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Thema: Meine Leseliste 2021

  1. #11
    Kaffeemaschinenbesitzer Avatar von lowcut
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    Klar.
    natura non facit saltus


  2. #12
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    "Der Wogen Schlag im Herz, der Flammen Glanz im Haar."

  3. #13
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Um meine literarische Fastenzeitsreise noch um einen Freitext zu ergänzen:
    * Für die Fastenzeit stellte ich mir diesmal Aufgaben, die nicht mitten in einer Pandemie mein Immunsystem zerschießen, und eine davon lautete, das NT durchzulesen.
    * Als ich damit drei Wochen zu schnell fertig wurde, wollte ich nicht direkt zu "fiktiven Inseln und Nazis" zurückkehren. Nach den Konserven meiner internetlosen Zeit, zu denen "50 Shades of Green" gehörte, erschien mir das daraus resultierende Buch als passend, zumal mir beim ersten Lesen die Frage ins Auge sprang, wie sehr sich eine romantische Beziehung mit einem übernatürlichen mächtigen Wesen Gottesverehrung annähert. Mit wacheren und besser informierten Augen blieb dieser Zauber jedoch aus, stattdessen schien mir dieses Werk unter der Vielzahl widersprüchlicher Ziele zu leiden: Es möchte ein überspitztes Weltbild einer fiktiven Autorin parodieren, enthält aber mit diesem kaum vereinbare Witze, und es möchte sowohl die Beziehung zu einem maximal paranormal-mächtigen wie auch maximal furchtbaren Partner darstellen, rechtfertigt aber die erste durch die Handlung und belässt es bei der zweiten vorwiegend bei "red flag"-Aussagen.
    * Daraufhin ließ ich einen paranormalen, an ein weibliches Publikum gerichteten Erotikroman folgen, den ich einmal als Restposten des Shops des Vereins übernahm, für den ich Standdienste leistete; er ist signiert, ohne dass ich die Autorin kenne (und lässt sein Cover ganz klassisch von einem nackten, gut gebauten, männlichen Oberkörper schmücken). Ich rechnete also mit einem Drittel Beschreibung ansehnlicher Körper und einem Drittel Beischlaf-Innuendos, weshalb mich überraschte, dass sich eine legitime Mystery-Geschichte dahinter verbarg (sogar mit einigen "Nein, wertes Fräulein, ich möchte nicht mit Ihnen den Geschlechtsakt vollziehen"-Stellen). Zwar zweifle ich daran, dass das Mysterium im Rückblick betrachtet allzu viel Sinn ergibt, aber... doch.
    * Um das Thema "Umgang mit Dämonen" fortzusetzen, nahm ich mir zuletzt Faust vor, in den ich mich vor einigen Jahren eingelesen hatte und bei dem interessierte, wie ich aktuell darauf reagieren würde. Ich musste jedoch feststellen, dass es sich bei der Gesamtheit Fausts mitsamt Kommentaren nicht mehr um ein leichtes Leseerlebnis handelt und die Zeit nur noch für den ersten Teil reichte (den Rest ließ ich im letzten Monat folgen)... und, was soll ich sagen: Faust ist ein riesiges Arschloch und ein furchtbarerer romantischer Partner als das auf "furchtbarer romantischer Partner" getrimmte Monster von zwei Büchern zuvor. Kein angenehmes Leseerlebnis.
    Der zweite Teil verliert sich dann im Meer kunstvoller Belanglosigkeiten, wenn es seitenlange Epiloge Nebencharakteren widmet, aber das ist ein anderes Thema...
    "Der Wogen Schlag im Herz, der Flammen Glanz im Haar."

  4. #14
    Kaffeemaschinenbesitzer Avatar von lowcut
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    Ich habe dieses Jahr sehr wenig gelesen.
    natura non facit saltus


  5. #15
    s̓̍̒͋̌l̎ow̐̔̉̉c̊͋̉ar̄͑ ͪͫ͛ ̓ Avatar von slowcar
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    Zu Beginn des Jahres habe ich auch wenig gelesen, später wurde es dann aber besser.

    Mal meine Kindle-Liste durchgegangen:
    Mark Lawrence - The Girl and the Mountain. Zweiter Teil der zweiten Abeth-Triologie, guter Stoff

    Nnedi Okorafor - Remote Control. Moderne SciFi mit einem afrikanischem Folklore-Hintergrund. Sehr anders, aber auf eine gute Art.

