Das dürfte sowieso egal sein, zur Not bekämen die Südländer dann per Hintertür von seiten der EZB Geld in unbegrenzter Höhe. Merkel hat nicht komplett nach der Pfeife der Südländer getanzt, nun wurde Deutschland durch die EZB entmachtet.
Deutschland hätte aber auch diese Tage mal mit gutem Beispiel vorangehen können und einen ausgeglichenen Haushalt für's nächste Jahr anpeilen. Stattdessen wird die Öffentlichkeit mit der Meldung "die Neuverschuldung ist gesunken" in die Irre geführt. Spanien überlegt, Hilfsgelder anzuzapfen, ist aber nicht bereit, konkrete Vorgaben seitens der Geldgeber über sich ergehen zu lassen. :cz
Ein klares Bekenntnis, dass Spanien & co. in jedem Fall in der Eurozone bleiben sollen, scheint mir aber notwendig gewesen zu sein, die Alternative wäre, sie umgehend rauszuschmeißen. Durch die Unsicherheit, ob der Euro dort in den nächsten Jahren noch Bestand hat, wurden die Risikoaufschläge auf deren Anleihen gewaltig, Gelder in großem Stil aus diesen Ländern abgezogen und auch die Investitionen aus dem Ausland bleiben aus. Die Probleme im privaten Bereich wurden ebenfalls immer schlimmer, z.B. ein gesundes Unternehmen in Norditalien muss deutlich höhere Zinsen auf Kredite zahlen als ein vergleichbares Unternehmen in D. Durch die EZB Beschlüsse sollten diese Probleme kurz- bis mittelfristig wieder überschaubar sein, aber wenn der Süden die nötigen Reformen nicht hinbekommt, sind halt auch wir am Arsch.
Die Inflation könnte handelbar sein, USA und GB sind seit geraumer Zeit ordentlich am Geld drucken, dagegen sind wir bisher noch Musterknaben. Mehr Sorgen für Deutschland bereiten mir die niedrigen Zinsen. Diese werden wohl für die Südländer noch einige Jahre auf niedrigem Niveau bleiben, was zu zwei Probleme in D führen kann: Erstens bekommen wir hier Geld zu günstig, damit können sich Blasen bilden und halt irgendwann dreckig platzen und zweitens schafft es der Anleger nichtmal, sein Vermögen risikoarm gegen 2% Inflation zu schützen.

