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Thema: [Shadowrun: Hong Kong] Far away on the other side

  1. #151
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Disclaimer: Sämtliche Personen und Organisationen sind vom Autor als fiktiv intendiert, Ähnlichkeiten zu real existierenden rein zufälliger Natur.
    Trigger Warnung: Teilweise ziemlich hässlicher Stoff
    (...)

    2056-2061: Teil der Recc-Gruppe
    Ardus offenbarte ihr, dass der Anführer einer Sondereinsatzgruppe Interesse daran gezeigt habe, in zu rekrutieren und dass er – zumal unter dem Druck seines Chefs und seines Totems – dieses Angebot gerne annehmen würde. Da ihre Genesung und Resozialisierung im Sinne des Projekts so gut wie abgeschlossen seien, wäre es nun an der Zeit, dass sie ihr eigenes Leben zurückbekomme. Caitlin erwiderte, dass sie ja nichts habe, wohin sie gehen könne. Ardus versprach, auszuloten, ob er sie nicht mitnehmen könne, und konnte ihr später mitteilen, dass sich der Verantwortliche dafür offen gezeigt habe, solange sie die Bereitschaft mitbrächte, einen Wert für das Team zu entwickeln. Im Verlauf der folgenden Wochen und in weiteren Gesprächen nahm dieser Pfad immer deutlichere Formen an.
    Jener Anführer des Teams, Charlie Recc, erwies sich als Mensch in den Vierzigern mit dem Verhalten eines Offiziers und dem Körper eines Elitesoldaten. Caitlin lernte ihn als einen stillen Grübler kennen, der die Nähe der meisten Angehörigen seiner Gruppe mied, sich weder beruflich noch privat in die Karten blicken ließ und keine Sachlagen diskutierte, sondern nur Entscheidungen und Befehle verkündete. In diesen Eingangsgesprächen ließ er Caitlin gegenüber die Bemerkung fallen, selbst eine Tochter in ihrem Alter zu haben. Sie lernte sie jedoch nie kennen und erfuhr nicht einmal ihren Namen.
    In einem dieser Gespräche brachte er auch die Idee auf, Caitlins Wert mittels Implantaten zu steigern. Zwar halte er Cyberware bei einer Heranwachsenden für eine schlechte Idee, doch er könne sie in einem Bioware-Testprogramm einschreiben, das es ihnen erlaube, hochwertige Objekte für einen Bruchteils des Marktpreises zu erhalten, wenn sie nur bereit wäre, sich gelegentlichen Untersuchungen zu unterziehen sowie Messdaten und Erfahrungen weiterzuleiten. Caitlin nickte; sie entschieden sich gemeinsam für eine Auswahl und Charlie unternahm die weiteren Schritte.
    Charlies Gruppe operierte hinter der Fassade der Unternehmensberatung „Argo Solutions“ (das Logo zeigte eine stilisierte griechische Trireme mit einer Stange voller einzelner, im Wind flatternder Fäden statt eines Segels), die aus einem Büro und einem dahinterliegenden Mitarbeiter-Wohnheim bestand. Ihre zwei bis drei Dutzend angestellte Spezialkräfte, die nur teilweise im Wohnheim lebten und unter denen (auch, aber nicht nur aufgrund von Todesfällen) eine gewisse Fluktuation herrschte, gaben sich nicht einmal die Mühe, wie Unternehmensberater zu erscheinen. Stattdessen führten sie die Missionen aus, die Charlie ihnen übermittelte und bei denen sie selbst nur spekulieren konnten, ob sie die Geheimmissionen der vermuteten Teilhaber erfüllten oder Charlie sie wie normale Schattenkräfte vermakelte.
    Caitlin zog in das Mitarbeiter-Wohnheim ein, das in den folgenden Jahren ihr Zuhause werden sollte. Während sie das Scharfschützen-Handwerk erlernte, für dessen Pfad sie sich zusammen mit Charlie entschied, und langsam an die Arbeit im Team herangeführt wurde, griff sie ihr altes Töpfer-Hobby wieder auf und verbrachte Zeit in der neuen Gemeinschaft.
    Zu jenen Personen in ihrem Leben gehörten etwa die platinblonden elfischen „Zwillinge“ Tes und Tesia Serc, die gemeinsam von der Söldnereinheit „Black Elite“ abgeworben worden waren und die Caitlin nie sicher verrieten, ob sie wirklich Geschwister waren oder dies damals nur im Waisenhaus für sich beschlossen hatten. Der Scharfschütze Tes mit seiner unaufgeregten Professionalität wurde ihr Lehrmeister, bei seiner draufgängerischen Schwester handelte es sich um eine Samurai und um eine selbsterklärte Schlampe, die jedoch Caitlin nicht davon überzeugen könnte, dass das Leben zu kurz sei, um Dreier mit zwei Fremden in einer Bartoilette auszulassen.
    Die elfische Straßenkämpferin und Nahkampf-ki-Adeptin Rela „Panther“ Shuuk gehörte zu „einem anderen Team“, weilte aber oft für gemeinsame Trainingseinheiten mit Charlie zu Besuch, bei denen sich die Teammitglieder selbst davon vergewissern konnten, zu welchen unmenschlich erscheinenden Leistungen ihr ebenfalls als Nahkampf-ki-Adept tätige Chef fähig war. Wenn Mitglieder des Teams die bildhübsche Rela zu weiteren Infos über ihren einsamen Wolf oder ihre eigene Gruppe ausfragen wollten, lachte sie dies gewöhnlich nur weg und antwortete nur, dass sie froh sein könnten, einen Anführer wie Charlie Recc zu haben.
    Der Decker Samuel „Thunderlord“ Troyd besaß derweil einen schweren Stand im Team. Als rechte Hand Charlies wahrgenommen – schon weil die Gehaltszahlungen in seinen Aufgabenbereich fielen –, saß er förmlich zwischen den Stühlen, und die Gemeinschaft warf ihm vor, dass seine „Während der Arbeitszeit bin ich Decker, meine Freiheit gehört mir“-Einstellung und sein fehlender Ehrgeiz, mit aller Kraft zu den bestmöglichen Vertretern seiner Zunft gehören zu wollen, dem Team eine fatale Schwachstelle bescherte. Er selbst bemühte sich derweil redlich darum, Anschluss an seine Kollegen zu finden und nicht nur als „der Freak mit dem Deck“ wahrgenommen zu werden. Caitlin selbst nahm schon wegen ihrer Trennung von Susan seine Gegenwart als Affront und konnte in ihm nur der in jeder Hinsicht unterlegene Ersatz erkennen, auch wenn sie zugeben musste, dass er sich ihr gegenüber immer korrekt verhielt. (Nur als sie seinen Vorschlag, es doch einmal mit Cosplay zu versuchen, vielleicht etwas zu entsetzt zurückwies, entstand eine Verstimmung.)
    Derweil lockerte sich ihre Beziehung zu Ardus. Während sich ihre Welt um das Wohnheim und dessen Bewohner erweiterte, zog Ardus dort nie ein. Stattdessen nutzte er die frisch wiedererlangte Harmonie mit seinem Totem, um sich der Erschaffung eines Verbündeten zu setzen. Mit diesem Geist – der den Namen „Gizmo“ annahm – hatte sie kaum etwas zu tun, nicht zuletzt weil sie sich schnell auf dem falschen Fuß erwischten: Sie wurde von seiner Arroganz und Eifersucht abgestoßen, er nahm mit eisiger Wut auf, dass sie ihn vorwiegend als „dein Ding“ oder „dein Projekt“ bezeichnete.
    Sie hielt auch den Kontakt mit Susan aufrecht, auch wenn er sich vorwiegend auf Nachrichten mit ein paar Treffen beschränkte. In dieser Phase ihres Lebens hatte Caitlin Kameraden, keine echten Feinde, aber auch keine engen Freunde.

