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Thema: [Shadowrun: Hong Kong] Far away on the other side

  1. #141
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Nächste Arbeitszeit-Anekdote?
    Mir fiel vor einigen Wochen auf, dass Caitlin kurioserweise gerade inplay wie outplay dasselbe Alter aufweist. Als Name auf einem fremden Charakterbogen existiert sie seit 2000, den ich 2001 für eine Con konvertierte - den Monat weiß ich nicht mehr, aber ich würde Oktober annehmen. (Tatsächlich führte Caitlins einziges Abenteuer sie in die Wüste, gegen die "Nabilat".)
    Inplay wurde Caitlin am 1. September 2039 geboren und betritt im Januar 2062 den virtuellen Spieltisch... und das war beim Con-Charakter vermutlich genauso. Sie ist damit 21-23 oder eben 22 Jahre alt.

    Sie zählt übrigens auch zu meinen gerade einmal vier Spielercharakteren, die explizit ein Bild erhielten - und irgendwie steckt immer eine Geschichte dahinter: Ardus wurde einmal von meiner damaligen Freundin als Geschenk am mich gezeichnet. Fräulein Zauberin, mein Haupt-DSA-Charakter, erhielt eine Bebilderung als Dank für geleistete Lektorendienste. Mizuko, meine Avatar-Dame entstand im Rahmen eines "Ich möchte mich in Charakterdesign üben, gebt bitte Vorschläge." Caitlin... nun, die Geschichte erzählte ich in der Einleitung. Sie war eine klassische Commission - beziehungsweise genau jetzt drei sowie ein Dankeschön.
    Das liegt aber auch daran, dass ich mich gerade im vtuber-(Künstler-)Milieu befinde, wo solche Auftragsarbeiten recht normal sind.
    "Der Wogen Schlag im Herz, der Flammen Glanz im Haar."

  2. #142
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    So schloss ich die Personenvorstellung und den Großteil der Charaktererstellung ab und befinde mich noch in der sogenannten "Kleinscheißphase", in der das übrige Budget zwischen Waffen samt Munition, Geräten, Panzerung und Lebensstil verteilt werden muss...
    ... und weil ich nicht kommentieren möchte, bevor ich veröffentliche, möchte ich mich heute einem Thema zuwenden, das ich absichtlich außen vor zu lassen plante...
    ... oder besser: "zumindest bis jetzt außen vor zu lassen plante", denn nach der letzten Story dürftet ihr mich kennen...

    Mit dem Quellenbuch "Arsenal 2061" ging damals ein Abschnitt einher, der ein Regelgerüst zur Erstellung eigener Feuerwaffen erlaubte, und nachdem ich mir diesen abschrieb (ich besaß das Quellenbuch nie) und teilweise polierte, tobte ich mich darin richtig aus. Erst entstanden einhundert Waffen für die Firma Xerxes Industries, anschließend zwanzig für die Archon Corporation. Dann (und einhergehend mit der Übernahme XIs durch AC) setzte ich auf Qualität statt Quantität und polierte ein Dutzend (glaube ich) auf Hochglanz, mit selbstgefertigten Bildern und allen. (Zuletzt fertigte ich noch eine Reihe weiterer Modelle des Konzerns ROWA und verwandelte sie für ein Waffentest-Abenteuer in Karten, doch dies gehörte zu meiner neuen Kampagne, über die ich auch unter den Sternen berichtete.)

