerdings lange) Zusammenfassung:

    http://www.wired.com/2015/08/won-sci...wards-matters/

    George RR Martin hat ebenfalls sehr ausführliche Beiträge auf seinem Blog geschrieben und taucht auch in dem Artikel auf.

  8. #28
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    Habe ich auch verfolgt, sehr irre. Vor allem "sad puppies" und so. Die tatsächlichen Abstimmer haben ihnen allerdings ganz schön gezeigt wo der Hammer hängt - wobei das so realitätsentfernte Spinner wohl eh nicht tangiert.

    Das Siegerbuch klingt jedenfalls ganz spannend, habe ich meinem Kindle mal zugeführt.
    Oh what a day! What a lovely day!

  9. #29
    Hear me roar! Avatar von Louis
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    Zitat Zitat von slowcar Beitrag anzeigen
    Habe ich auch verfolgt, sehr irre. Vor allem "sad puppies" und so. Die tatsächlichen Abstimmer haben ihnen allerdings ganz schön gezeigt wo der Hammer hängt - wobei das so realitätsentfernte Spinner wohl eh nicht tangiert.

    Das Siegerbuch klingt jedenfalls ganz spannend, habe ich meinem Kindle mal zugeführt.
    Stand auch schon seit einigen Wochen auf meinem Notizzettel, das hatten sie in Writing Excuses mal vorgestellt.

    Aber ich hab noch ein paar andere Bücher, die ich zuerst abarbeiten muss...

  10. #30
    Kaffeemaschinenbesitzer Avatar von lowcut
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    Ich bin mal gespannt, ob es übersetzt wird.
    natura non facit saltus


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