    2061: Kataklysmus
    Im Nachhinein erschien es Caitlin, als hätten die Anzeichen der Katastrophe schon vorher in der Luft gelegen. Relas Besuche wurden seltener, bis sie ganz endeten, und das Konzept der „befreundeten Teams“ schien aus dem Wörterbuch zu verschwinden. Dann begab Charlie sich zusammen mit Ardus, aber ohne Caitlin, selbst auf eine Mission, die alle Beteiligten als Routine behandelten. Am 18.8.2061 erfuhr das Wohnheim von Charlie Reccs überraschendem Tod.
    Samuel forderte, Ruhe zu bewahren. Ihre Besitzer würden schon bald einen neuen Kommandanten bestimmen. Ardus erklärte seinen Verdacht, dass sich ein Verräter eingeschlichen haben müsse, was selbst die anderen überlebenden Mitglieder des Stoßtrupps als Paranoia und Beleidigung ansahen. Mit seiner Ankündigung, auf eigene Faust nach dem Leck zu suchen, und einigen überraschend hasserfüllten Erwiderungen schied er faktisch aus der Gemeinschaft aus.
    Die Mitglieder veranstalteten für Charlie ein inoffizielles Begräbnis. Die nervöse Anspannung blieb, aber nichts passierte. Das Gehalt wurde weiter gezahlt, die Ernennung eines neuen Kommandanten ließ auf sich warten.
    Am 13.9.2061 fand ein Mitglied der Gruppe Samuels übel misshandelte Leiche. Niemand fand heraus, wer dahintersteckte, und niemand wusste wirklich, wie es weitergehen sollte.
    Am 27.9.2061 erschien Rela im Büro der Argo und bat um Unterschlupf. Ihr Kommandant sei erschossen worden, ihr Team werde gejagt und dezimiert, sie selbst benötige nur einige Tage, um eine Wunde zu behandeln und Dinge zu organisieren, damit sie ganz aussteigen könne. Noch vor ihrem Aufbruch zwei Tage später nahm die Caitlin zur Seite, um ihr etwas privat anzuvertrauen: Sie wisse nicht, warum Ardus ihrem Kommandanten umbrachte – auch wenn dieser Widerling es weiß Gott verdient habe –, doch alle Spuren würden auf ihn als Täter hindeuten.
    Das Septembergehalt wurde nie ausgezahlt, der Kontakt mit von der Gemeinschaft inzwischen als „die Zentrale“ bezeichneten Institution nicht wieder hergestellt. Weitere Mitglieder machten sich davon, andere wie Caitlin warteten in gespannter, unwirklich erscheinender Atmosphäre auf die Rückkehr der Ordnung. Da erreichte Caitlin am 8.10.2061 ein Anruf: Eine sichtlich nervöse, sich bisweilen verhaspelnde Susan berichtete, dass sie herausgefunden hatte, dass eine Geheimgruppe nicht nur Reccs Tod zu verantworten, sondern auch ihren Bruder entführt hätte – „ja, Leland“ –, um Experimente an diesem vorzunehmen. Sie wisse auch, wo sich diese gegenwärtig aufhalten würden, nämlich…
    Mit diesen Informationen zur Hand wandte sich Caitlin umgehend an ihre übrigen Kameraden: Es gäbe da diese Gruppe, die ihnen weh getan hätte. Nun heiße es, zurückzuschlagen, Charlie Recc zu rächen und außerdem ihren Bruder zu befreien. Wer wäre dabei?
    In der Nacht zum 11.10.2061 unternahm Caitlin mit den Freiwilligen und einigen kurzfristig angeheuerten Schattenläufer-Hilfskräften einen Run gegen einem von einer Scheinfirma betriebenen Rechenzentrum mit erstaunlich imposanter Sicherheit am Rande der Stadt. Mit ihrem Scharfschützengewehr erst das Gelände sichernd und dann einen Wachturm besetzend, bekam sie nur aus der Ferne mit, wie der Stoßtrupp agierte – und das Unheil seinen Lauf nahm: Ihre Einsatzgruppe, die ohne größere Probleme den Gefangenen befreien konnte und in einem eigenen Kleintransporter floh, geriet am Fahrzeugtausch-Ort in einen Hinterhalt. Caitlin selbst kehrte zum Argo-Komplex zurück, der inzwischen in Flammen stand, und rannte durch das brennende Wohnheim auf der Suche nach Bewohnern ohne durchgeschnittene Kehlen. Später stand Ardus neben ihr, Credstab und PDA für sie hinhaltend: Es habe den Verräter gegeben, sagte er, doch er sei ihm erst zu spät auf die Schliche gekommen. Nun sei das Team zerschlagen worden und auch ihr Leben in Gefahr. Er habe zusammen mit Susan alles für ihre schnelle Flucht nach Irland vorbereitet, ihr Flug gehe in drei Stunden…
    Sie weiß nicht mehr, was sie darauf erwiderte. Er blickte sie durchdringend und erschöpft an, nur um dann zu bestätigen, dass sie tatsächlich allein reise. Dies hier sei, fügte er hinzu, nicht ihr Kampf.

    2061-2062+?: Neuanfang
    Caitlin erreichte Dublin mit leichtem Gepäck. Die falsche SIN „Cassandra Recc“, die so deutlich Susans Fingerabdrücke aufwies, ging mit etwas Reisekapital und einer erworbenen Wohnung, aber ohne Erklärung oder Lizenz für Ausrüstungsgegenstände einher, sodass sie gar nicht erst versuchte, irgendetwas mitzunehmen. Sie fühlte sich in jenen ersten Wochen nackt und gestrandet; zunächst versuchte sie noch, es als Urlaub anzusehen und die wichtigsten Touristenorte abzuklappern, doch dies gab sie es auf, weil sie nichts davon aufnehmen konnte. Ihre Gedanken kreisten um jene letzten Tage und Wochen, sie fühlte sich in einem skurrilen Traum, und in ihrer Mattheit beschränkte sie sich zunehmend auf ihre eigenen vier Wände. Wenn sie sich nicht Videospielen widmete, dann verbiss sie sich in die Newsseiten und in Shadowland, um nur irgendwie ein Bild davon zu bekommen, was in ihrer echten Heimat und rund um ihr Team geschah. Es endete erfolglos.
    Da stolperte sie in Shadowland auf einen anderen Thread: Eine Person mit Namen „Chaser“ erklärte, bald aus der Haft entlassen zu werden und deshalb nach einer bezahlbaren Unterkunft in Dublin und Umgebung zu suchen, die sich nicht um Vorstrafen schere. Caitlin antwortete kurzerhand, und der nachfolgende Austausch bescherte ihr eine Mitbewohnerin, mit der sie sich recht gut verstehen sollte. Die Gespräche am Küchentisch bedeuteten nicht nur einen Kontakt mit einer anderen lebenden Person und der Außenwelt, sondern ließen in Caitlin auch langsam die Idee Gestalt annehmen, dass sie in Dublins Schatten als Runnerin tätig werden sollte.
    Chaser bestand rundheraus darauf, von nun an im Einklang mit dem Gesetz zu leben, vermittelte Caitlin aber die Möglichkeit, Ausrüstung zu beschaffen und Orte zum Training zu finden. Inmitten all der Vorbereitung und kurz nach dem zweiten Advent ging ein überraschender Anruf bei ihr ein: Eine weibliche Stimme erklärte, dass sie gerade vor Ort ihr Schiebergeschäft hochziehe und Caitlin dabei gerne in die Reihen ihrer vermittelten Runner aufnehmen wolle; die Nummer habe sie von einem Freund. In einem Treffen auf dem Weihnachtsmarkt – mit heißem SoyKakao für Caitlin und Glühwein für Sylvia – besprachen sie weitere Einzelheiten und kurz nach Neujahr ging der erwartete Anruf ein: Sie habe da einen Mr. Johnson und ein passendes Team. Wäre Banshee bereit für ihren ersten Run?
    "Der Wogen Schlag im Herz, der Flammen Glanz im Haar."

  2. #152
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Zwanzig Fragen, liebe Caitlin

    1.) Welches Geschlecht hat der Charakter?
    Cis-Weiblich. Sie nutzt „She/her“-Pronomen.

    2.) Welche Körpergröße hat der Charakter?
    1,78 Meter. Damit befindet sie sich zwischen Ardus und Leland sowie unter dem elfischen Durchschnitt.

    3.) Welche Farbe haben Haare, Augen und Haut?
    Caitlins natürliche Haarfarbe ist strohblond, mit türkisfarbenen Augen. Sie ist kaukasisch, und dazu recht bleich.

    4.) Wie sieht das generelle Erscheinungsbild aus?
    Caitlin gibt sich große Mühe bei ihrer Sauberkeit, interessiert sich aber nicht sonderlich für Mode, Make-up, Frisur und Erscheinungsbild. Für ihre Missionen rotierte sie je nach Umständen zwischen Panzerjacken, gepanzertem Mantel und Tarnanzug, ihre persönliche Kleidung wirkt oft generisch und uninspiriert. Nach dem Trauma ihrer Vergangenheit achtet sie (inzwischen unbewusst) darauf, möglichst keine Haut zu zeigen, und sie übernahm Ardus’ Eigenart, üblicherweise Handschuhe zu tragen. Bei der Wahl ihres Schuhwerks achtet sie auf Praktikabilität.
    Möchte sie nach Business erscheinen, zielt sie meist mit Bluse und Blazer auf ein seriöses Unternehmensberater-Bild ab. Als Charlie das Team einmal zu einem Abendessen in der Space Needle einlud, entschied sie sich für eine grasgrüne Brokatrobe und von Magiersymbolen inspiriertem Schmuck, das ihre Teamkameraden knapp komplimentierten. (Dass sie allerdings von einem kleinen Mädchen auf der Toilette gefragt wurde, ob sie eines von diesen „Spike Babies“ wäre, brach ihr das Herz.) Als Tesia sie einmal mit in den Club mitnehmen wollte, wollte ihr diese ein silbernes Oberteil leihen, ehe die Schminkversuche in einem mexikanischen Standoff mündeten, und bei einem Ausflug zum Badestrand zwecks Teambilding zog sich Caitlin böse Blicke zu, als sie im Burkini erschien.
    Caitlin sieht eine „magische“ Kette als ihren wertvollsten Besitz an, die einst Ardus trug und ihr kurz nach ihrer ersten Begegnung als Schutz- und Glücksbringer schenkte, ehe er sich eine neue zulegte. Sie besteht aus einem einfachen Band mit einem silbernen Amulett und einer „Phoenixfeder“ (die tatsächlich von einem Falken stammt).

    5.) Wo wurde der Charakter geboren?
    Portland, Tir Tairngire.

    6.) Wie alt ist der Charakter?
    Caitlin erblickte am 1.9.2039 das Licht der Welt. Beim angenommenen Kampagnenstart im Januar 2062 wäre sie damit 22 Jahre alt.