    Es gehörte ein Stückweit zu meiner Unterschrift, meinen Charakteren mindestens eines der hochpolierten Babys zu verpassen, doch bei Caitlin... nun, ihr aktueller Stand liegt noch vor der Übernahme. Wenn ich nicht meinem Plan folge und sie in Dublin zumindest zu Spielbeginn mit einem Regelwerkexemplar (vielleicht in der einheimischen AET-Ausgabe) ausstatte, müsste ich mich einmal durch die "Einhundert und Zwanzig" wühlen...
    ... und ja, ich möchte sie mir heute Abend zumindest einmal ansehen. Da ich meine Abschriften und Mofifikationen des Feuerwaffenerstellungssystems nicht mehr besitze, werde ich dort entweder fündig werden (und eingedenk guter alter Zeiten den Pinsel schwingen) oder den Bereich tatsächlich zu den Akten legen.
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  3. #143
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Um es auszuführen: Dem Waffenerstellungssystem lässt sich meiner Meinung nach guten Gewissens vorwerfen, nicht zu Ende - wenn überhaupt zur Mitte - gedacht worden zu sein.
    Ein Beispiel (und alles aus dem Gedächtnis): Ich könnte Caitlin mit einem Sportgewehr versorgen, dass auf Maximalschaden erhöht, mit Salvenmodus ausgestattet, auf einen Fünfzig-Schuss-Ladestreifen versehen und mit genügend Rückstoßdämpfung versehen wurde. Dann hätte sie effektiv ein Sturmgewehr zur Hand, ohne Vollautomatik-Modus, aber dank des höheren Grundschadens mit ziemlich tödlichen Salven.
    Oder anderes Beispiel: Nehmen wir ein Sportgewehr, verwenden wir die Bullpup-Bauweise, verkürzen wir den Lauf und kaufen noch soviel Tarnstufe hinzu, wie möglich ist (ich meine: Stufe 1). Schon entsteht ein Gewehr mit Tarnstufe 7 (oder 8, wenn ich irre), die sich durch einen Mantel auf 10 (oder 12) bringen lässt. Dabei handelt es sich um den Mindestwurf für die Entdeckung, und dies sind Werte, die sonst nur auf Unauffälligkeit ausgelegte Pistolen erreichen. (Holster lassen sich nicht mit diesem Sportgewehr verbinden, da sie explizit nach Pistolen verlangen. Dafür wäre die SURGE-Gabe "Beuteltasche" möglich, für richtig harte Werte.)
    Beide Beispiele beinhalteten keine Tricksereien, bloß den gezielten Build auf eine Aufgabe. Und: Auch wenn beide Beispiele verschiedene Aufgaben erfüllen, fallen sie beide immer noch unter die Sportgewehr-Klasse und damit die Gewehr-Fähigkeit. Auf diese Weise erlauben sie Charakteren, manche Fähigkeiten gezielt ganz zu umgehen.
    ... und ja, wie gesagt: Dabei handelt es sich nicht etwa um ein dubioses System "aus dem Internet", sondern um einen Abschnitt aus dem Dritten Editions-Waffenquellenbuch.
    "Der Wogen Schlag im Herz, der Flammen Glanz im Haar."

  4. #144
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Modifikationen im Feuerwaffendesignsystem (Stand: Ende 2002/Anfang 2003)

    Ich stellte gerade fest, dass ich meine Forenthreads dazu archivierte (vielleicht packe ich dies in eine nächste Anekdote), und weil es vielleicht ganz interessant wäre: Folgende Veränderungen nahm ich an dem Feuerwaffendesignsystem vor.

    Veränderungen
    1.) Korrektur eines Druckfehlers: Schockpolster wiegen nur 0,25 kg statt 2,5 kg. (Diese Deutung ließ ich mir tatsächlich von der Fanpro-Regelhotline bestätigen.)
    2.) Ich erhöhte die Stufe der zulässigen Gewichtsreduzierungen für einige Modelle.
    3.) Ich erlaubte auch Tasern, die Munitionskapazität zu erhöhen.
    4.) Ich erlaubte Modifikationen für Unterlauf-Granatwerfer (namentlich Munitionskapazität und Ladeart, dazu Gewichtsreduzierung).
    5.) Ich erlaubte eine Vollkeramikbauweise für Sportgewehre, denn: Warum nicht?.
    6.) Ich senkte die Kosten für Laserzielsysteme.