    Lois McMaster Bujold - The Curse of Chalion, Paladin of Souls, The Hallowed Hunt. Klassische Fantasy-Triologie, mal was für zwischendurch.

    Martha Wells - The Books of Raksura Serie. 5 Bücher + 2 Novellen-Sammlungen. Komplexe Fantasy-Welt, die Protagonisten sind Gestaltwandler mit einer großen geflügelten Gestalt. Abenteuer, Drama, viele verschiedene Charaktere, große Fantasy. Hat mir sehr gut gefallen.

    Anthony Ryan The Pariah Neue Grimdark-Reihe von Ryan, gutes Mittelmaß.

    Elizabeth Bear The Stone in the Skull, The Red-Stained Wings Eine neue Triologie von Bear in der Welt von Eternal Sky. Tolle Welt, sehr einzigartige Charaktere. Stylistisch recht einzigartig, hat mir gut gefallen.

    Steven Erikson The God is Not Willing Beginn einer neuen Serie in der Malazan-Welt. Nachdem ich mit seiner Kharkanas-Triologie gar nicht warm wurde hier ein sehr viel leichtfüssigerer Neustart mit vielen tollen Charakteren. Genau mein Ding!

    Steven Erikson Die Gläserne Wüste, Der Verkrüppelte Gott Seit dem Jahr 2000 lese ich an der Serie, die im Englischen schon lange abgeschlossen war. Die Deutschen Übersetzungen waren sehr gut, aber haben auch sehr sehr lange gedauert. Die letzten beiden Bände (18, 19) dann von einem neuen Übersetzer, wurde von einigen Fans kritisiert aber ich fand den Stil auch ok.
    Zwischendurch immer mal wieder einige Längen, nicht alle Points of View sind so richtig gut, aber insgesamt eine der besten Fantasy-Serien aller Zeiten. War aber manchmal ganz schön schwer, nach zwei Jahren Unterbrechung wieder reinzufinden. Immerhin ist es jetzt auch auf Deutsch zum Ende gekommen, habe immer wieder mit mir Gekämpft, doch die englischen Bücher zu kaufen.
    Wohl das komplexeste, was ich je gelesen habe von den verwundenen Storylines.

    Joe Abercrombie The Wisdom of Crowds Abschluss der Age of Madness Triologie. Mit starken Anleihen an die französische Revolution, ein absolut wilder Ritt. Abercrombie schafft es, die nicht nur grauen sondern tiefschwarzen Charaktere zu symphatischen Helden zu machen - um einen dann um so stärker in den Abgrund zu reißen wenn ihre Selbst-Rechtfertigungen irgendwann im Abgrund landen. Der Meister des Grimdarks liefert hier ein Meisterwerk. Abercrombie kann man alles unbesehen kaufen

    Paul McAuley War of the Maps SciFi, zwischendurch mal gelesen, so medium gut. Interessante Welt, aber die Story selbst war mir zu sehr Noir-Lone-Detective.

    Django Wexler Ashes of the Sun, Blood of the Chosen Ganz interessante neue Serie, manchmal etwas starke Jedi-Anleihen bei dem magischen Orden der die Welt regiert. Sehr gut geschrieben, aber auch relativ Trope-lastig. Die vielen Lobhudeleien im Netz kann ich nicht ganz teilen, aber war schon ok

    Amal El-Mohtar/Max Gladstone This is How You Lose the Time War Sehr selten, dass man in SciFi mal einen völlig neuen Ansatz erlebt, und dann noch einen so mitreißend guten. Hugo, Nebula und Stabby gewonnen, und vollkommen zu Recht. Eins meiner Top-Bücher aller Zeiten. Zwei gegnerische Agenten geheimnisvoller verfeindeter Fraktionen, die mit Zeitreisen die Geschehnisse ferner Zukunften und alternativer Universen verändern. Poetisch, spannend, romantisch, futuristisch. Sollte ich nochmal lesen.

    C. L. Clark The Unbroken Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe, hochgelobt, faszinierte mich mehr durch das orientale und koloniale Setting als die Charaktere. Zwischendurch etwas zäh, aber werde es wohl weiter lesen.

    Andy Weir Project Hail Mary Klassische Hard-Sci-Fi vom Autor des Marsianers. Liest sich sehr gut weg, und fühlt sich seltsam nostalgisch an. Gutes Buch, direkt auch an Schwiegervater verschenkt.