    7.) Aus welcher Familie entstammt der Charakter?
    Caitlin wurde in eine mittelständige Familie der beiden Konzernangestellten Stephen und Marylin Copper sowie ihrem sechs Jahre älteren Bruder Leland hineingeboren, wobei sich dieser Status Quo schon während ihrer Kleinkindzeit aufgrund des Tods ihres Vaters änderte. So erlebte Caitlin eine aufgrund ihrer Arbeit ob abwesende Mutter und eine schon aufgrund des Altersunterschieds distanzierte Beziehung zu ihrem Bruder, die mit Einsetzen von dessen Pubertät noch distanzierter und belasteter wurde. Die ewigen Streitereien zwischen ihrer Mutter und ihrem Bruder sowie deren Abwesenheit bestimmten ihr Familienbild, die sich schon damals mehr zu ihrem Freundeskreis und ihren Hobbygruppen orientierte, bevor ihre Familie ganz aus ihrem Leben verschwand.

    8.) Hat der Charakter schon eine eigene Familie gegründet?
    Nein. Romantische und (bis auf die eine böse) sexuelle Erfahrungen fehlen ihr komplett.
    In romantischer Hinsicht lag das auch daran, dass sich im Verlauf ihres Lebens nie eine passende Partnerin aufdrängte: Während ihrer Zeit in Behandlung bestand ihr Umfeld gerade einmal aus zwei Personen (ohne Internetzugang aus Sicherheitsgründen) und in Reccs Team wurde sie vorwiegend als das Azubi-Küken unter dem Schutz der beiden mächtigsten Männer stehend angesehen, auch da sie sich als Minderjährige anschloss. In sexueller Hinsicht lastet das Trauma der „einen bösen Nacht“ stärker auf ihr, als ihrem Umfeld und vielleicht sogar ihr selbst bewusst ist. (Ardus konzentrierte seine therapeutischen Bemühungen auf den Umgang mit der Banshee-Natur und übersah weitgehend die Folgen der Dinge davor, zumal er sich hier auch als unpassende Bezugsperson erwies.) Es behagt ihr nicht, von anderen als möglicher Beischlafpartner wahrgenommen zu werden, und obgleich sapphisch ausgerichtet, betrachtet sie den Geschlechtsakt als Sache anderer Leute und beschränkt sich auf ein gedachtes „Panther sooo pwetty!“.

    9.) Wo und wie wurde der Charakter erzogen?
    Sie besuchte staatliche Schulen in Portland und Seattle (mit Wechsel während ihres neunten Lebensjahrs). Es herrschte ein gutbürgerlicher Geist – verbunden mit der Aufbruchsstimmung in Tir Tairngire und einer wahrgenommenen Kälte in Seattle –, doch weder ihre oft abwesende Mutter noch ihr oft mit dem Aufpassen auf sie betrauter Bruder vermittelten ihr das Gefühl, sich sonderlich um sie zu scheren. Die Rolle des Erziehers und Ausbilders nahmen teilweise auch andere Personen ein, Lehrer und Gruppenleiter während ihrer Kindheit, Ardus, die Recc-Gruppe und Tes im späteren Verlauf ihres Lebens.

    10.) Hat der Charakter seinen Lebensunterhalt jeweils auf andere Art bestritten?
    Ja, auf dem Papier als angestellte Unternehmensberaterin der Argo Solutions und tatsächlich als ein Teil einer geheimen Sondereinsatzgruppe.

    11.) Was ist mit den politischen und religiösen Überzeugungen des Charakters?
    Caitlin übernahm die in ihrem Umfeld herrschende Überzeugung an einen entpersönlichten Gott als eine kosmische Macht mit Nähe zu Natur und Magie, der selbst nicht in die Geschichte eingreift, aber natürlich mit seiner Vorsehung die Gründung des Elfenstaats Tir Tairngire gutheißt. Tatsächlich entwickelte sie selbst aber keine tieferen Überzeugungen in diesem Bereich; sie empfindet Ordnung in Zivilisation (wie in ihrer Zeit bei Xerxes oder der Recc-Gruppe) als etwas Gutes und Erstrebenswertes, Chaos und Verfall (in der Endform ihrer Familie, ihre Banshee-Zeit auf der Straße oder die Zerstörung der Recc-Gruppe) hingegen als etwas Schlechtes und Schädliches. Sie fühlt sich als Tir Tairngire-Bürgerin mit einem leichten, uninformierten Patriotismus und ist zwar nicht spürbar rassistisch, aber in ihrem vorwiegenden Fokus auf Mitelfen nicht gänzlich rassenblind.

    12.) Welche Moralvorstellungen hat der Charakter?
    Charlie präsentierte die Einsätze seiner Gruppe wie Militärmissionen, und diese Darstellung und Sprache von „Zielpersonen“ und „Kombattanten“ half Caitlin dabei, sich an den schmutzigen Alltag eines Schattengeschäfts zu gewöhnen. Würde man sie auf „die tragischerweise von ihr getöteten Personen“ ansprechen, dann würde sie dies mit Michelle und den Opfern ihrer Banshee-Zeit assoziieren; als Scharfschützin gehört das kaltblütige Töten zu ihrem Aufgabenbereich und sie hält alle Personen, die Waffen tragen und/oder ihr Team, ihre Mission und oder sie bedrohen, für legitime Ziele. Tatsächlich zählte sie nicht mit, wie viele Personen sie in ihren fünf Jahren bei der Recc-Gruppe eliminierte, und würde die Zahl nur auf über fünfzig schätzen.
    Die dort gelebte Kameradschaft sowie das gemeinsame verdeckte Leben bestimmten ebenfalls ihren moralischen Kompass. Sie hält für angemessen, was damals als normal und legitim angesehen wurde, und würde es etwa als Fehler und Sünde empfinden, durch eine persönliche Unachtsamkeit oder Exzentrik die Gemeinschaft zu gefährden.
    Insgesamt besitzt sie aber recht erodierte Moralvorstellungen und zieht erst inmitten des Bereichs der Kriegsverbrechen und Terroristenaktionen ihre Grenzen. Ein Massenmord an Unbeteiligten würde sie verabscheuen, private Raub- und Plünderzüge – und Vergewaltigungen.

    13.) Verfolgt der Charakter irgendwelche Ziele?
    Die Zerschlagung der Recc-Gruppe fühlt sich für Caitlin zu Beginn des Jahres 2062 immer noch wie eine blutende Wunde an und sie erweist sich als unfähig, diese entweder richtig zu behandeln oder in Ruhe heilen zu lassen. Sie selbst sucht nur oberflächlich und recht erfolglos nach Spuren des Geschehens in der Ferne, doch besitzen Personen in der Ferne (wie Ardus oder Susan) ihre neue Nummer – und ein Anruf würde sie wohl wieder aus der Bahn werfen. Bei ihrem Ziel, die Shadowrunner-Karriere einzuschlagen, handelt es sich derweil noch um ein zartes Pflänzchen – es ist etwas, das sie tun möchte, um überhaupt etwas zu tun, doch sie erreichte noch nicht dem Punkt, an dem sie festhalten kann, dass ihre professionelle Karriere und ihre Gegenwart vorwiegend daraus besteht.

    14.) Wieso ist der Charakter Schattenläufer geworden?
    In ihrer Lage im Exil und angesichts fehlender Alternativen lag es nahe.

    15.) Was für eine Persönlichkeit hat der Charakter?
    Caitlin erscheint oft still und zurückhaltend. Auch wenn ihr dies bisweilen als Gleichgültigkeit und Unhöflichkeit ausgelegt wird, sorgt sie sich doch sehr für die Personen in ihrem oft recht engen Umfeld. Meist versucht sie, mit knappen Worten und Gesten viel auszusagen. (Böse Stimmen bezeichnen sie als Kuudere.)
    Als introvertierte Person verbringt die ihre Zeit oft allein – sei es mit Videospielen, ihren Hobbys oder ihrem Training. In Gruppen richtet sie sich entweder nach dem Konsens oder nach dem Anführer; eigene Führung liegt ihr nicht, und sie ist auch nicht gut darin.
    Caitlin fehlen eine starke Neugier und ein Hang zu proaktivem Handeln. Aufgrund ihrer Schwäche, Aussagen zu oft unhinterfragt und ungeprüft zu akzeptieren, kann man sie auch naiv nennen.

    16.) Welche besonderen Qualitäten weist der Charakter auf?
    Sie ist erstaunlich gut darin, ihren Tagesrhythmus zu wechseln, und gilt als gute Zuhörerin.

    17.) Gibt es Dinge, die der Charakter einfach nicht zustande bringt?
    Caitlins stille, reaktive Natur verschließt die andere Seite der Medaille vor ihr: Es liegt schlicht nicht in ihr, laut und/oder dominant zu werden, und versucht sie es doch, wird sie eher als feindselig wahrgenommen. Es gibt viele Bereiche des Lebens, in denen ihr schlicht die Erfahrung fehlt, und jene Handvoll Traumata, die ebenfalls ihre Handschrift bestimmen.

    18.) Was verabscheut der Charakter?
    Caitlin trinkt keinen Alkohol und fühlt sich besonders in Gruppen Betrunkener unwohl. Ihr fehlt Geduld für rücksichtslose Selbstdarstellerei und Egoismus. Berührungen sind ihr meist unangenehm, besonders wenn sie ins Grabschen ausarten.

    19.) Was mag der Charakter?
    Selbständige Beschäftigung in Stille, gleich ob als Entspannung, Arbeit oder Hobby. Quality Time mit engen Vertrauten. Das Gefühl, alleine oder gemeinsam gute Arbeit geleistet zu haben.