    Neue Optionen
    1.) Ich eröffne eine Möglichkeit, die Tarnstufe zu senken.
    2.) Ich eröffne eine Möglichkeit, den einen Teil des Waffenschadens zu senken.
    3.) Ich eröffne eine Möglichkeit, Bauplatz in der Waffe zu reduzieren.
    4.) Ich eröffne eine Möglichkeit, Ladestreifen zu verkürzen.
    6.) Ich eröffne eine Möglichkeit, Rückstoßdämpfung zu reduzieren.
    8.) Ich eröffne eine Möglichkeit, den anderen Teil des Waffenschadens zu senken.
    5.) Ich füge das Gasventil erster Stufe als Option ein.
    7.) Ich verpasse der anderweitig eingeführten Option eines Minigranatensteuersystems Werte.
    9.) Ich füge die Option "Ultraleichtbauweise" - als "Keramikkomponenten-Gewichtsreduktion ohne Keramikkomponenten-Effekt" - ein.
    Dazu machte ich mir auch Gedanken darüber, wie sich denn das Kraut und Rüben gleichende Shadowrun-Tarnstufensystem vereinfachen ließe. Ich kam zu folgendem Ergebnis.

    Nachdem ich mir mal einige Gedanken über ein festes Tarnstufensystem gemacht habe, biete ich euch hier meine Ergebnisse an. Anmerkungen bitte gleich hier rein.

    Tarnstufe:
    8 - Holdouts
    7 - Leichte Pistolen
    6 - Schwere Pistolen, Automatikpistolen
    5 - MPs
    4 - Schrotflinten
    3 - Sturmgewehre, Bullpup-Gewehre
    2 - Gewehre mit Verlängertem Lauf

    Mit folgenden Modifikationen:
    Laufverlängerung/-verkürzung: Tarnstufe -/+ 1
    (ausgeklappte) Schulterstütze: Tarnstufe -1
    Schalldämpfer/-unterdrücker: Tarnstufe -1
    Tarnholster: Tarnstufe +1

    Sonst keine Veränerungen in der Tarnstufe.

    Dies würde dann auch bedeuten, dass bei allen Waffen eine (ausgeklappte) Schulterstütze einen Punkt Rückstoßkompensation bringt (Hat jemand damit ein Problem?), ein Schockpolster auf einer festen Schulterstütze bringt dann einen weiteren Punkt (d.h. auch bei MPs mit einer festen). Dies würde dann darüber hinaus auch die Rückstoßkompensation von Bullpup-Waffen erklären: Die Schulterstütze ist ganz einfach schon inbegriffen.


    Und um noch ein Beispiel zu nennen: Nehmen wir einfach mal eine AK-47. Hier:

    Sie hätte in dieser Form als Sturmgewehr mit Schulterstütze Tarnstufe 2.

    Würden wir die Schulterstütze durch eine klappbare ersetzen, hätten wir Tarnstufe 3, ebenso wie wenn wir den Lauf ein Stück [bis zum Holzgriff] absägen würden.

    Würden wir beides tun, kämen wir auf Tarnstufe 4, womit sie in der Größenklasse einer großen MP oder eines Karabiners wäre. Und das ist sie ja auch.

    Würden wir das Magazin vielleicht noch ein wenig kürzen und auch noch den Holzgriff entfernen, wären wir bei Tarnstufe 5 und hätten etwa die Größe einer normalen MP ohne Schulterstütze. Und das stimmt ja auch.

    Somit zeigt sich: In Stufen ist dieses System halbwegs zu verwenden.
    Nur zu eurer Erheiterung.
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  5. #145
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Einen Blick und eine Lektion in Sachen Demut später...

    ... möchte ich mit einem Überblick beginnen: Da echte Scharfschützengewehre außerhalb der Reichweite von Startcharakteren liegen, muss Caitlin auf Sportgewehre zurückgreifen, und bei meinem "Shadowrun 3 mit Shadowrun 2-Quellenbüchern und Notizen"-Misch bleiben meine Optionen beschränkt: Das Grundregelwerk bietet mir die beiden Remington-Modelle mit einem kleinen Zielfernrohr an, der Straßensamurikatalog dazu eine Ruger mit dickerem Zielfernrohr.
    Unter den "Einhundert und Zwanzig" finden sich weitere vier Modelle (und kein einziges unter den Hochglanz-Exemplaren). Einmal setze ich tatsächlich das "Sturmsportgewehr"-Beispiel als wildes Experimentalmodell um (ergänzt um einen Unterlaufgranatwerfer für die volle Portion Wahnsinn). Bei einem handelt es sich einfach nur um ein Sportgewehr mit Smartgunverbindung. Das dritte geht in die Richtung "Ersatzscharfschützengewehr" mit einem umfassenden, multifunktionalen Zielfernrohr und Doppelstreifenmagazin für die schnelle Munitionsartwechsel...
    ... und das vierte gefällt mir, sodass ich es euch zusammen mit dem Charakterbogen vorstellen möchte.