    Brandon Sanderson Cytonic, Sunreach, ReDawn Eine weiteres Nebenprojekt des wohl produktivsten Fantasy- und SciFi-Autoren der Gegenwart. Etwas Young-Adult, eine Serie über die Überreste der Menschheit in einem befriedeten, von Alienrassen beherrschten Universums für die Menschen einfach viel zu aggressiv sind. Raumschiffe, witzige Tierchen, etwas Drama, liest sich alles entspannt weg und ist solide geschrieben.

    Anthony Ryan Pilgrimage of Swords, The Kraken's Tooth, City of Songs Klassische Sword&Sorcery für zwischendurch

    Neal Stephenson Termination Shock Ein Klimawandel-Near-Future Thriller von Stephenson, da bin ich natürlich dabei. Welche Covid-Impfungen man im partiell überschwemmten Texas der nahen Zukunft noch braucht, wieso die Königin der Niederlande (einer der Charaktere) mit ihrem Lear-Jet in einem Rudel menschenfressender Schweine notlandet und mit welchen Methoden die Erderwärmung bekämpft wird, erfährt man hier in sich interessant vermischenden Storylinien. Am Ende muss der ein oder andere Handlungsfaden etwas dran glauben, aber es bleibt ein gutes Buch.

    War doch nicht ganz so wenig, habe im letzten Jahresdrittel gut aufgeholt
    Oh what a day! What a lovely day!

  6. #16
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Die meisten der von mir gelesenen Romane fielen in die "passabel"-Kategorie - also die Art Bücher, bei denen ich mich anschließend frage, ob ich sie meinem Regal oder in einem Bücherschrank der Allgemeinheit überlasse. Ich kann mir aber just for fun einmal die Zeit nehmen, um mich zur allgemeinen Erheiterung durch die Liste zu bitchen.