    20.) Wie heißt der Charakter?
    Sie wurde als Caitlin Mary Copper geboren, wobei ihr zweiter Vorname im Alltag keine Verwendung fand. Laut ihrer von Susan gefertigten falschen SIM heißt sie Cassandra Recc. Sie führt den Straßennamen „Banshee“, der teilweise schon während Missionen der Recc-Gruppe Anwendung fand, nutzt aber auf Shadowland den Namen „Artemis“.
    "Der Wogen Schlag im Herz, der Flammen Glanz im Haar."

  3. #153
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Handelnde Personen

    Disclaimer: Sämtliche Personen und Organisationen sind vom Autor als fiktiv intendiert, Ähnlichkeiten zu real existierenden rein zufälliger Natur.

    Keira „Chaser“ O’Kelly (Caitlins Mitbewohnerin, Connection Stufe 2)
    Gemäß ihrer eigenen Angaben entschied sich Chaser in jungen Jahren dazu, Shadowrunnerin zu werden, um ihrer drückenden Armut zu entkommen. Sie beschaffte sich einige billige Implantate, betätigte sich als Straßensamurai und ging auf einige Runs, doch der ersehnte dicke Job ließ auf sich warten – und so wurde sie schließlich verhaftet. Die folgenden Jahre verbrachte sie trotz Verurteilung nach Jugendstrafrecht hinter Gitter, ehe sie nach ihrer Entlassung bei Caitlin einzog. Nun bemüht sie sich mehr schlecht als recht, mit Handel und Reparatur von Elektronikgeräten auf Selbständigenbasis ihren Lebensunterhalt zu verdienen, was auch dazu führt, dass sich ihre Geräte und Projekte zunehmend über die Wohnung ausbreiten und sie Caitlin bisweilen darum bittet, ihr doch mit zur Hand zu gehen.
    Caitlin weiß von zumindest zwei Implantaten, die ihre einheimische, leicht als Mensch durchgehende elfische Mitbewohnerin mit den wallenden blonden Haaren und den bernsteinfarbenen Augen einst aufwies: Kunstmuskeln, deren schlampige Entfernung Narben und regelrechte Furchen nach sich zog, und einen Reflexbooster, dessen Blockadeimplantat von Zeit zu Zeit aussetzt. In ihren Gesprächen zeigte sich, dass sich auch Chasers früherer Idealismus während der Zeit hinter Gittern in einen ernüchterten Pragmatismus wandelte. Während sie Caitlin als dringend benötigter Anker zur Realität zur Verfügung steht, bemüht auch sie sich noch darum, nach der Zeit hinter Gittern einen neuen Alltag zu etablieren, doch angesichts der distanzierten Geringschätzung, die sie von Freunden, Familienangehörigen sowie Außenwelt erfährt, wirkt Caitlin zunehmend als Fixpunkt und Oase des Lichts in ihrem Leben.

    Sylvia „Mirror shard“ Harris (Schieberin, Connection Stufe 1)
    Sylvia arbeitete einst als Krankenschwester in Seattle, bevor ein Versuch, über eine Umschulung zur Buchhalterin den undankbaren Arbeitsbedingungen zu entgehen, sie in die Dienste eines Schiebernetzwerks brachte. Sie machte sich nützlich, indem sie die Verbindungen zu ehemaligen Kollegen mitbrachte und diesen bei der Unterschlagung von Arbeitsmaterialien half; später nahm sie eine Gelegenheit wahr, sich selbständig zu machen. Von da an wirkte sie als Schieberin in Seattle und – wie sie Caitlin erzählte – diente auch Charlie Recc als Geschäftspartnerin, ehe die Ereignisse, über die sie nicht mehr zu wissen behauptet als Caitlin, sie ebenso ins Exil trieb. Nun arbeitet die Elfe südostasiatischer Abstammung mit rot gefärbten Haaren erst einmal, zur Tarnung, aber auch mit überraschend entdecktem Vergnügen als erotische Tänzerin, während sie den Plan verfolgt, in der neuen Heimat mit dem Aufbau eines neuen Netzwerks erneut als Unterwelt-Maklerin tätig zu werden.
    Sylvia gibt sich sympathisch, nahbar und authentisch – auch gegenüber Dingen, die „noch“ nicht funktionieren –, doch ihre Caitlin gegenüber enthüllte Verbindung zu Charlie blendete Caitlin dafür, dass es sich jenseits aller Sprüche von „Chummern und Verbündeten, die einander in einer schweren Zeit unterstützen“ bei ihr um eine zutiefst egoistische und rücksichtslose Person handelt, die bereits Caitlins für sie arbeitenden Bruder an den Feind verkaufte und dieses ohne mit der Wimper zu zucken zu wiederholen bereit wäre.

    Shadowland (Connection Stufe 1)
    Während eines Treffens in ihrem ersten Jahr bei der Recc-Gruppe führte Susan eines Tages Caitlin mit den Worten, ihr „etwas Tolles zu zeigen“, in Shadowland ein und richtete direkt schon den Account für sie ein (auch der Name „Artemis“ geht auf sie zurück). Von da an las Caitlin nur gelegentlich schweigend mit und vergaß sogar für einige Jahre ganz dessen Existenz, ehe die Notwendigkeit, für ihren Vergeltungsschlag Hilfskräfte anheuern zu müssen, sie daran erinnerte. Seit sie in Dublin ankam, durchkämmt sie es beinahe täglich in Hoffnung auf weitere Informationen.

    Leland Andrew „NYON“ Copper
    Caitlins Bruder Leland setzte auch nach Caitlins Verschwinden sein persönlich unstetes, beruflich unspektakuläres Leben fort, ehe er angeblich seit einem Verkehrsunfall von Visionen heimgesucht wurde, sich für den wiedererwachten Elfenkrieger Voss Kherzul hielt und in die Schattengemeinschaft eintauchte, wo er sich trotz seines Beharrens auf Schwert, Schuppenpanzer und gestählten Körper als überraschend erfolgreich erwies. Schließlich, heißt es, habe ihn der ungeklärte und grausame Tod seines besten Freundes, der vielleicht sogar auf sein Konto gehe, völlig durchdrehen und auf einen wilden Privatkreuzzug gehen lassen. Nicht einmal eine Woche, nachdem nur Caitlins überraschender Eingriff ihm die Freiheit zurückbescherte, soll er alleine in die nächste Konzernanlage eingestiegen sein – seitdem fehlt von ihm jede Spur.
    Da sich Caitlin in der Nacht vor dem Exil nie mit den Mitgliedern ihres Stoßtrupps austauschen konnte – und nicht einmal weiß, ob solche überlebten –, bleibt ihr unbekannt, was sich genau in der Anlage ereignete. Sie erfuhr erst in schlaflosen Dubliner Nächten beim Durchwühlen von Shadowland, dass sich ihr Bruder (auch dort registriert) als Shadowrunner namens NYON betätigt habe. Was sie weiter erfuhr, bestätigte nur ihre ambivalenten Gefühle: Ehemalige Kollegen beschreiben ihn zwar als erstaunlich kompetent, aber auch als stur, hitzköpfig, rechthaberisch und arrogant. (Ein Benutzer namens „Angel“ verwendete den Ausdruck „Alpha-Edgelord“.) Während sie somit in den letzten Monaten mehr an ihren Bruder dachte als in den Jahren zuvor, kann sie schlicht nicht sagen, wie sie darauf reagieren würde, sollte dieser vor der Tür stehen und wieder zu einem Teil ihres Lebens werden wollen.

    Susan „Nova“ Doyle und Nigel „Snowman“ Doyle
    Susan wurde nach ihrem Studium direkt von Xerxes Industries angeworben, konnte jedoch nicht anders, als zusehends einen faszinierten Blick auf die Schattengemeinde zu werfen. Auch angesichts ihrer Schwäche für Bad Boys liebte sie es, aus der sicheren Entfernung ihres Büros auf Shadowland zu verkehren und dabei auch gerne einmal ihre Gesprächspartner in dem Glauben lassen, sie wäre eine von ihnen. Als Caitlin ihr von ihrem Bruder erzählte, wollte sie ihr erst einen Gefallen tun, indem sie diesen aufspürte, doch was sie fand, erweckte mehr und mehr ihre persönliche Faszination. Sie sah in ihm einen Rebellen (einen ansehnlichen noch dazu), dem böse Mächte übel mitspielten, und als alle Welt ihn für den Mörder an seinem besten Freund zu halten und nur sie es besser zu wissen schien, gab sie ihren Platz auf der Loge auf, um ihm beizustehen. Bei dem gescheiterten Run auf das Rechenzentrum folgte er einer von ihr gefundenen Spur, und als er in Gefangenschaft geriet, zögerte sie nicht, Caitlin mit einigen Lügen zu füttern, um seine Befreiung zu bewirken.
    Nicht einmal eine Woche später stellte Susan beim Blick in das Firmennetz fest, dass ihr Schwarm einen Run gegen ihren Arbeitgeber unternahm – ohne sie darin einzuweihen – und eine schmerzhafte Breitseite des experimentellen Verteidigungssystems abbekommen hatte. Sie fand ihn schwer verletzt auf und beschloss, ihn bei sich zu verstecken, ehe die Sicherheit etwas mitbekam.
    Als sich in den folgenden Tagen feststellte, dass er trotz der hässlichen Schnittwunde und dem damit einhergehenden Blutverlust überleben würde, aber aufgrund des magischen Kampfstoffs sein Gedächtnis verloren hatte (und außerdem zum Albino geworden war), wagte sie einen großen Schritt: Sie erklärte ihm, dass er ihr Bruder Nigel wäre, der als einfacher Sicherheitsmann in ihrem Unternehmen gearbeitet habe, ehe er zuviel von den dunklen Geschäften der Firmenleitung mitbekam und diese ihn auf die schwarze Liste setzten. Sie allein wäre seine einzige Freundin und Hilfe, und er müsse um jeden Fall in ihrer Wohnung bleiben, damit die Schurken weiter glaubten, er wäre tot.
    Susan besitzt die Möglichkeit, Caitlin zu kontaktieren, blieb jedoch die letzten Monate still. Caitlin sieht Susan als langjährige Freundin mit in letzter Zeit geschwundener Bindung und würde sie nach der gemeinsamen Zeit in der Jugend als „eine berufstätige, funktionierende Erwachsene“ charakterisieren, die sich trotz ihrer engen Freundschaft mit Ardus einsam sowie trotz ihrer verantwortungsvollen Position unausgefüllt fühle und die hinter einer Faszination für „große“ – teure, moderne, gefährliche – Dinge ihr angeknackstes Selbstbewusstsein versteckt.
    Natürlich erzählte Susan Caitlin nichts von ihrem neuen „onii-chan“. Es begeistert sie jedoch, wie umsichtig, zuvorkommend und fürsorglich er sich ihr gegenüber verhält.