    Beim Umgang mit dem Bild merkte ich allerdings schnell, dass mir die Fähigkeit fehlt, um ein Meisterwerk aus dem Handgelenk zu schütteln. Ich nutzte daraufhin ein gestrichenes altes Modell als Basis, wodurch das Ergebnis wahrscheinlich nahe an meinem alten Stil und qualitativ höchstens leicht über meinem damaligen Stand ausfallen dürfte.
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  6. #146
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Tatsächlich stellte ich bereits gestern oder vorgestern den Bogen fertig. Ich knabbere noch etwas und zaudere, aber ich denke, ich werde den Charakterbogen morgen hochladen.
    Werte/Hintergrundgeschichte/Zwanzig Fragen/Personenvorstellung/Einfühlgeschichte kommen (im Moment, vielleicht füge ich morgen noch etwas hinzu) auf sechzehn Seiten. Hinzu kommt noch das Titelbild dieser Story als Titelbild - und zwei Seiten für die Waffe.
    Anschließend möchte ich noch einige Kommentare zu einigen Punkten schreiben, die sich dann in einer weiteren Datei zusammenfassen und ebenfalls anhängen. Und dann... ach... sollte ich auch irgendwann mit dem Spiel fortfahren.

    ps: Ich fügte jenes Etwas hinzu, und so komme ich doch noch auf zwanzig Seiten. Yay.
    Geändert von Saphir (13.01.2023 um 15:02 Uhr)
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  7. #147
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Caitlin "Banshee" Copper - Neufassung 2022/23

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Yrj87Njh.jpg 
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Größe:	1,17 MB 
ID:	26956
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  8. #148
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Spielwerte

    Caitlin Copper
    Banshee


    Name:  cc.png
Hits: 5
Größe:  108,5 KB

    Metatypus: Elfe
    Alter: 22 (geboren am 1. Sept. 2039)
    Geschlecht: Weiblich
    Größe: 1,78 m
    Gewicht: 64 kg
    Hautfarbe: Kaukasisch-bleich
    Haarfarbe: Strohblond
    Augenfarbe: Türkis
    Besondere Kennzeichen: Besitzt ein
    silbernes Amulett mit „Phoenixfeder“


    Attribute
    Konstitution: 4
    Schnelligkeit: 7 (11)
    Stärke: 3
    Intelligenz: 5 (7)
    Charisma: 4
    Willenskraft: 4

    Reaktion: 9 (10)
    Initiative: 10 + 3w6

    Essenz: 6
    Bio-Index: 3,85

    Kampfpool: 11

    Gutes Karma: 8/8
    Karmapool: 1/1

    Vor-/Nachteile
    Aufmerksamkeit
    Unauffälligkeit

    Allergie (Holz, schwer)
    Dunkles Geheimnis
    Geschwächtes Immunsystem
    Schlechtes Karma

    Implantate
    Hochleistungsgelenke (k)
    Muskelstraffung (4, k)
    Synapsenbeschleuniger (2)
    Traumadämpfer
    Zerebralbooster (2)

    Fähigkeiten
    Athletik: 4 +1
    Heimlichkeit: 6 +1

    Pistolen: 6 +1
    Gewehre: 6 +1

    Gewehre (B/R): 2 +1
    Biotech: 3 +1
    Elektronik: 4 +1
    Elektronik (B/R): 4 +1
    Computer: 2 +1

    Gebräuche: 2

    Wissensfähigkeiten
    Scharfschützenverhalten: 5
    Unternehmensberater-Buzzwords: 2
    Magietheorie: 2