    Maria Adolfssons Doggerland verbindet skandinavischen Krimi-Thriller mit dem Gimmick, dass die Handlung auf einer fiktiven Nordseeinselgruppe spielt - und das brachte mich zu der Überzeugung, dass die Natur des Handlungsschauplatzes einer fiktiven Geschichte vielleicht keine allzu große Rolle spielt. Der erste Band funktionierte nach klassischem Muster: Die Kommissarin muss sich neben dem äußeren Fall auch inneren Herausforderungen stellen und kann nur durch die Reifung im Inneren den Erfolg im Äußeren erringen. Das funktionierte recht gut. Als die beiden nachfolgenden Bände versuchten, dieses Muster immer neu zu kopieren, gelang das nicht mehr so gut.
    Fazit: Aktuell befindet sie sich noch in meinem Regal, aber ich werde für neue Bände wohl keinen Vollpreis mehr bezahlen wollen.
    Sven Kochs Totenmond bedachte ich in diesem Thread bereits mit harschen Worten, wobei es heute nicht mehr als so schlimm in Erinnerung gehabt hätte. Es handelt von einer Kommissarin und deren Fall in einer fiktiven Ruhrgebietsstadt - also ähnliches Gimmick, aber ganz ohne Fanfaren. Dass ich beim "Rate den Täter beim ersten Auftritt"-Spiel daneben lag und es hätte besser wissen können, zähle ich als Pluspunkt. Das Ende brachte mich immerhin zum Nachdenken: Nachdem beim Finale der Schurke (der nicht der Arzt ist) die Tochter des neuen Lovers der Kommissarin entführt, beklagt sich dieser, dass sie ihn hätte warnen können, und macht Schluss. Das war so etwas ganz anderes als das übliche "Die Familie des Helden erträgt willig die damit verbundenen Gefahren" und brachte mich zum Überlegen, wie sehr das am Geschlecht der Protagonistin lag.
    Fazit: Wäre es mein eigenes Buch gewesen, hätte ich es ausgemustert. Es war wohl nicht völlig furchtbar, aber auch nicht sonderlich gut.
    Serra Elinsens Awoken beschrieb ich bereits, dieses zweite (oder dritte) Lesen kam für mich einer Entzauberung gleich (auch weil ich inzwischen mehr über "50 shades" Bescheid weiß und nun erkenne, wenn sie darauf anspielen). Es verwundert mich nicht, dass dieses hastige, in zu viele widersprüchliche Richtungen strebende Projekt inzwischen unter Ferner liefen rangiert.
    Fazit: Zurück in meinem Schrank.
    Nina Hunters Schattenseherin beschrieb ich schon und hätte nichts hinzuzufügen. Stattdessen muss ich gestehen, dass mir die meisten Eindrücke wieder entschwinden.
    Fazit: Zurück in meinem Schrank. Es wurde schließlich signiert.
    Andy Marinos Carpe Somnium gelang es zusammen mit meinem Buchladen, mich davon zu überzeugen, "the next big thing" zu sein, sodass ich mich später wunderte, welche kleinen Wellen dieses Jugendbuch im "Ready Player One"-Fahrwasser tatsächlich schlug. Es lässt sich recht flüssig lesen und der Autor verbindet seine wechselseitig seinen beiden Protagonisten gewidmeten Kapitel stets mit Cliffhangern, die dann richtig reinschlagen. Es geht um eine Dystopie mit großer social media/gaming platform und... wie soll ich sagen... kennt ihr den Film "Gamer"? Dem es sehr gut gelingt, die Existenz von Videospiele wahrzunehmen und deren Ästhetik zu kopieren, der aber bei dem Versuch, die Sache auf den Kern zu bringen und weiterzudenken, an völlig absurden Orten landet? Außerdem handelt es sich um einen weiteren Roman, dessen Autor in den Danksagungen jemanden für Hilfe bei der Herausformung der Aussage der Geschichte dankt und ich vermuten kann, worum es ging, weil mehr als ein paar Krumen davon nicht bestehen.
    Fazit: In meinem Regal. Wie ihr seht, fand ich es interessant.
    Jeff Somers Elektrischer Mönch erzählt eine Cyberpunk-Geschichte um ein nicht ganz völliges Arschloch, der von der Handlung lernt, ein noch größeres Arschloch zu werden... und, ach... über die Charaktere kann ich nicht klagen, dafür erscheint mir das Worldbuilding jämmerlich schwach und schlecht, und wies das letzte Buch immerhin noch Krumen einer Aussage auf, ist dieses gänzlich leer.
    Fazit: Wartet auf die Entsorgung.
    Brett Battles' Profi dreht sich um ein Abenteuer eines Agenten in bester James Bond- oder Mission: Impossible-Manier - ein Machtfantasie-Protagonist, der alles kann, immer recht behält und am Ende mit Plotarmor die Welt rettet. Bahnhofsliteratur eben.
    Fazit: Zurück in mein Regal.
    Len Deightons SS-GB spielt in einem von Nazis besetzten Großbritannien und folgt den Spuren eines Kommissars. Es erhielt sogar vor einigen Jahren, im Fahrwasser des man in the high castle, eine Umsetzung als Miniserie, was mir für die etwas wild fließende Handlung als gute Wahl erscheint. Ich kann dem Autor bescheinigen, sich wirklich tief in die Materie eingelesen zu haben und ein glaubwürdiges London unter Nazi-Besetzung zu schildern. Schriftstellerisch sehe ich ihn allerdings eine Stufe unter einem Robert Harris.
    Fazit: Willkommen in meinem Regal.
    Daniel Scholtens Zweiter Tod ging mir wirklich gegen den Strich: Eine Geschichte rund um ein archäologisches Rätsel und eine Verbrecherorganisation mit Geheimdienstverbindungen, bei der eine unnötige Sexualisierung mitschwingt und die proklamiert, dass es ja doch toll und normal wäre, wenn ein Mann in den Fünfzigern ein minderjähriges Mädchen in die Kiste bekommt, weil das ja Hilfe beim Erwachsenwerden wäre und überhaupt... *urrks*. Darüber hinaus strauchelt es an der Frage, wie realistisch/glaubwürdig es sein möchte, und hält es für eine tolle Idee, in einem Krimi den Mörder erst im dritten Akt einzuführen.
    Fazit: Wartet auf Entsorgung.
    Charles Todds Dünnes Eis, von dem ich kaum mehr wusste, ob ich es schon einmal gelesen hatte, überraschte mich positiv. Ein Fall eines Kommissars kurz nach dem Ersten Weltkrieg... doch, richtig gut gemacht. Kann sein, dass ich mich nach der Reihe umsehe.
    Fazit: Zurück in mein Regal.

    Sachbücher sind ja immer ein ganz anderes Thema. Vielleicht schreibe ich dazu noch etwas.
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