    Ardus Kilár Darque
    Caitlin weiß, dass irgendetwas ihren Ziehvater dazu trieb, mit seinem Alltag zu brechen und unter dem Namen „Godam van Darce“ als ein Proto-Shadowrunner zu arbeiten. Er erklärte ihr nie, was es damit auf sich hatte – sie nimmt an, dass es etwas mit seiner Familie zu tun habe –, und sie erkannte diesen Punkt als seine Achillesferse, den sie immer wieder anschnitt, wenn sie ihn aus der Fassung drängen wollte. In anderen Punkten zeigte er sich auskunftsfreudiger – er berichtete freigiebig über seine Zeit in den Schatten sowie seine Erfahrungen als einer der ersten ki-Schamanen, er brachte ihr Sperethiel bei, „wie er es von seiner Mutter gelernt habe“, und er lotete gründlich und letztlich vergeblich aus, ob ihre Transformation zur Banshee sowie die Behandlung magische Fähigkeiten in ihr weckten (darum würden die Projektverantwortlichen nachdrücklich bitten, sagte er ihr).
    Obgleich sie sich während ihrer gemeinsamen Zeit in der Recc-Gruppe auseinanderlebten, erschien ihr sein Verhalten in dessen letzten Monaten sonderbar, und es schmerzte sie zutiefst, dass er sie ohne weitere Erklärung in ein Flugzeug schob und sich seitdem nicht meldete. Sie ahnt nicht, dass ihm bewusst wurde, dass er seine letzten zwei Jahrzehnte im Dienste jener Dämonen verbrachte, mit denen er eigentlich durch sein neues Leben brechen wollte. Nach dem Ende der Recc-Gruppe versuchte er zunächst, diese auf eigene Kraft zu bekämpfen, ehe er sich geschlagen mit einer neuen Existenz in den Schatten arrangierte. Noch weiß sie auch noch nicht, dass ihn ein Run Anfang Dezember die unter dem Missbrauch ihres Vaters leidende jugendliche Tir-Elfe Tracy MacLean kennenlernte, die er aus ihren Umständen befreite und kurzerhand zu sich aufnahm. Nun dreht sich ein guter Teil seines Lebens um seine neue Adoptivtochter, der gegenüber er Caitlin noch in keinem Wort erwähnte.

    Tracy MacLean
    Tracy wurde im tir tairngirischen Salem geboren. Ihre Eltern erklärten ihr später, dass sie umzogen, da insbesondere die Familie ihrer Mutter nie die Verbindung ihrer Mutter mit einem „menschlichen Herumtreiber“ akzeptiert hätten, doch es ist möglich, dass sie bloß dessen herrschsüchtige und gewalttätige Natur erkannten, bevor sich diese voll in dessen trautem Heim entfaltete. Nachdem Tracys Mutter „einem Akt zielloser Straßengewalt“ zum Opfer fiel, wie er Tracy erklärte, sah sich diese im Zentrum dessen immer stärker eskalierenden Verhaltens: Von der Panik besessen, dass „sie ihn auch verlassen werde“, versuchte er wechselseitig, sie von seinen Qualitäten zu überzeugen und ihr auch die Unmöglichkeit eines Aufbegehrens deutlich zu machen – und beides fiel sehr hässlich aus. Dank seiner Arbeit bei den Cops gelang es ihm, das Jugendamt unter der Hand herauszuhalten.
    Tracy war sieben Jahre alt, als ihre Eltern das Tir verließen, und dreizehn beim Tod ihrer Mutter. Ein halbes Jahr später ließ sich eine magische Begabung bei ihr feststellen, die ihren Vater dazu brachten, sie einer illegalen Behandlung unterziehen zu lassen, die über künstlich herbeigeführte Nahtoderfahrungen sowie eine Menge Schmerz ein gezieltes Ausbrennen anstrebt. Kurz darauf verstarb der Vater und Tracy zog als Ardus’ de facto Adoptivtochter in dessen schäbiges Apartment ein; beide schweigen sich eisern darüber aus, wie es dazu kam.
    Tracy steht offiziell unter der Vormundschaft eines fiktiven mütterlichen Verwandten und besucht die Schule, doch die Ereignisse nahmen sie sehr mit. Sie kann sich in einem Heim nicht mehr sicher fühlen und ist oft unterwegs, übernachtet bei Freundinnen, bei ihren stets nach kurzer Zeit wechselnden Boyfriends oder squattet gar. Sie schwänzt regelmäßig die Schule, leidet unter Depressionen und wenn sie sich aufraffen kann, verfolgt sie ihre Interessen in vielerlei künstlerischen Bereichen, besonders aber im Zeichnen (von Boys Love-Comics).
    Tracy entdeckte die Gothic-Mode für sich und färbte auch ihr kastanienbraunes Haar schwarz ein. Sie erscheint einem Gegenüber oft als eher zurückhaltend, setzt eisiges Schweigen als Waffe ein und besitzt einen Humor, der üblicherweise zwischen kindlich-absurd bis verstörend empfunden wird. Noch weiß sie nichts von der Existenz ihrer Quasi-Schwester, doch es lässt sich kaum ausrechnen, wie sie darauf reagieren würde – insbesondere, da sie bisweilen mit Ardus’ unabhängig gewordenen Geisterverbündeten Gizmo in Kontakt steht, dessen Meinung über Caitlin unverändert blieb.

    Argonauten und ihr Vlies (Spielleiterinformationen)
    Die sogenannte ODD-Kampagne geht davon aus, dass Insektengeister zwecks Abwehr der Bedrohung durch „den Feind“ und gestützt auf die Einnahmen der Universellen Bruderschaft eine Geheimorganisation namens ODD (Auflösung der Abkürzung ist unbekannt) aufbauen, indem sie taktische Partnerschaften mit ganz verschiedenen nach Aufstieg strebenden Gruppierungen – darunter Nazis, unsterbliche Elfen und mindestens zwei Drachen – eingehen, um sowohl die verschiedenen Mittel auszuloten, durch die die Menschheit in eine Waffe gegen die Dämonen-Bedrohung verwandelt werden könnte, als auch durch Kooperation gemeinsam aufzusteigen. Um diese Einheit unter den Mitgliedern (mit ihren auseinanderdivergierenden, sich teilweise überkreuzenden Zielen) zu festigen und Bedrohungen aller Art zu begegnen, ging dies mit der Etablierung teilautonom agierender freier Eingreiftruppen einher, deren Mitglieder explizit grenzübergreifend aus allen Teilen des Netzwerkes rekrutiert wurden (oder zumindest in Theorie – tatsächlich erwiesen sich die Personalanforderungen mit ihrem Durchsatz als so hoch, dass die Reihen auch mehr oder minder offen durch Externe aufgefüllt wurden). Wie sonst im Großteil des ODD-Imperiums wussten in aller Regel nur die Spitze, hier: die Kommandanten, was wirklich gespielt wurde.
    Als die Universelle Bruderschaft enttarnt wurde und das Zentrum an Gewicht verlor, zerbrach auch die Einheit unter den Mitgliedern und verwandelte die freien Eingreiftruppen als Hüter des inneren Friedens in erste Ziele. Eine unsterbliche Elfe, die zusammen mit ihrem Kon aus dem Bund ausscheren wollte, organisierte die Zerschlagung der Recc-Gruppe, ehe sie sich gegen das unter der Herrschaft der Nazi-Fraktion stehende Xerxes Industries warf.
    Caitlin befand sich während eines Großteils ihres Lebens – vom Einsetzen der MMVV-Behandlung bis zur Flucht nach Tír na nÔg – im Einflussbereich der ODD, doch die meisten Personen ihres Umfelds wussten nichts über die Zusammenhänge und hielten die Recc-Gruppe etwa bloß für ein verdecktes Joint Venture mehrerer Firmen. Charlie Recc wusste mit Sicherheit Bescheid (zu welcher Fraktion er gehörte oder ob er tatsächlich unabhängig arbeitete, ist unbekannt), Ardus, Nova und Leland erfuhren davon erst während des Chaos nach Charlies Tod, ließen aber Caitlin im Dunkeln.
    Ich als Spieler gehe davon aus, dass es tatsächlich einen im Dienste der unsterblichen Elfe stehenden Verräter innerhalb der Recc-Gruppe gab und es sich dabei um ein eher neues, namentlich noch nicht genanntes Mitglied handelt. Tesia verstarb als ein Teil des Stoßtrupps bei Lelands Befreiung, Tes überlebte, fiel aber später als Teil von Ardus’ kurzlebiger Widerstandsgruppe. Ich stelle es dem Spielleiter allerdings frei, dies abzuändern.
    "Der Wogen Schlag im Herz, der Flammen Glanz im Haar."