    Töpfern: 3
    Kochen: 3
    Schach: 2
    Videospiele: 5

    Englisch: 5
    -> (L/S): 3
    Sperethiel: 4
    -> (L/S): 2
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  9. #149
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Besitz

    Waffen
    AC S3b Stalker (12(s))
    -> 2 Streifen Normalmunition, 1 Streifen Gelmunition

    Browning Ultra-Power (10(s))
    -> 2 Streifen Normalmunition, 1 Streifen Gelmunition


    Panzerung
    Gepanzerter Mantel

    Tarnholster


    Ausrüstung
    Medkit

    Werkzeugkiste für Elektronikarbeit
    Computer (30 MP) mit Drucker

    Falsche SIN (Stufe 6): Cassandra Recc, Unternehmensberaterin im Sabbatjahr

    Unterschicht-Wohnung in Dublin
    3 Monate Unterschicht-Lebensstil

    Guthaben: 9.000 ¥
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  10. #150
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Hintergrundgeschichte

    Disclaimer: Sämtliche Personen und Organisationen sind vom Autor als fiktiv intendiert, Ähnlichkeiten zu real existierenden rein zufälliger Natur.
    Trigger Warnung: Teilweise ziemlich hässlicher Stoff

    2039-2052: Kindheit in Portland und Seattle
    Caitlin Mary Copper erblickte als zweites und jüngstes Kind von Stephen und Marylin am 1.9.2039 in Portland, Tir Tairngire, das Licht der Welt. Ihre beiden elfischen Eltern gehörten zu jener metamenschlichen Immigrantenwelle, die seit 2029 dem Landstrich ein neues Gesicht verliehen; sie arbeiteten für einen Portlander Automobilkonzern – Marylin als Entwicklerin, Stephen als Magier und in der Qualitätssicherung –, lernten dort einander kennen, heirateten und ließen einen Sohn folgen, den 2033 geborenen Leland Andrew. Während dieser Zeit nahm auch der Staat Tir Tairngire Gestalt an, und jene bisweilen schnell wechselnde Mischung aus hoffnungsvoller Aufbruchsstimmung und panischen Ängsten drang auch in das Heim der Coppers vor, besonders als Stephen eingezogen wurde und als Militärmagier bei beiden Unabhängigkeitskriegen mitkämpfte.
    Caitlin fehlen die Erinnerungen an ihren Vater, da dieser am 8.12.2041 bei einem Bombenanschlag auf einen Schnellimbiss ums Leben kam. In der Folge bemühte sich ihre Mutter redlich, Karriere und Kinder unter einen Hut zu bekommen. Caitlin war ein stilles Kind, dessen Leben aus Schule, Hausaufgaben, Freundinnen und ihrem Hobby Töpfern bestand. Sie musste es erdulden, als ihr Bruder die Pubertät erreichte und sich sein Verhalten von „anstrengend“ zu „komplett unausstehlich“ verschlimmerte. Seine Mischung aus Arroganz, Alkohol, Unzuverlässigkeit und grundsätzlich jeder Art von Rebellion, die seine Mutter mit gereizten Tiraden und ostentativem Selbstmitleid erwiderte, sorgten für eine angespannte Stimmung im Haushalt und wildem Geschrei am Küchentisch, unter dem sich Caitlin wegduckte und unsichtbar wurde.
    Im Jahr 2049 zwang die Verlegung ihres Arbeitsplatzes Marylin und ihre Kinder zum Umzug nach Seattle. Während dies den Ärger rund um Leland noch weiter anheizte – dieser flog wenig später nach einem Akt der Rebellion von der Schule und kam zu einer Stelle als Aushilfskraft –, vollzogen sich die Änderungen in Caitlins Leben im Stilleren. Sie musste sich eine neue beste Freundin suchen und das Töpfern aufgeben, stieg dafür aber – auf Anregung einer Freundin und Drängen ihrer Mutter – bei den Pfadfindern ein.

