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Ich habe einige Ärzte im Freundeskreis und Arzt ist für mich ein Beruf, den man nicht machen sollte ohne dass man ihn toll findet. Deswegen finde ich es so eigenartig, dass da rein nach Noten sortiert wird. Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Da rutschen viel zu viele Leute mit rein, die da nichts zu suchen haben.
Die Ärzte, die ich kenne sind auch tatsächlich welche, die Medizin studiert haben weil es sie brennend interessiert hat... und teilweise weil sie Ärzten zugeschaut haben, die ihr Handwerk nicht mit Spaß und Interesse ausgeübt haben. Mindestens einen früheren Physiotherapeuten kenne ich, der dann noch Medizin studiert hat weil er den Ärzten nicht mehr zuschauen wollte wie sie Fehler machen. Er soll ein unglaublich guter Orthopäde geworden sein.
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Mein Eindruck ist, dass viele Medizin aus Statusgründen studieren. Das Phänomen der Mehrgenerationen-Mediziner-Familien ist gerade hier in Heidelberg virulent. Man kann ja im Prinzip nix dagegen sagen, als Mediziner wird man immer gut situiert sein. Dem idealisierten Bild des Arztes, der helfen will, entsprechen die wenigsten angehenden Ärzte - zumindest hier. Ich kann das auch verstehen. Gibt ja gerade heute wenige Berufe, die so sicher und angesehen sind wie Arzt. Und selbst wenn man nach dem Studium in die Forschung oder zum Pharmakonzern geht, wird man nie Sorgen haben.
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Zum letzten Wintersemester habe ich für ein Mädel einen Platz in Hamburg eingeklagt. Die hatte im normalen Verfahren mit einem Schnitt von 1,4 keinen Platz bekommen.