  4. #154
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    "Seelennacht"

    Caitlin war überzeugt, dass die Alpträume ihr keinen weiteren Schlaf schenken würden. Sie war aufgesprungen, weil sie die Gedanken nicht mehr aushielt, und wollte eigentlich vor ein paar Runden ihres Spiels ihre Ruhe zurückgewinnen, doch dann war ihr Blick auf eine von Keiras Erwerbungen gefallen, die gegenwärtig das Sofa belegte, und hatte entschlossen, sich lieber nützlich zu machen. Es handelte sich um ein altes Simsinn-Abspielgerät, dessen Elektroden neu justiert werden mussten, und während in der Welt außerhalb nur vereinzelte Autos über die nahe Straße heizten und mit ihren Geräuschen die nächtliche Stille durchschnitten, saß sie allein in der fast finsteren Wohnung, in ihrem Pyjama gekleidet, und gab sich der langwierigen, doch wenig fordernden Aufgabe hin. Leider erlaubte es ihren Gedanken, zu schweifen.
    Es kam ihr vor, als wäre sie immer noch bei ihnen. Es war, als könne jeden Moment Tesia oder Charlie oder Ardus hereinkommen und ihr zurufen: „Ach, hier steckst du. Komm, die anderen warten nebenan“, und sie würde etwas erwidern, und alles würde wie immer sein. Sie war es gewohnt, sich als Scharfschützin abzusetzen und eigenen Parametern zu folgen, doch darauf folgte immer die Rückkehr, und diese Rückkehr war überfällig. Womit auch immer der Stoßtrupp zu kämpfen habe – Tesia, Charlie, Ardus und die anderen –, sie war immer noch ein Teil des Teams. Sie hatte sich abgesetzt, als sie exponiert war, wie man ihr befohlen hatte, doch nun konnte sie eingreifen. Dazu war sie nicht nur fähig, das war auch ihre Pflicht…
    Diese Hilflosigkeit, diese Einsamkeit, dieses Leben ohne Sinn. Der stechende Schmerz des Gefühls der Bevormundung hatte bereits im Flugzeug eingesetzt, doch damals hatte sie noch gedacht, sie käme damit klar. Sie stellte sich vor, mit ihm darüber zu reden, dass er sie verletzt hatte, wenn die Krise ausgestanden war, das Team wieder zusammenfand und das Leben weiterging.
    Sie hörte Keiras Schritte bereits im Treppenhaus, doch bedachte sie nicht, dass diese wohl das Wohnzimmerlicht einschalten und sie blenden würde. Diese gab ein beschämtes „Oooh“ von sich, während Caitlin nicht wusste, ob sie sich dem Neuankömmling zuwenden oder mit ihrer Arbeit fortfahren sollte. Sie entschied sich nach einem stillen Hin und Her für Letzteres.
    „Was für ein Déjà-vu“, plauderte Keira, während sie ihre Jacke auszog und Caitlin einem musternden Blick unterwarf. „Alpträume?“
    Diese schwieg, wohl wissend, dass ihre erschöpften Augen genug verrieten.
    „Wenn du davon erzählen möchtest… und entschuldige… und danke… und danke für die Gesellschaft.“ Caitlin nahm wahr, wie Keira sich neben sie setzte. „Ich hatte dir erzählt, dass mein Vater Geburtstag hat – oder bis vor zwei Stunden hatte? Ich… ich möchte nicht darüber reden.“
    Caitlin änderte ihre Entscheidung. Sie legte das Aufnahmegerät beiseite und bemerkte, dass ihre Mitbewohnerin wohl ungefähr so erschöpft aussah, wie sie sich fühlte, wenn sie nicht gar mit den Tränen kämpfte.
    Sie verstand den Blick als Aufforderung. „Ich war nicht eingeladen, wegen… du weißt schon… doch ich dachte, wenn ich mit einem schicken Geschenk und meinem sympathischsten Lächeln auf der Feier auftauche, dann würde er verstehen. So klappere ich also Gefallen ab, um den Ort herauszufinden, besorge eine teure Flasche Whiskey und mache mich auf einen viel zu langen Fußmarsch…“
    Caitlin nahm vorsichtig Keiras Hand. „Er wollte mich nicht einmal sehen“, resümierte diese mit erschöpfter Stimme. „Stattdessen schickte er meinen Cousin vor, mir nahezulegen, brav zu gehen und ihnen ja keine Szene zu machen... Ich bin so müde, Caity. Verstehst du das? So müde.“
    „Jetzt bist du zu Hause“, sagte sie: „Lege dich hin.“ Sie wusste, dass ihre Familie schwer auf Keira lastete, und sie war sich sicher, dass es nicht allein am Gefängnis lag. Ihr kam manchmal die Theorie in den Sinn, dass die Blondine als Mann geboren wurde, doch sie würde nicht fragen, und vielleicht handelte es sich bloß um einen Nebeneffekt der Steroide aus ihrer Jugend…
    Sie quiekte auf, als Keira sich auf das Sofa legte und ihren Schoß unvermittelt zum Kissen erkor. „So meinte ich das nicht“, protestierte sie schwach.
    Ihre Mitbewohnerin ging nicht darauf ein. „Ich weiß wirklich nicht, was ich noch tun soll. Ich meine…“ Sie suchte nach Worten, ehe sie den Kampf gegen die Tränen verlor und sich gegen Caitlin und ihren Pyjama presste.
    Nach einem Moment der Verlegenheit streichelte diese ihr Haar. „Wahrscheinlich kannst du gar nichts machen“, sagte sie.
    „Auf dem Heimweg habe ich den Whiskey in die Liffey geschüttet. Was wurde nur aus mir? Früher hätte ich mich abgeschossen und würde jetzt noch um die Häuser ziehen, aber… du musst mich für jämmerlich halten.“
    Caitlin dachte für einen Moment daran, sie um mehr Abstand zu bitten, entschied sich aber dagegen. „Ich finde, dass du schön weiche Haare hast“, sagte sie stattdessen: „und dass du eine ganz liebe Person bist. Wir geben jenen, die wir an uns heranlassen, die Möglichkeit, uns zu verletzen.“
    „Ich hatte gehofft, du würdest auf mich warten. Vergib mir, dass ich dich überfalle.“
    Caitlin streichelte sie weiter. „Ich höre sie nach mir schreien, und ich lasse sie im Stich. Und niemand meldet sich bei mir.“
    „Vergiss die Arschlöcher. Sie sind deiner nicht wert.“
    Caitlin wollte protestieren, doch sie fühlte ihre Erschöpfung. „Geht es wieder?“, fragte sie stattdessen: „Genug für den Weg in dein richtiges Bett?“
    Keira lachte. „Aber ich mag es hier. Du bist so schön warm und weich, und du riechst gut.“
    „Bitte geh“, sagte Caitlin und fürchtete, dass dies zu hart herüberkam, also fügte sie hinzu: „Dann schließe ich noch den Simsinn-Spieler ab, bevor ich ins Bett gehe.“
    „Wenn du darauf bestehst“, klagte Keira theatralisch, ehe sie sich erhob – und kurzerhand die Nähe nutzte, um Caitlins Haare zu streicheln. „Sie sind deiner nicht wert, Caity. Sie sind deiner nicht wert.“
    „Gute Nacht, Chaser“, sagte sie und griff demonstrativ nach dem Abspielgerät, während sie aus den Augenwinkeln wahrnahm, wie sich Keira nach einem Nicken und einem gehauchten „Gute Nacht, Miss Recc“ in ihr Zimmer zurückzog. Sie fühlte den Stich, und er blieb.
    "Der Wogen Schlag im Herz, der Flammen Glanz im Haar."

  5. #155
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    AC S3b STALKER

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Name:	Stalker SSK.png 
Hits:	1 
Größe:	50,4 KB 
ID:	26958

    • Das Jagdgewehr der modernen Generation
    • Serienmäßiges Zielfernrohr, voll zerlegbar, mit Raum für das passende Werkzeug und Pflegeset im größenverstellbaren Schaft


    Die in Tir Tairngire beheimatete Archon Corporation bietet jetzt ein ganz besonderes Gewehr für den modernen Jäger: die AC Stalker. Diese Komposition aus Hartplast, Stahl und Technik verfügt nämlich nicht nur über ein einmaliges Sichtfernrohr und einen extra langen Lauf, sondern kann zusätzlich zum besseren Transport zerlegt werden*.


    Typ Tarnstufe Modus Muni Schaden Gewicht Preis
    S3b Stalker Sport N/A HM 12 (s) 9S 4 3.200¥
    * Die S3b Stalker existiert allein in hülsenloser Ausstattung. Ihr Zielfernrohr liefert Vergrößerung-3, ihr verlängerter Lauf erhöht die Reichweite um 10%, und sie zählt als „zerlegbar“ im Sinne der Regeln.