    2052-2053: Banshee-Squatterin
    Am späten Nachmittag des 8.8.2052, einem Donnerstag, wurde Caitlin während des Heimwegs von der Schule in einen Minivan gezerrt. Die Männer fuhren mit ihr in einen heruntergekommenen Teil der Stadt, wo drei von ihnen in einer dunklen Hintergasse sie reihum vergewaltigten, während der vierte, der Fahrer, onanierend zusah. Danach zog einer ein Messer, murmelte etwas und stach dreimal auf sie ein, ehe die Männer in ihrem Wagen verschwanden und ihr Opfer zurückließen. LoneStars spätere – spürbar halbherzig durchgeführte – Untersuchung scheiterte an der Identifikation der Täter; sie fanden den Tatort und nahmen anhand der Blutmenge an, dass Caitlin verstorben und ihre Leiche einem Ghul in die Hände gefallen sei. So wurde sie für tot erklärt.
    Tatsächlich stolperte ein Vampir über ihren sterbenden Körper, der den Nachtisch gerne mitnahm und hemmungslos schlemmte. Caitlin bekam davon nichts mit. Sie erwachte erst später in der Nacht, mit stechenden Kopfschmerzen, fiebrig und mit den unverdauten Eindrücken eines widerlichen Tages, und zog halb bewusst durch die Straßen, bis sie gegen halb drei Uhr nachts vor der Türschwelle ihrer besten Freundin stand.
    Michelle Czerny zog erst zwei Jahre zuvor zusammen mit ihrer Familie aus ihrer Heimat, der Schweiz, nach Seattle, und als sie dies in Caitlins Klasse führte, wurden die beiden Ausländerinnen rasch unzertrennlich. Nun sah sie diese schlaftrunken an und lud Caitlin ein, hereinzukommen und erst einmal bei ihr zu übernachten. Ihre Eltern kämen morgen von ihrem Kurzurlaub heim, sie würden wissen, was zu tun wäre.
    Später in dieser Nacht, als Caitlin sich schlaflos unter einer Decke auf dem Sofa rollte, erwachte in ihr der Hunger. Von ihrem Drang überwältigt, stand sie plötzlich vor Michelles Bett, stürzte sich mit wildem Geheul auf sie und hetzte sie zu Tode. Erst nach einer Zeit, als sie immer noch neben Michelles Leiche kniete und deren Hand hielt, dämmerte es ihr, was geschehen war.
    Michelles Eltern kehrten am frühen Morgen zurück, braun gebrannt und gut gelaunt. Sie bemerkten den Gast ihrer Tochter erst, als dieser sie umbrachte.
    Caitlin verbrachte noch einige Tage neben den vermodernden Leichen in der Wohnung, ehe die Angst, dass jemand ihr auf die Schliche kommen könnte, auf die Straße trieb. In den folgenden Monaten lebte sie recht lange in einem Parkhaus, verschlief den Tag bisweilen in einem Sarghotel und begab sich bisweilen nachts auf die Jagd nach leichten Zielen. Sie sah auch einmal nach ihrer Familie, wo sie aber nur erfuhr, dass ihre Mutter einen Tag nach ihrem Alptraum bei einem Autounfall gestorben war, ihr Bruder auszog und bereits neue Mieter die Wohnung bewohnten. Sie fragte sich, ob es wohl auch ein Grab für sie selbst gab, fand keines, stieß aber auf jenes der Czernys, das sie mehrfach besuchte.
    So verging der Herbst und der Winter, ehe kurz nach dem Dreikönigstag eine Einsatzgruppe den aufgegebenen Blumenladen stürmte, in dem Caitlin ihr Quartier aufgeschlagen hatte. Ehe sie sich versah, prasselten Zauber auf sie ein und ließen ihre Welt in Schwärze versinken.

    2053-2056: Isolation
    Caitlin erwachte in einer abgeriegelten Zelle in einem abgelegenen Teil in einem Fabrikgelände außerhalb von Seattle. Am 20.1.2053 begrüßte sie eine Person, die in den nächsten Jahren ein Eckpfeiler ihres Lebens werden sollte.
    Der damals siebenunddreißig Jahre alte, unter dem Namen „Ardus Darque“ lebende Elf hatte als junger Erwachsener als Proto-Shadowrunner seinen Lebensunterhalt verdient, ehe er in der Nacht des Zorns mehrere Metamenschen rettete und dadurch zum Volkshelden erklärt wurde. Anschließend von dem Konzern Xerxes Industries Armory als Co-Sicherheitschef mit einem Fokus auf die automatische Sicherheitsanlage eingestellt, dadurch aber auch in Clinch mit seinem Totem geratend, erhielt von seinem Chef einen besonderen Auftrag: Ein anderer Zweig des Unternehmens, Xerxes Industries Biotechnics, forsche an einem Heilmittel gegen MMVV und habe deshalb eines Teils ihres Betriebsgeländes für die Unterbringung einer Testperson untergemietet. Nun wünsche er, dass Ardus sich nicht nur persönlich um deren Einrichtung, sondern auch um den Umgang mit der Probandin kümmere; dieses Projekt sei eine Geheimsache, nicht zuletzt deshalb, weil die bisherige Entwicklung des Präparats noch von einer unschicklich hohen Letalität begleitet sei.
    Ardus erwies sich als gute Wahl für den Ansprechpartner, da er nicht zuletzt seit seiner Zeit in den Schatten an den Umgang mit Gefahren gewohnt war und den Umgang mit Schmutz und Schuld kannte. Er behandelte Caitlin von Anfang an wie eine Person und eine Mitreisende auf den oft rauen Gewässern des Lebens, und er besaß die Ruhe und Geduld, um Worte und Taten nötigenfalls an sich abprallen zu lassen. Das Eingangsgespräch machte bereits den Boden deutlich, auf dem sie sich befänden: Abseits dieser Mauern würde nichts Gutes auf sie warten, da man sie dort als Monster und/oder als Mörderin behandeln werde, doch wenn sie sich auf das Experiment einlasse, dann würde sie damit auch auf die Chance hinarbeiten, sich ein neues Leben aufzubauen.
    In der Folge nahm Ardus für Caitlin die Rolle eines Therapeuten, Mentors, Privatlehrers, Freundes und Ersatzvaters ein. Während ihr Körper über Jahre die MMVV-Infektion überwand, musste sie erst lernen, das Monster in sich und die daraus entspringenden Taten zu akzeptieren und dann hinter sich zu lassen. Ihre Lebenswelt beschränkte sich erst auf die drei Räume der Zelle, dann das gesamte (wenig beeindruckende) Gebäude (abzüglich einer Räume), in ihrem letzten Jahr kam es auch zu begleiteten Ausflügen in die Außenwelt. Sie verbrachte ihre Zeit mit Lernprogrammen, um mit der Schule Schritt zu halten; sie spielte mit Ardus Schach, was sie bald als Hobby für sich adaptierte, und nachdem sie zu Beginn mit Kleintieren gefüttert wurde, sie sie für ihre Essenz zu Tode hetzte, begriff sie es als ein Akt des Stolzes und des Fortschritts, Kochen zu lernen und für sich selbst zu kochen. Lange Gespräche mit Ardus und einer weiteren Person sowie die Möglichkeiten eines Computers ohne Verbindung zur Außenwelt vollendeten den Umfang Caitlins Lebens.
    Bei dieser Person handelte es sich um Ardus’ enge Freundin und Kollegin Susan „Nova“ Doyle, festangestellte Firmendeckerin und Verantwortliche für das Standort-Computersystem. Während dieser der Umgang mit Extremerfahrungen fehlte, das das Fundament von Caitlins starker Bindung zu Ardus bildete, entwickelte sie sich doch auch zu einer Freundin von Caitlin und wie erhofft, aber auch notgedrungen zu deren Ansprechpartnerin für „Frauenthemen“ und jener Bereiche, zu denen der asexuelle, aromantische Ardus keine Erfahrungswerte beitragen konnte.
    Das Versprechen, sie auf eine neue Existenz vorzubereiten, wurde in jenen Jahren nie gezielt verfolgt. Es stand zunehmend die Idee im Raum, dass Caitlin als Sicherheitskraft der Anlage anheuern solle, um bei Ardus und ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben, und dies führte auch dazu, dass er mit ihr Schießübungen veranstaltete, doch ehe etwas in Stein gemeißelt werden konnte, veränderte sich die Lage.
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