    <<<Ich habe schon von Runnern gehört, die dieses Gewehr als Alternative zum Scharfschützengewehr verwenden. Die Gründe liegen auf der Hand: Es ist leichter zu bekommen, viel billiger, und die Bullen rasten nicht gleich aus, wenn sie einen damit sehen. Natürlich bleibt die Durchschlagkraft hinter einem Original zurück.>>>
    - Nova <16:43:04/11-30-58>

    <<<Ich kenne die Prototypenpläne dieser Waffe – aus einem anderen System, von einem anderen Kon, unter einem anderen Namen. (Wenn euch die Beweise interessieren, dann bietet mit, in meinem Thread im Paydata-Bereich.)
    Soweit ich dies (nur von den Blaupausen, das Schießen überlasse ich den Samurai) beurteilen kann, leisteten die Tir-Ingenieure immerhin noch eine solide Arbeit. Als größte Schwäche erscheint mir, dass sich eine verklemmte Patrone nicht einfach auswerfen lässt, sondern erst das Zielfernrohr abmontiert und anschließend die obere Verblendung gelöst werden muss. Außerdem wirkt es auf mich, als habe das Team die Frage nach einem serienmäßigen Zweibein zu lange vertagt.>>>
    - Gateway <03:21:44/01-09-61>

    <<<Seit sie mir erlaubt, mir der U-Bahn zum Schießstand zu fahren, schloss ich die Stalker in mein Herz. Ich kann auch über die Zuverlässigkeit nicht klagen (zumindest bei meiner S3a mit Kammerstängel), natürlich eine gründliche Pflege vorausgesetzt.>>>
    - Black Sheets <05:56:01/10-05-61>

    <<<Nova, wenn du dies liest, bitte melde dich.>>>
    - Artemis <02:55:59/11-01-61>




    Sportgewehr
    Schaden: 9S
    Feuermodi: HM
    Tarnstufe: N/A
    Gewicht: 4 kg
    Magazin: 12(s)
    Preis: 3.200
    Verfügbarkeit: 3/3 Tage
    Straßenindex: 1
    Legalität: 5L-F

    FKE: 0,25
    DP: 640

    Designoptionen:
    Erhöhtes Powerniveau (2)
    Gewichtsreduzierung (6)
    Lademechanismus (Streifen)
    Laufverlängerung
    Zerlegbar

    Modifikationen:
    Sichtgerät: Vergrößerung-3
    Verlängerter Ladestreifen (7)
    "Der Wogen Schlag im Herz, der Flammen Glanz im Haar."

  6. #156
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Kommentar: Überblick

    Bei dieser Charakterausarbeitung handelt es sich explizit um eine Fingerübung. Meine üblichen Charakterbögen beschränken sich auf eine kurze Hintergrundgeschichte sowie die Zwanzig Fragen.
    Jene zwanzig Seiten bestehen aus einer Menge Detail-Ausarbeitungen, die ein Spielleiter einmal durchlesen und anschließend als Buffet betrachten kann, denn im Kern fällt Caitlin nicht allzu kompliziert aus. Mein elevator pitch hieße etwa: "Bei Caitlin handelt es sich der Profession nach um eine Scharfschützin, der Persönlichkeit nach um eine Introvertierte/Kuudere/"Was DSA als Jägerin ansah" und dem Arc nach um eine junge Frau, die im Exil eine neue Existenz in den Schatten aufbauen möchte, aber die Zerschlagung ihres vorherigen Teams noch nicht verarbeitete und die mit einem Ex-Sträfling zusammenwohnt."

    Vor ihrem Einsatz an einem echten Spieltisch sehe ich folgende Hürden anzusprechen:
    * Bei ihr handelt es sich absichtlich sowohl hinsichtlich der Spielwerte als auch dem Verhalten um einen schwächeren Einsteigercharakter - kein Lowtech, keine "rollenspielerische Herausforderung", aber eben am unteren Rand.
    * Der Spielleiter müsste akzeptieren, dass mit ihrer Nutzung implizit auch die Existenz der ODD innerhalb dessen Spielwelt sowie die Heilbarkeit von MMVV einhergeht.
    * Die Spieler müssten akzeptieren, dass sie an ihrem Trauma knabbert und eine feste Runde wohl lange als "Übergangslösung" ansieht. Es gehört eben auch schlicht nicht zu ihrer Persönlichkeit, proaktiv tiefere Bindungen mit ihren Gruppenmitgliedern zu suchen.
    Sie würde sicher gut zu einem Forenrollenspiel in kleinem Kreis mit Charakterfokus passen (und gäbe vielleicht auch einen guten Romancharakter ab)... aber ich gebe offen zu: Ihre Schwäche und Verletzlichkeit würden dazu führen, dass ich sie nur in einer Runde spielen würde, in der ich mich etabliert und wohl fühle. Mir graust es bei dem Gedanken, mit ihr einem Spieler gegenüberzusitzen, der Schwächen eines Charakters als Angriffspunkte gegen den Spieler ansieht (aber solche Personen gehören grundsätzlich nicht an meinen Spieltisch, like... period).
    Andererseits halte ich aber auch den entgegengesetzten Nutzen für möglich, nämlich den als Con-Charakter mit zusammengewürfelter Runde und einer SL, die abnickt.
    "Der Wogen Schlag im Herz, der Flammen Glanz im Haar."

  7. #157
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Kommentar: Implantate

    Wenn ich Caitlin einen Wert am Spieltisch verpassen möchte und dabei weder auf Totem-Magie noch auf Vampirismus zurückgreifen möchte (Letzterer wäre nach Dritter Editions-Kompendium sogar möglich, meine ich, doch ich besitze nur den Vorgänger), dann würde ich zu Implantaten greifen müssen - und hier erschien es mir geraten, sie von meinen anderen Charakteren zu differenzieren. Das heißt...
    * Ihr Bruder(-Klon) NYON sagte: "Cyberware ist pfui, Bioware hingegen toll", auch wenn er während seiner Karriere davon abwich.
    * In Ardus' 2011er-Neufassung setzte der nun ausgebrannte Ki-Adept auf eine eher grundlegende Mischung von Cyber- und Bioware (im Sinne von: keine komplizierten Systeme, nur Werteverbesserungen),...
    * ... und das geschah, um ihn von meinem vorherigen Charakter abzugrenzen, der ebenfalls in die "Kämpfer mit Technik"-Schiene fiel, aber zusätzlich zu einfachen Implantaten noch ein Netz einander unterstützender Headware-Systeme verwendete.
    Für Caitlin kam mir der Gedanke, ihre Banshee-Kräfte mit Implantaten zu erhalten, doch dies hätte sich mit ihrer Rolle gebissen (denn: Wozu benötigt eine in der Ferne agierende Scharfschützin denn verstärkten Geruchssinn und besseres Gehör?).
    Letztlich entschied ich mich für ein sehr scharfes Profil: Ausschließlich kultivierte Bioware und ausschließlich Implantate, die sich schon in "Shadowtech" finden lassen, dazu auf ihre Rolle zugeschnitten, also Fokus auf Präzision und etwas Geschwindigkeit, etwas Unterstützung für ihren Nebenbereich Technik, nur wenig Defensives und nichts, das nach besonderer Pflege verlangt und einer möglicherweise lange allein im Gelände agierenden Scharfschützin auf die Füße fallen könnte. Man entschied sich außerdem gegen Reflexrecorder, da sie Herrin der Lage bleiben sollte.
    Wenn mich meine Erinnerungsfetzen nicht täuschen, verwendete mein damaliger Con-Charakter Synapsenbeschleuniger und Thrombozytenfabrik - Erstere behielt ich bei, Letztere gab ich aufgrund meiner Kriterien auf.

    Ich verwendete übrigens schon einmal jenen "Testprobant für Bioware an Kindern"-Aufhänger für einen anderen Charakter, den dann beim ersten Abenteuer unglücklich verschiedenen Moritor. (Seinen Charakterbogen verlor ich auf dieselbe Weise wie Caitlins alten.) Für ihn stand die Testobjekt-Existenz allerdings im Kern seiner Person und Konzeption.
    "Der Wogen Schlag im Herz, der Flammen Glanz im Haar."

  8. #158
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Kommentar: Vor- und Nachteile

    Ich möchte negativ beginnen: Hätte ich Caitlin auf eine gruppendienliche Effizienz ausgelegt, hätte ich mehr aus den Vorteilen herausgeholt. Besonders angesichts meines rollenspielerischen Verzichts auf eine Smartgun hätte sich "Begabung: Gewehre" als Ausgleich aufgedrängt, doch, nun, rollenspielerisch kam sie durch Stäbchenziehen an ihren Job, und innerhalb meiner Heimatrunde war deren Erwerb für "tragende" Fertigkeiten verpönt. So investierte ich die übrigen möglichen Punkte in ein wenig effizientes breites Feld an Fähigkeiten.

    Das "Dunkle Geheimnis" liegt auf der Hand, schon weil der Text "Arbeitete für die Universelle Bruderschaft" als Beispiel dafür nannte. Hier sehe ich zwei Richtungen, aus denen Caitlins Vergangenheit sie zu stechen versuchen kann: In der "kanonischen" ODD-Kampagne wird bald Xerxes Industries als ein Insektengeisternest entlarvt werden (auf Betreiben Archons, die diese dann für einen Spottpreis aufkauft), wobei sich auch zeigt, dass dessen ganzer Biotech-Teil inzwischen zu Fassaden für Nester herabsank. Sowohl Datensätze in XIB als auch Erinnerungen von XIA-Mitarbeitern über diesen seltsamen Bereich und Gast (gerade wenn dort später wirklich ein Nest angesiedelt wurde) könnten zu Fragen und falschen Schlussfolgerungen führen. (Hier zeigt sich aber auch, was ich mit Stärke und Risiko des Charakters meine: Ich stelle es mir rollenspielerisch als wunderbar vor, wenn eine inzwischen in Dublin integrierte Caitlin mit der Entlarvung XIs konfrontiert wird und angesichts des Umstands, dass die ODD selbst und ihre Ziele nie aufgedeckt werden, erkennen muss, wie absurd ihre Lebensgeschichte doch klingt ("Was, die Körperfresser-Geister haben dich von MMVV geheilt, aufgezogen und mit Hightech-Implantaten ausgestattet, während du nichts davon merktest?!"), und falsche Freunde könnten nun erklären, sich besser in ihrem Leben auszukennen als sie selbst...
    ... aber wie geschrieben gehe ich von einer Übereinkunft mit dem Spielleiter aus, dass es die ODD tatsächlich gab. Wenn dieser an dieser Stelle erklärt, dass die Zweifel tatsächlich wahr sind, wäre dies eine solche Geste der Respektlosigkeit und Vertrauensbruch, dass ich den Kontakt abbrechen würde.
    Auf der anderen Seite ist es gut möglich, dass der Verräter innerhalb der Recc-Gruppe, gerade wenn dieser nicht nur kurzfristig angeheuert wurde, von seinen Auftraggebern die Information erhielt, dass hinter Recc Insekten stünden. Darüber hinaus gab es auch weitere Ex-Mitglieder, die im Laufe der Jahre aus der Gruppe ausstiegen, und solche können durchaus Dinge wussten oder zu wissen glauben, die im Rückblick und mit Jahren der Distanz auch noch einmal anders erscheinen können.

    Bei der Holzallergie handelt es sich um eine Schwäche, die sie aus ihrer Zeit als Banshee behielt, und ich wählte absichtlich jene, an die wohl nicht sofort gedacht werden würde. (Meinem Empfinden nach handelt es sich bei echtem Holz im Jahr 2060 um einen auch im Regelsinn seltenen Stoff.) Thematisch grenzt sie sich damit von ihrem "Pro Natur"-Bruder ab, während sie genau wie Ardus meist Handschuhe trägt.

    Auch bei ihrer Immunschwäche folgte ich dem Erklärungstext, wonach dies auf Implantate zurückgehen könnte. Sie vertrug ihre Testmodelle damals nicht sonderlich gut, und dies führte mit dazu (neben Caitlins innerer Bequemlichkeit und fehlender Proaktivität), dass sie in den folgenden Jahren auf weitere Implantate verzichtete.

    Ihr Dunkles Karma teilt sie mit ihrem Bruder. Tatsächlich griff ich bei diesem explizit auf den Jahrestag-Geburtstag zurück, um den schlechten Stern zu symbolisieren,... und sie erhielt den dazu passenden anderen.

    Ihre Aufmerksamkeit soll in erster Linie einen Rest der gesteigerten Banshee-Sinne abbilden, aber sie ist ja auch von der Persönlichkeit her beobachtend.

    Ihr Stil... nun, den hat sie einfach. Es kann auch Vorteile mit sich bringen, sich über die Kleidung wenig Gedanken zu machen und vom Umfeld als uninteressant wahrgenommen zu werden.
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  9. #159
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Kommentar: Feinde

    Ich verzichtete absichtlich darauf, Feinde zu definieren. Denn...

    ... der erste Platz würde fast schon zwangsläufig Dana "Shadowrider" Acilano zufallen, einer der tragenden Figur der ODD-Kampagne. Als Besitzerin des A- oder AA-Konzerns "Archon Corporation", schon vor dem Erwachen (tatsächlich: 1971) geborene Elfenmagierin und Bündnispartnerin der ODD/Insektengeister strebt sie danach, in die erste Riege aufzusteigen. Sie präsentierte sich NYON als potentielle eingeweihte und hilfreiche Verbündete, als dieser auf der Suche nach den Geheimnissen seiner Herkunft von ODD-Seiten sonst nur offene Feindseligkeiten erfuhr, und sie ist Ardus' Mutter, von der er sich als junger Erwachsener angewidert abwandte. Für Caitlin sollte im Zentrum stehen, dass sie die Recc-Gruppe zerschlug.
    Shadowrider gibt sich charmant und mag (gerade im Vergleich mit anderen ihrer Bündnispartner) relativ vernünftig erscheinen, wenn auch etwas exzentrisch, doch während sie in NYONs und Ardus' Leben leicht als ambivalent wahrgenommen werden kann, würde diese aus Caitlins Blickwinkel fehlen. Hier wäre sie eine Schurkin im Dukat-Stil - bestrebt, ihr Umfeld davon zu überzeugen, sie doch nach Selbstbild zu behandeln, doch nach Taten betrachtet furchtbar.
    ... Wozu ich dazusagen muss, dass die ganze künstliche Elfenkrieger-Vision, die Caitlins Bruder-Klon mitgegeben wurde, erschreckend stark zu Shadowriders Selbstwahrnehmung und Operettenstaat passt, sodass ich es als wahrscheinlich ansehe, dass das NYON-Projekt in ihre Verantwortung fiel.
    ... und das lässt annehmen, dass Andrew nur deshalb für das Klonprojekt ausgewählt (und umgebracht) wurde, weil sich Ardus (arbeitsbedingt) Caitlin annahm und sie das in Shadowriders Augen zu ihrer Enkeltochter werden ließ.
    Nun hätte sie eine Stufe 1-Schurkin werden können, mit Wissen 0/Macht 6/ Motivation 0, die sich an Caitlin erinnern könnte, sobald sie Druck auf Ardus oder NYON ausüben möchte...
    ... aber ihr seht vielleicht das Problem: Es würde vom Spielleiter nicht nur verlangen, die ODD-Kampagne als eine Vergangenheit mit Allgemeinerfahrungs-Folgen anzuerkennen, sondern sie auch auf ihrer Powerplayer-Weltverschwörungs-Ebene fortzuführen. Für die von mir menschlich ausgelegte Caitlin wäre eine Superschurkin sowohl von Macht als auch von Ton her eine furchtbar unpassende Wahl.

    Der zweite Platz müsste an den Verräter aus der Recc-Gruppe fallen, für den es mir wesentlich spannender erscheint, wenn ich mich bei diesem auf ein Spektrum beschränke. Hierzu schrieb ich bereits einiges und möchte nur hinzufügen, dass auch Archon ein fest angestelltes, verdeckt agierendes Sondereinsatzteam unterhält. Wenn der Verräter also nicht nur kurzfristig für einen Gig angeheuert wurde und auch nicht zu Shadowriders Paladinen gehört, könnte dieser mit einer Zukunft in diesem Team geködert worden sein.

    Die übrigen drei oder vier Plätze ließen sich bunt füllen: ein Runner, der zur NYON-Befreiung gehörte, aber im Chaos der Zerschlagung nie bezahlt wurde, ein Cop der Steuerfahndung, der sich nun endlich "Argo Solutions" annehmen kann, einen Nachkommen einer von ihr im Einsatz erschossenen Person und so weiter, oder so ähnlich...
    ... aber hier muss ich sagen: Ich überließ der Spielleitung ein gefühltes Dutzend Seiten Hintergrundgeschichte und fände es sinnvoller und spannender, wenn diese solche Hinterlassenschaften nach Wunsch und eigenen Erfordernissen selbst ausarbeitet.
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  10. #160
    Blau schimmernd Avatar von Saphir
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    Kommentar: Zeitlinien

    Ich entschloss mich dafür, zugunsten Caitlin die Uhr noch einmal zurückzudrehen und sie nach ihrer Flucht einsteigen zu lassen, statt ihren nur grob skizzierten folgenden Weg auszustaffieren. (Dies hätte auch einen Kontakt mit Tara'chy bedeutet, den ich lieber vermeiden wollte, da er wieder alles in grimdark getaucht hätte.)

    An der Chronologie selbst, soweit sie mir bewusst war (ich verzichtete aufgrund eines "Mir geht es um Charakter, nicht um das Wiederkauen von Lore" nicht nur auf ein Einlesen in "Länder der Verheißung" und "New Seattle", sondern auch in meine ODD-Kampagnentexte), schrieb ich nur wenig explizit um, sondern arbeitete Details weiter aus, fügte Ereignisse hinzu und veränderte eher die Lesarten.
    Beispiele für direkte Retcons wären: Tes nimmt an den Ereignissen rund un die Recc-Zerschlagung kanonisch an NYONs Seite teil, und Ardus lernt Tracy eigentlich erst später kennen...

    ... aber ja: Diese Caitlin steht damit vermutlich an exakt demselben kalendarischen Startpunkt wie ihr Concharakter-Gegenstück vor über zwanzig Jahren (und damit an dem Punkt, an dem auch Ardus und Snowman mit der Schattenarbeit anfangen).
    ... und ja, ich entfernte für Startpunkt und bessere Geschichte auch das Con-Abenteuer aus dem Kanon dieser Caitlin. Sie behielt ihr daraus resultierendes Karma, das ja durch Spieltisch-Zeit statt Ingame-Aktionen legitimiert wird; es fiel vielleicht etwas zu hoch aus (und kam vorwiegend auf diese Zahl, weil sich der Spielleiter Octavius nannte), aber in Anbetracht der verpuffenden Belohnung sehe ich dies als gerechtfertigt an.
    (Zur Ausführung: Der Run ließ die Charaktere nach Afghanistan reisen, um einen an die "Nabilat" gefallenen Schwebepanzer-Prototyp zurückzugewinnen, was auch geschah,... und das beißt sich mit meiner erwünschten "Ganz frisch in den Schatten mit zusammengekratzter Ausrüstung"-Stimmung.)
    "Der Wogen Schlag im Herz, der Flammen Glanz im Haar."

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